Brombeerblut

[Rezension] Brombeerblut

Vor ein paar Tagen bekam ich das E-Book Brombeerblut vom Droemer Knaur Verlag zur Verfügung gestellt.

Dafür sage ich meinem herzlichen Dank, aber ich möchte nicht unerwähnt lassen, dass dieses Adobe – DRM mich wahnsinnig macht. Es ist mir noch nicht einmal gelungen ein so geschütztes Buch herunterzuladen, auf meinen Reader zu ziehen und dann einfach zu lesen. Ich brauche jedes Mal mehrere Anläufe bis das Buch dann endlich geladen ist und geöffnet werden kann  – entspanntes Lesen sieht irgendwie anders aus.

Vielleicht gibt es ja irgendwann mal ein besseres System um die Rechte der Autoren/Verlage  zu schützen.

Brombeerblut

Von Cornelia Briend

Ceara, eine junge Irin, wird in der Normandie von norwegischen Siedlern großgezogen. Ihre leibliche Mutter hatte sie als Baby dort in Pflege gegeben und eigentlich dachte Ceara, dass ihr Lebensweg dort schon feststehen würde.

Als aber plötzlich ihr leiblicher Vater nach ihr schickt, da er ihre Hilfe braucht, kehrt sie zurück nach Irland – in ein ihr fremdes Land, mit einer ihr fremden Kultur.  Was ihr dort alles bevorstehen soll ahnt Ceara nicht im Entferntesten.

Mein Einduck:

Die eigentliche Geschichte beginnt (auf meinem Reader) auf Seite 16 – davor gibt es Personen – und Ortsregister, ein ziemlich langes Zitat von Thomas Moore und einen ebenfalls ziemlich langen Prolog. Mag sein das dass alles wichtig ist, mir war es ein bisschen zu viel Information bevor ich überhaupt einen der Charaktere kennenlernen konnte :-)

Ceara

Ceara ist ein durchaus selbstbewusstes Mädchen, das aber unter ihrer etwas zweifelhaften Herkunft zu leiden hat. Vielleicht ist sie deshalb so schnell bereit, den Männern die ihr, ihr bis dato unbekannter Vater,  geschickt hat, zu folgen. Die wenigen Bedenken ihrer Pflegeeltern sind mit ein bisschen Silber ebenfalls schnell zerstreut. Schon auf der Überfahrt erfährt Ceara  (und damit auch ich) vieles über die Sitten und Gebräuche der damaligen Zeit.

Recht  und Medizin

Überhaupt erfährt der Leser in Brombeerblut sehr viel über die damalige Zeit, das Leben in Irland, aber auch über das Leiden zu der Zeit. Die alten Iren hatte eine vergleichsweise sehr moderne Rechtsprechung, die in manchen Fällen gerechter wirkt als unsere heutige. Auch in der Heilkunde ging es schon sehr fortschrittlich zu, was Ceara auf jeden Fall sehr zu Gute kommt, nachdem der Verlobte den ihr Vater ihr zugedacht hatte, sie brutal vergewaltigt hat.

Spielball der Politik

Im Laufe der Geschichte wird Ceara zu einer Art Spielball der Mächtigen und reist zu verschiedenen Orten, immer unter der Aufsicht und des Schutzes eines Mannes, von dem sie nicht so genau weiß, was sie von ihm halten soll. Auf dieser Reise gibt es die üblichen Gefahren, Überfälle und ähnliches – was in der „guten, alten Zeit“ halt alles so auf Reisende wartete. Es findet so manches Gemetzel statt, allerdings wird immer alles sehr dezent beschrieben.

Information vs. Romantik

Die Liebesgeschichte dieses Romans ist nicht besonders neu oder besonders originell, aber sie ist schön. Man kann das Rad ja nicht jedesmal neu erfinden :-) Ich hatte ein bisschen Schwierigkeiten mit Ceara oder einem der anderen Protagonisten wirklich mitzufiebern. So genau kann ich den Grund dafür nicht erklären, vielleicht war die Mischung aus Geschichtsbuch und Liebesroman für mich nicht ausgewogen genug. Zuviel Erklärungen und Informationen schaden ja oft der Romantik :-) Die angekündigte „große Saga in Irland zur Wikingerzeit“ ist Brombeerblut nicht, bei ca. 280 Seiten wäre das auch schwierig, aber es ist eine schöne Liebesgeschichte vor einer grandiosen geschichtlichen Kulisse.

Mein Fazit:

Ein schöner Liebesroman, eingebettet in eine spannende Zeit und eine tolle Landschaft. Wer noch keine romatische und unterhaltsame  Urlaubslektüre hat liegt mit Brombeerblut auf jeden Fall richtig.

Buchinfos

  • Titel: Brombeerblut
  • Autor: Cornelia Briend
  • Verlag: Droemer Knaur – eRiginal
  • Erscheinungsjahr: 2014
  • ISBN: 978-3-426-42774-3
  • Format: Ebook, ca. 280 Seiten
  • Preis: 4,99 €
  • Bestellung: Droemer Knaur

 

Hallo! Mein Name ist Tina und ich blogge hier…hauptsächlich über Bücher und allem was dazu gehört. Ich würde mich freuen, wenn du mir einen Kommentar hinterlässt oder meinen Beitrag teilst.

Über Tina

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4 Kommentare zu “[Rezension] Brombeerblut

  1. Tut mir leid, dann dürfte dir das Buch sicher nicht gefallen – aber ich glaube ich mach mich jetzt auch erst mal wieder mehr auf die Suche nach Thrillern :-)

    LG
    Tina

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