Der Dichter des Teufels

[Rezension] Der Dichter des Teufels

Ich dachte ich versuche mich mal wieder an einem historischen Kriminalroman und da kam mir Tanja Schurkus „Der Dichter des Teufels“ gerade Recht.

Der Gendarm Picaud scheint ein Ermittler nach meinem Geschmack zu sein und so habe ich mich, übrigens vor allem von dem tollen Cover, verführen lassen diesen Krimi zu lesen :-)  Bei Krimis ist eine Zusammenfassung des Inhaltes ohne zu spoilern immer so schwer, deshalb habe ich dieses Mal den Teaser des Verlages genommen

Der Dichter des Teufels

Von Tanja Schurkus

Ein einsames Dorf anno 1812: Im Hunsrück glaubt man noch immer an dunkle Gestalten, die der Teufel höchstselbst auf die Erde schickt, um die Menschen heimzusuchen. Der Gendarm Picaud gibt nichts auf dieses Geschwätz – bis der junge Handwerksbursche Ferdinand ihn um Hilfe bittet: Seine Braut Lucinde ist in der Hochzeitsnacht verschwunden. Aber wurde die junge Frau wirklich von Dämonen geraubt? Picauds Ermittlungen führen nach Heidelberg. Dort begegnet er dem Dichter Sylavon, dessen Werk von Schauergestalten und Teufelswerk erzählt – und der eine geheimnisumwitterte rote Tinte begehrt, für die ihm kein Preis zu hoch ist … (Quelle: dotbooks)

Mein Eindruck:

Man hatte es im Mittelalter gar nicht so leicht, am Teufel vorbei zu kommen :-)

Die Helden

Die Protagonisten der Geschichte, allen voran der Gendarm Jean-Louis Picaud, sind sehr detailliert beschrieben und so kann ich sie mir durchaus bildlich vorstellen. Genauso übrigens wie ich mir seinen französischen Akzent gut vorstellen kann und es macht mir viel Spaß ihm quasi zuzuhören. Aber auch der brave Handwerksbursche Ferdinand und seine Braut Lucinde sind ausführlich beschrieben und haben viele liebevolle Details zu bieten. Ebenso Figuren, die eher als Randfiguren zählen, bekommen einen gut gezeichneten Platz in dieser Geschichte.

Die Schauplätze

Auf den Schauplatz des Geschehens hat Tanja Schurkus viel Wert gelegt und die Umgebung sehr ausführlich beschrieben. Orte und Schauplätze vermitteln ein sehr reges Bild vom Dorfleben – mit alle seinen nicht immer netten Düften übrigens :-) Aber die dunklen Wälder des Hunsrücks vermitteln dank der Beschreibung auch einen leicht gruseligen Eindruck und man kann sich vorstellen, dass es den Leuten leicht fiel hier an den Teufel und sein Unwesen zu glauben. Mal abgesehen vom französischen Gendarmen natürlich :-)

Der Humor

Auch der Humor kommt in diesem historischen Kriminalroman nicht zu kurz und so musste ich das eine oder andere Mal schon schmunzeln, wenn Picaud seine Weisheiten zum Besten gab und dachte mir oft, das er gar nicht so schlecht lag, mit seinen Einschätzungen. Aber mit seiner unnachahmlichen Art löst er den Fall am Ende natürlich auf und ich denke er wird sicher noch ein paar Fälle mehr bekommen.

Ein bisschen zu viel…

Auch wenn die Geschichte und ihr Held mit eigentlich recht gut gefallen haben, bin ich mir nicht sicher ob ich mir eine Fortsetzung auch kaufen würde. Zu oft habe ich mich dabei ertappt, dass ich anfing bei all den Beschreibungen quer zu lesen, weil ich den Faden der Krimihandlung verloren hatte. Für meinen ganz persönlichen Geschmack war es manches Mal zu ausführlich, zu blumig und deshalb etwas zu unübersichtlich. Aber vielleicht zähle ich auch eher zu den ungeduldigeren Lesern :-)

Mein Fazit:

Eine sehr schöne Geschichte mit sehr vielen detailverliebten Beschreibungen, die die Kriminalgeschichte immer mal wieder in den Hintergrund treten ließen.

Buchinfos

  • Titel: Der Dichter des Teufels
  • Autor: Tanja Schurkus
  • Verlag: dotbooks
  • Genre: Fantasy
  • Erscheinungsjahr: 2014
  • ISBN: 978-3-95520-665-9
  • Format: ebook ca. 329 Seiten
  • Preis: 5,99 €
  • Bestellung: dotbooks

 

Hallo! Mein Name ist Tina und ich blogge hier…hauptsächlich über Bücher und allem was dazu gehört. Ich würde mich freuen, wenn du mir einen Kommentar hinterlässt oder meinen Beitrag teilst.

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