der dunkle thron

[Rezension] Der dunkle Thron

Nach dem ganzen Gefummel wegen unserer defekten externen Festplatte lief ich ja schon langsam Gefahr, viereckige Augen zu bekommen und brauchte dringend mal was anderes :-)

Da ist es dann wirklich gut, wenn man sich ein Buch schnappen kann und sich ganz behaglich in eine andere, in diesem Falle, längst vergangene Zeit versenken kann.

Da ich wirklich liebend gerne historische Romane lese, kam mir mein neuestes Buch wirklich mehr als gelegen, auch wenn die englische Geschichte mich im Moment ein bisschen zu verfolgen scheint :-)

Schon die „Gebeine von Avalon“ befasste sich recht ausgiebig mit dem historischen England, allerdings aus einer etwas anderen Perspektive, denn es war ja eher ein Krimi und die Handlung spielte ein wenig später.

Dieses Mal durfte ich für bloggdeinbuch.de den Roman „Der dunkle Thron“ aus dem Luebbe Verlag lesen, eine Familiensaga die ebenfalls im historischen England spielt.

„Der dunkle Thron“ ist übrigens bereits der vierte Teil dieser Familiensaga, leider kenne ich die ersten drei nicht, aber mal sehen ob es auch ohne Vorkenntnisse geht.

Der dunkle Thron

Von Rebecca Gablé

 

Im England des Jahres 1529 steht der 14jährige Nick von Warringham vor einer beinahe unlösbaren Aufgabe.

Sein Vater, Jasper von Warringham stirbt im Tower of London, nachdem er dort wegen des Verdachtes der Ketzerei gefangen gehalten und gefoltert wurde, somit erbt Nick Titel, Gut und das Gestüt  von seinem Vater, aber auch dessen Schulden . [aartikel]3431038409:right[/aartikel]Noch dazu machen seine Stiefmutter und seine Stiefschwester ihm das Leben schwer.

Aber auch die politische Lage in England lässt ihn nicht zur Ruhe kommen, denn als strikter Katholik ist er natürlich gegen die Reformationspläne Henry VIII.

Dieser schließt seiner zweiten Ehefrau Anne Boleyn zu liebe seine Tochter Mary aus erster Ehe von der Thronfolge aus und als  Nicks Ausbilder und großes Vorbild Thomas More enthauptet wird, weil er die Anweisungen des Königs nicht mehr befürwortet, wird es auch für Nick immer gefährlicher und er beschließt unterzutauchen.

Einst hatte er Katharina, der ersten Ehefrau Heinrichs versprochen über ihre Tochter Mary zu wachen, also schleicht er sich in den Haushalt von Prinzessin Elisabeth ein, wo Mary mittlerweile lebt. Er verdingt sich als Stallbursche  und hält den Kontakt zu Katharina und zu seinen Freunden.

Ein Zufall entlarvt ihn und er landet, genau wie sein Vater, im Tower.

Aber das ist natürlich nicht das Ende der Geschichte – wer wissen will wie es weiter geht, der muss schon selber lesen :-)

 Mein Fazit:

Obwohl ich die ersten drei Teile der Saga nicht gelesen habe, hatte ich überhaupt kein Problem, mich in die Geschichte hineinzudenken.

Das liegt zum einen daran, dass ein Großteil der Geschichte tatsächlich so passiert ist und viele der handelnden Personen tatsächlich existiert haben und ich bekennender Fan der Serie „Die Tudors“ bin, so fühlte ich mich auf Anhieb zu Hause :-)

Der andere Grund ist, dass die von Rebecca Gablé erfundenen Personen so gut beschrieben und so gut in die historischen Tatsachen eingebunden sind, dass ich beim Lesen ganz vergessen habe, dass sie nur erfunden sind.

Der dunkle Thron - KarteDer stetige Wechsel zwischen Nicks privaten Problemen und den politischen Intrigen und Machtspielchen war gut dosiert, manchmal waren mir die Zeitsprünge innerhalb des Buches zu groß, aber das Buch behandelt einen Zeitraum von rund 25 Jahren, da bleibt das wohl nicht aus.

So manche historische Person betrachte ich jetzt vielleicht ein bisschen anders, wie z.B. Mary, die mir aus dem Geschichtsunterricht lediglich als „Bloody Mary“ in Erinnerung geblieben ist :-)

Der dunkle Thron - StammbaumWas mir neben der eigentlichen Geschichte und dem wunderbaren Schreibstil positiv aufgefallen ist, ist das  Rebecca Gablé (oder der Verlag) an die Leser gedacht hat, die so wie ich die ersten Bücher nicht gelesen haben oder mit den historischen Fakten nicht ganz so vertraut sind.

Am Anfang des Buches kann man bequem nachlesen, wer die wichtigsten Personen im Buch sind und welche davon historisch belegt sind, außerdem gibt es eine Karte des damaligen Englands. Am Ende des Buches gibt es einen Stammbaum der Familie Waringham der hilft, den Überblick nicht zu verlieren, wenn man die ersten Teile nicht kennt.

Jetzt,  nachdem ich „Der dunkle Thron“ gelesen oder besser verschlungen habe, verstehe ich dann auch das Vorwort:

 Dieser Roman ist Ihnen gewidmet. Genauer gesagt, all jenen Leserinnen und Lesern, die mir mit Zuschriften, Appellen, Drohbriefen und auf vielfältige andere Weise zu verstehen gegeben haben, dass sie wissen wollen, wie es mit dem Geschlecht derer von Waringham weitergeht.

 

Rebecca Gablés „Der dunkle Thron“ ist definitv ein Buch das ich am Ende mit ganz viel Bedauern zugeklappt habe – einfach weil es zu Ende ist und ich nicht weiß, wann es weiter geht!

Immerhin hat Frau Gablé sich dieses Mal mit dem Satz „Wer Mary sagt, muss auch Elisabeth sagen“ die Möglichkeiten für noch mehr Geschichten offen gehalten -das lässt mich doch auf jeden Fall hoffen *gg*

Bis dahin werde ich auf jeden Fall die ersten drei Bände auf meine Wunschliste setzen. Von mir erhält Der dunkle Thron 5 von 5 Sternen!

Buchinfos

  • Titel: Der dunkle Thron
  • Autor: Rebecca Gablé
  • Verlag: Luebbe Verlag
  • Genre: historischer Roman
  • Erscheinungsjahr: 2011
  • ISBN:3431038409
  • Form: Gebunden, 960 Seiten
  • Preis: 24,99 €
  • Bestellen im Luebbe Verlag: Der dunkle Thron

 

Hallo! Mein Name ist Tina und ich blogge hier…hauptsächlich über Bücher und allem was dazu gehört. Ich würde mich freuen, wenn du mir einen Kommentar hinterlässt oder meinen Beitrag teilst.

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