[Rezension] Der letzte Ritter vom Tempelhof: Das Mordkomplott

Heute gibt es mal wieder etwas historisches :-)

Das Buch Die letzten Ritter vom Tempelhof – Das Mordkomplott stammt von Matthias Gerwald, der schon zahlreiche Bücher über den Orden der Mönchsritter veröffentlicht hat und ein anerkannter Experte auf diesem Gebiet ist.

Aber auch Kriminalromane gibt es schon von ihm, allerdings sind diese unter seinem bürgelichen Namen Berndt Schulz veröffentlicht worden.

Einen davon, nämlich Die verzauberten Frauen habe ich bereits hier vorgestellt.

Der letzte Ritter vom Tempelhof – Das Mordkomplott

von Matthias Gerwald

Im Frühjahr 1311 erreichen beunruhigende Gerüchte die bedeutende Templerkommende Süpplingburg an der Salzstraße. Nach der Verhaftung aller Ordensbrüder in Frankreich unter dem Vorwurf der Ketzerei steht nun ein Prozess vor dem Papst bevor. Doch was bedeutet das für die niederdeutschen Templer? Droht auch ihnen Gefahr?

Stefan von Losa, obwohl noch jung an Jahren schon Fiskal des Ordenshauses und ein Veteran des Kampfes im Heiligen Land, schwant Übles. Die weltlichen und kirchlichen Herren, allen voran Graf Heinrich von Regenstein und Erzbischof Burchard von Magdeburg, werden immer dreister, sie wollen sich an die Stelle des Ritterordens setzen.

Nur mit größter Not entkommt Stefan auf Burg Schlanstedt im Huy einem Mordanschlag, dem zwölf seiner Gefährten zum Opfer fallen. Mit seinem Beichtvater und der jungen Fischertochter Rena flieht er nach Osten in die aufstrebende Komturei Tempelhof südlich der jungen Doppelstadt Berlin und Cölln. Das Bollwerk der askanischen Markgrafen verspricht Schutz, doch auch dort lauern schon die Feinde.

Mein Eindruck:

Gerwalds Schreibstil und Ausdrucksweise sind der Zeit in der das Buch spielt angepasst. Durch die sehr blumige und plastische Sprache wird man direkt in’s 14. Jahrhundert entführt und bekommt zuerst einmal eine kleine Einführung in die Ausgangssituation, die Welt der Tempelritter und deren problematische Situation im Jahre 1311.
[aartikel]3866807538:right[/aartikel]Vor allem die Tatsache, dass Matthias Gerwald sich schon sehr lange mit dem Orden der Tempelritter befasst, lässt sich zwischen den Zeilen immer wieder erkennen, wenn er Ordnungen,Tagesabläufe und tatsächliche historische Hintergründe in seinen Roman einfließen lässt.

Viel Daten und Fakten

Mir macht beides sehr viel Spaß, sowohl die Sprache, als auch die geschichtlichen Informationen – allerdings fingen die vielen Namen, Orte und welcher Herrscher nun wie und wo regiert irgendwann an zu stören., da ich mir soviele Daten und Fakten nicht merken konnte und wollte. Ich begann irgendwann etliche dieser Stellen zu überblättern, weil ich keine historische Abhandlung lesen wollte, sondern mich viel mehr interessierte, wie es mit Stefan von Losa,Rena und der Flucht weitergehen würde :-)

Auf der Flucht

Diese Flucht hätte eigentlich der spannendste Teil der Geschichte um den Tempelritter werden können – er wurde es aber leider nicht. Die drei Progonisten wandern von Ort zu Ort, verfolgt von einem „bösen“ Ritter,  in Richtung Tempelhof und als Leser erfahre ich durch die Berichte einiger Boten von etlichen politischen Querelen, die mich ehrlich gesagt so überhaupt nicht interessieren, weil sie für mich mit der eigentlichen Handlung  gar nichts zu tun haben. Gegen Ende gibt es noch eine goße Schlacht, [aartikel]3866809549:right[/aartikel]deren Sinn und Zweck ich auch nicht einordnen kann und ich bleibe mit ganz viel Erstaunen und Fragen zurück.

Showdown?

Der Anfang der Geschichte scheint völlig vergessen zu sein, der Tempelritter, sein Beichtvater und die schöne Fischertochter, der Ritter der die Flüchtenden verfolgt – es gibt weder eine Erklärung was denn nun mit ihnen passiert oder passiert ist, noch gibt es eine Art Cliffhanger zu einem nächsten Band. Ich erwarte nicht immer einen fulminanten Showdown, aber schon eine halbwegs befriedigende Auflösung :-)

Mein Fazit:

Der letzte Ritter vom Tempelhof: Das Mordkomplott ist sicherlich ein einigermaßen interessante Geschichtsstunde, aber die Spannung die der Titel verspricht, hält das Buch nicht. Eine Empfehlung fällt mir hier ziemlich schwer, aber vielleicht ist das Buch etwas für Menschen die sich für den Orden der Tempelritter interessieren und Geschichte gern in Geschichten verpackt mögen. Der Erzählstil und die Art wie Matthias Gerwald ein Bild der damaligen Zeit für mich zeichnete haben mich trotz gewisser Mankos in der Handlung das Buch zu Ende lesen lassen, deshalb gibt es von mir 3 von 5 Sternen.

[green_box] Buchinfos    

  • Titel: Der letzte Ritter vom Tempelhof: Das Mordkomplott   
  • Autor: Matthias Gerwald   
  • Verlag: Sutton Verlag   
  • Genre: hist. Roman   
  • Erscheinungsjahr: 2012  
  • ISBN: 978-3-95400-034-0   
  • Form: broschiert,  288 Seiten  
  • Preis: 12,00 € [/green_box]

Hallo! Mein Name ist Tina und ich blogge hier…hauptsächlich über Bücher und allem was dazu gehört. Ich würde mich freuen, wenn du mir einen Kommentar hinterlässt oder meinen Beitrag teilst.

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