Die Wächter

[Rezension] Die Wächter – Licht & Dunkelheit

Die Wächter – Licht & Dunkelheit ist eine Art SpinOff zur 6teiligen Wächter-Serie von Sergej Lukianenko, die ich leider immer noch nicht komplett gelesen habe. Aber ich dachte mir ich fange dieses Mal etwas zeitiger an, denn die drei Bände die ich aus der Wächter-Serie gelesen habe, haben mir ausgesprochen gut gefallen. Nicht dass es wieder so viele Bände gibt, die ich nachholen muss :-)

Der Magier Dimitri Drejer arbeitet als Lehrer an einer Schule für die „Anderen“ – das heißt, er unterrichtet Gestaltswandler, Hexen, Vampire, Magier und was noch so alles gibt. Im Gegensatz zu vielen seiner Kollegen unterrichtet er vorurteilsfrei, was ihm den Respekt und das Vertrauen seiner Schüler einbringt, allerdings auch immer mal wieder Ärger.

Eines Tages kommt er einer Verschwörung auf die Spur, die alles ändern könnte, was bisher Gültigkeit hatte und es ist an ihm, sie aufzuhalten.

Die Wächter – Licht & Dunkelheit

Sergej Lukianenko

Als Dimitri nun zum ersten Mal das „Kinderzimmer der Nachtwache“, also die Abteilung für Minderjährige, betrat, blieb ihm schier die Spucke weg. Die Wächter – Licht & Dunkelheit, S. 87

Mein Eindruck:

Die Protagonisten

Davon gibt es einige, aber in der Hauptsache dreht es sich um Dimitri Drejer, einen Lehrer am Internat für die „Anderen“. Dimitri ist ein netter Kerl, ziemlich gutmütig und leider manchmal auch ziemlich gutgläubig und naiv, was mich gelegentlich an den Rand des Wahnsinns gebracht hat. Dimitri selber gehört zu den „Lichten“, ein Zauberer siebten Grades, der gegen die Inquisition angeht, später aber selber dazugehört. Was genau er denn nun gegen die Inquisition hat, warum er dann doch dazu gehört und wie er so mühelos diverse Zaubergrade überspringen kann, habe ich leider nicht wirklich verstanden.

Die Story

Hm – ganz kurz gefasst streiten sich hier diverse Gruppen von Lichten, Dunklen und Grauen um einen sehr begabten Teenager, der zu allem Überfluss auch noch verliebt ist :-) Die ganze Geschichte spielt geraume Zeit nach den ersten Wächter-Romanen, aber man muss sie nicht gelesen haben, um die seltenen Anspielungen darauf zu verstehen. Das Buch ist recht unterhaltsam, aber mir fehlt die Spannung, das mystische und mitreißende Charaktere. Zu keiner Zeit hat es mich wirklich mitgenommen in die düsteren Abgründe, so wie es die anderen Wächter-Romane getan haben.

Ach ja – auch wenn Sergej Lukianenko dem immer wieder widersprochen hat – das Internat für die „Anderen“ erinnert schon sehr an Hogwarts – aber es kommt zu keiner Zeit an Hogwarts heran, tut mir leid.

Der Schreibstil

Sergej Lukianenko ist ein grandioser Schriftsteller, das hat er bereits mit seinen ersten Wächter-Romanen bewiesen – aber davon ist in Die Wächter – Licht & Dunkelheit nicht viel zu merken. Das Ganze wirkt lieblos und vermittelt mir mehr den Eindruck, als müsse hier noch schnell was hinterher geschoben werden, um noch ein bisschen was zu verdienen. Die Charaktere haben überhaupt keinen Tiefgang, die eigentliche Geschichte verliert sich ständig in Belanglosigkeiten und es gibt niemanden in diesem Roman, mit dem ich auch nur ein bisschen mitgefiebert hätte. Trotzdem hat mir der Schreibstil an sich gut gefallen, aber Stil alleine reichte mir nicht.

Mein Fazit:

Gut gemeint ist selten gut gemacht. Das beweist sich auch wieder mit Die Wächter – Licht & Dunkelheit. Mir hat das Buch überhaupt nicht zugesagt, deshalb gibt es auch keine Leseempfehlung. Schade drum.

Buchinfos

  • Titel: Die Wächter – Licht & Dunkelheit
  • Originaltitel: Школьный Надзор
  • Autor: Sergej Lukianenko
  • Übersetzer/in: Christiane Pöhlmann
  • Verlag: Heyne
  • Genre: Fantasy
  • Erscheinungsjahr: 2015
  • ISBN: 978-3-453-31651-5
  • Form: broschiert,  464  Seiten
  • Preis: 14,99 €
  • Bestellung: Heyne
Hallo! Mein Name ist Tina und ich blogge hier...hauptsächlich über Bücher und allem was dazu gehört. Ich würde mich freuen, wenn du mir einen Kommentar hinterlässt oder meinen Beitrag teilst.

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