Gezeichnet

[Rezension] Gezeichnet – House of Night 1

Ich hatte ein bisschen Leerlauf, was Bücher anbelangt. Kennt ihr das? Ich hatte zwar verschiedene Bücher zu Hause, aber keine rechte Lust anzufangen. Also habe ich mir erst mal ein Buch auf meinem Reader vorgenommen. Nicht zu lang, nicht besonders anspruchsvoll oder schwierig und bin so bei Gezeichnet von Mutter und Tochter Cast gelandet.

Gezeichnet – House of Night 1

Von P.C. und Kristin Cast

Zoey ist ein ganz normaler Teenager mit Freunden, Schulärger und einem Elternhaus in dem sie sich nicht so richtig wohl fühlt. Dann sieht sie eines Tages jemanden neben ihrem Schulspint stehen – dieser jemand ist eindeutig tot und hat eine unangenehme Überraschung für Zoey. Er verpasst ihr das Mal, dass sie als Vampir kennzeichnet.

Für Zoey bedeutet das, dass sie ins Vampir-Internat House of Night wechseln muss – ob sie will oder nicht. Dazu kommt, dass sie erfährt, dass sie nicht irgendein Vampir ist, sondern das sie besondere Fähigkeiten besitzt.

Meine Meinung:

Zuviel Werbung tut auch nicht immer gut.

Die Grundidee

Die Grundidee der House of Night Serie ist eigentlich nett. Vampire sind in dieser Welt nicht unbedingt die beliebtesten Typen, aber ihre Existenz ist allgemein bekannt. Auch Zoey hat die entsprechende genetische Veranlagung und wechselt nach ein paar Schwierigkeiten und Enthüllungen ins Vampir-Internat House of Night. Hier muss sie lernen sich in ihr Vampirleben einzufinden.

Internatsleben

Es gibt ein paar interessanten Schulfächern wie z.B. Vampirsoziologie , sie essen durchaus auch gerne mal was mit Knoblauch, nur die Sonne mögen auch diese Vampire nicht. Ansonsten gibt es, wie in jeder anderen Internatsgeschichte die üblichen Querelen und Zickereien aber eben auch neue Freunde. Natürlich gibt es auch die üblichen Zweifel im Bezug auf die Jungen – lieber den gutmütigen, etwas langweiligeren Kandidaten oder doch den gutaussehenden, charismatischen Geheimniskrämer?

Schreibstil

Der Schreibstil von P.C. und Kristin Cast ist zumindest ein bisschen gewöhnungsbedürftig, aber nicht unbedingt schlecht. Mir persönlich gab es zu viel „schlechte“ Umgangssprache (vermutlich bin ich einfach zu alt) und ganz eindeutig zu viele Klammern. Das Buch ist aus Zoeys Sicht geschrieben, müssen da ihre Gedanken immer noch mal extra in Klammern gesetzt werden? Aber der Spannungsbogen wird gut aufgebaut und endet mit einem Cliffhanger, um zum Kauf des nächten Teiles zu animieren.

Werbung?

Ziemlich irritiert hat mich die Werbung für diese Serie. Die einzig legitime Nachfolge-Serie der Bis(s)-Romane – ich bin jetzt nicht wirklich ein Bis(s)-Fan, habe aber zwei Teile dieser Reihe gelesen. Mal abgesehen davon, dass ich finde man kann die beiden Serien inhaltlich nicht miteinander vergleichen, denke ich auch die schriftstellerischen Qualitäten gehen hier ziemlich weit auseinander. Ich hoffe, Stephenie Meyer war zumindest finanziell an der Werbung beteiligt.

Indianisches Erbe

Ein bisschen versöhnt haben mich die Passagen in denen es um das indianische Erbe von Zoey geht und wie diese damit umgeht. Großmutter Redbird ist offensichtlich eine patente Frau, die mit ihrer Enkelin auch in ihrem neuen Leben gut klar kommt. Die vampirischen Angewohnheiten mit alten indianischen Ritualen ein bisschen zu „unterwandern“ fand ich eine nette Idee.

Mein Fazit:

House of Night ist offenbar ganz eindeutig ein Jugendroman bzw. eine sehr jugendliche Romanserie. Sie ist durchaus spannend, mir aber zu durchsichtig und mit dem Schreibstil konnte ich mich nicht so recht anfreunden. Aber ich bin mir sicher, es gibt reichlich Fans dieser Serie, die das anders sehen und ihre Freude an dieser Reihe haben.

Buchinfos

  • Titel: Gezeichnet
  • Autor: P.C. Cast/Kristin Cast
  • Übersetzer/in: Christine Blume
  • Verlag: Fischer Verlage
  • Genre: Fantasy
  • Erscheinungsjahr: 2010
  • ISBN: 978-3-10-400311-5
  • Format: Taschenbuch, 464 Seiten/e-book
  • Preis: 8,99 €/8,99 €
  • Bestellung: Fischer Verlage
Hallo! Mein Name ist Tina und ich blogge hier...hauptsächlich über Bücher und allem was dazu gehört. Ich würde mich freuen, wenn du mir einen Kommentar hinterlässt oder meinen Beitrag teilst.

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