Japantown

[Rezension] Japantown

Üblicherweise lese ich Bücher gerne in der richtigen Reihenfolge, aber bei Japantown und Tokio Kill ist mir das nicht gelungen :-) Tokio Kill habe ich als Rezensionsexemplar zugesandt bekommen und habe erst beim Lesen festgestellt, dass es der zweite Teil einer Reihe ist.

Also habe ich mir dann Japantown später gekauft und – es hat ein bisschen gedauert – jetzt gelesen :-)

Japantown

Barry Lancet

Jim Brodie ist Kunsthändler mit dem Schwerpunkt auf japanische Antiquitäten und Mitbesitzer einer Security-Firma mit Hauptsitz in Tokio. Seine Kenntnisse über Japan haben der Polizei in San Francisco schon öfter gute Dienste geleistet und so wird er als Berater bei einem grausamen Familienmord hinzugezogen.

Seine Ermittlungen führen ihn zwar auf die richtige Spur, aber sie bringen nicht nur ihn und seine kleine Tochter in Gefahr, sondern jeden der ihm nahesteht.

Mein Einduck:

Angestrahlt vom unbarmherzigen weißen Licht der Scheinwerfer lag da das gleiche Kanji, das ich am Morgen nach dem Tod meiner Frau entdeckt hatte. Japantown, S. 31

Sympathischer Ermittler

Jim Brodie ist ein netter Typ :-) Er besitzt die goldene Mischung aus Draufgänger und Grübler, beherrscht mehrere Kampfkünste und hat einen scharfen Verstand. Trotzdem ist er nicht der Überflieger beim Ermitteln, sondern manchmal ist ihm auch einfach das Quäntchen Glück hold, dass man wohl in diesem Job braucht.

In Japantown erfahre ich dann auch die Dinge, die mir in Tokio Kill gefehlt haben. Ich weiß jetzt was mit seiner Frau passiert ist, wieso er die Security-Firma geerbt und behalten hat, alles Dinge, die mir bei Tokio Kill ein Rätsel waren und mir einfach gefehlt haben, um das Bild abzurunden.

Spannender Plot

Die Ermittlungen im Mordfall der japanischen Familie führen Jim Brodie von San Francisco nach Tokio und die japanische Provinz. Hier bekommt er es mit einer Art Geheimgesellschaft zu tun, die Strenge Sitten und Gebräuche hat – die auch gelegentlich Todesopfer fordern. Nach und nach deckt er immer weitere Verflechtungen dieser Gesellschaft mit der Politik auf und seine Lage wird immer gefährlicher. Auch mir als Leser erschließen sich die Zusammenhänge erst so nach und nach.

Ansprechender Erzählstil

Barry Lancets Art, die Geschichte zu erzählen gefällt mir unheimlich gut. Ruhige Passagen wechseln sich mit Actionszenen ab, zwischendurch erfahre ich so manches über japanische Kultur und Sitten, ohne jemals das Gefühl zu haben, belehrt zu werden. Man merkt auf jeden Fall, dass der Autor selbst lange Jahre in Japan gelebt hat und weiß wovon er redet. Wie realistisch das Szenario nun ist, ist mir ehrlich gesagt relativ egal, ich habe mich mit Japantown glänzend unterhalten, genau wie mit Tokio Kill.

Mein Fazit:

Ein superspannender Thriller, nicht nur für Japan-Fans. Ich freue mich jedenfalls jetzt schon auf weitere Abenteuer von Jim Brodie :-)

Buchinfos

  • Titel: Japantown
  • Originaltitel: Japantown
  • Autor: Barry Lancet
  • Übersetzer/in: Joannis Stefanidis
  • Verlag: Heyne
  • Genre: Thriller/Krimi
  • Erscheinungsjahr: 2014
  • ISBN: 978-3-453-43780-7
  • Form: Taschenbuch, 592  Seiten
  • Preis: 9,99 €
  • Bestellung: Heyne
Hallo! Mein Name ist Tina und ich blogge hier…hauptsächlich über Bücher und allem was dazu gehört. Ich würde mich freuen, wenn du mir einen Kommentar hinterlässt oder meinen Beitrag teilst.

Über Tina

Hallo! Mein Name ist Tina und ich blogge hier...hauptsächlich über Bücher und allem was dazu gehört. Ich würde mich freuen, wenn du mir einen Kommentar hinterlässt oder meinen Beitrag teilst.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.