Oneiros

[Rezension] Oneiros – Tödlicher Fluch

Zum Muttertag habe ich von meinen Töchtern  Oneiros – Tödlicher Fluch geschenkt bekommen, da sieht man mal wieder, wie gut meine Mädchen mich kennen :-)  Außerdem haben sie keine Mühen gescheut das Buch zu bekommen, denn der Buchhändler wollte meiner Jüngsten das Buch gar nicht verkaufen, also wurde die Große dann per Handy dazugeholt und durfte das Buch dann erwerben.

Liebe Meyersche – das Buch war wirklich ein Muttertagsgeschenk (wenn auch vielleicht nicht ganz das, was zu diesem Anlaß so üblich ist) aber ich finde es wirklich toll, dass ihr darauf achtet, wem ihr welche Bücher verkauft. Auch ich würde meiner Kleinen das Buch nicht zu Lesen geben, als Kinder – oder Jugendbuch ist nun wirklich nicht geeignet!

Oneiros – Tödlicher Fluch

Von Markus Heitz

In Paris rast eine A380 beim Landeanflug über das Rollfeld hinaus, direkt in einen der Terminals hinein. Wie sich kurze Zeit später herausstellt, waren zum Zeitpunkt des Aufpralls bereit alle Menschen an Bord, Passagiere wie Personal, bereits tot. Alle bis auf Einen, der sich zu diesem Zeitpunkt im Waschraum aufhielt. Die Ursache für dieses plötzliche Massensterben ist vollkommen ungeklärt, aber die Regierung geht erst einmal von einem terroristischem Anschlag mit einem bisher unbekannten Giftgas aus.

Konstantin Korff, Bestatter und Thanatologe aus Leipzig, wird beauftragt sich um eines der Opfer dieser Katastrophe zu kümmern und macht sich auf den Weg nach Paris. Er glaubt nicht an einen Terrorakt, seine Vermutung ist eine ganz andere.

Auch das MI6, der britische Geheimdienst ist an der Sache dran und  Konstantins alter Freund Jester  ist im Auftrag seiner Majestät ebenfalls auf der Suche nach dem Verursache des Ganzen. Schnell finden Konstantin und Jester heraus, dass sie nicht die Einzigen sind die wissen, was wirklich hinter dem Unglück steckt. Unterschiedliche Menschen sind aus unterschiedlichen Gründen auf der Jagd nach dem Verursacher der Katastrophe. Manche sind aber auch auf der Jagd nach Konstantin Korff und ein Wettlauf  über den halben Globus mit ungewissem Ausgang beginnt!

Mein Eindruck:

Oneiros wird in unterschiedlichen Handlungssträngen erzählt, die, wie immer bei Markus Heitz, geschickt miteinander verwoben werden bis sie irgendwann zu einem Gesamtbild führen. Geschickt verteilte Andeutungen haben mich als Leser immer wieder mitraten und mitfiebern lassen und haben dafür gesorgt, das ich das Buch nur ungern aus der Hand gelegt habe :-)

Authentische Charaktere und viel Action

Heitz verzichtet auch in Oneiros darauf seine Charaktere als ausschließlich gut oder böse darzustellen, alle haben sowohl die eine, als auch die andere Seite in sich. Gerade das lässt die handelnden Personen so authentisch und realistisch erscheinen. Auch Figuren die nur relativ kurz in Erscheinung treten, sind sehr detailliert und liebevoll gezeichnet und hin und wieder habe ich es wirklich bedauert, wenn sie wieder von der Bildfläche verschwanden. Besonders gefallen hat mir übrigens Marna Herbst, eine Edelsteinhändlerin, die einiges an Komik und Sarkasmus in die Story einbringen durfte.

Auch auf die gewohnte Action muss man in Oneiros nicht verzichten, wie z. B. eine Verfolgungsjagd durch einen Autobahntunnel, der sich bestimmt so 1:1 verfilmen ließe und auch diverse Schießereien, Schlägereien und alles was man so aus guten Action-Filmen so kennt sind ausreichend vorhanden :-)

Gut recherchiert und ein roter Faden

Gut recherchiert sind auf jeden Fall die Teile, die die Arbeit als Bestatter und Thanatologe betreffen – das kann ich zur Abwechslung mal aus eigener Erfahrung heraus beurteilen. Zu den Unterschieden der tatsächlichen Möglichkeiten der Medizin und dem was die Wissenschaftlerin Kristin von Windau durchführt äußert sich Prof. Dr. Joachim Oertel am Ende des Buches ja noch einmal. Aber ein Roman ist ja keine wissenschaftliche Abhandlung – das wäre ja auch viel zu langweilig. Schließlich ist ja auch der Fluch um den es in Oneiros immer wieder geht reine Fiktion – hoffe ich doch mal *gg*

Als roter Faden in der ganzen Geschichte und als Bindeglied zwischen den einzelnen Charakteren und Handlungssträngen ist eine altbekannte Figur – Gevatter Tod. Kann man ihn austricksen? Kann man mit ihm handeln? Was passiert wenn er ausgetrickst wurde?

Hierzu sind immer wieder verschieden alte, teils bekannte, teils unbekannte Märchen im Buch zu finden, die Konstantin Korff auf der Suche nach der Wahrheit als Hilfe zur Hand nimmt. Auch diese „eingestreuten“ Märchen und die kurzen Gedichte oder Sprüche zum Thema Tod am Anfang jedes Kapitels verleihen dem Buch für mich noch mal eine ganz besondere Atmosphäre.

Das Buch endet, wie so oft bei Markus Heitz, zwar in sich schlüssig und mit einem großartigen Showdown, aber es lässt durchaus Raum für Spekulationen auf eine Fortsetzung – worauf ich doch sehr hoffe :-)

Mein Fazit:

Dieses Buch ist zwar durchaus anders als andere Bücher aus der „Pakt der Dunkelheit“-Reihe, es gibt weder Vampire und Werwolfe, noch Dämonen aber es ist deshalb nicht weniger spannend. Markus Heitz ist ein großartiger Erzähler, was er mit diesem Buch erneut eindrucksvoll beweist. Wer sich gerne spannend und im wahrsten Sinne des Worte fantastisch unterhalten lässt, dem kann ich Oneiros – Tödlicher Fluch nur wärmstens empfehlen.

Buchinfos

  • Titel: Oneiros – Tödlicher Fluch
  • Autor: Markus Heitz
  • Verlag: Droemer Knaur
  • Genre: Fantasy
  • Erscheinungsjahr: 2012
  • ISBN: 978-3-426-50590-8
  • Format: Taschenbuch, 624 Seiten
  • Bestellung: Droemer Knaur

 

Hallo! Mein Name ist Tina und ich blogge hier…hauptsächlich über Bücher und allem was dazu gehört. Ich würde mich freuen, wenn du mir einen Kommentar hinterlässt oder meinen Beitrag teilst.

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