Blauer Montag

[Rezension] Blauer Montag

In diesem Monat lautet das Thema der Motto Challenge2016 „Reihen“ –  und Blauer Montag von Nicci French passt genau dazu.

Blauer Montag

Nicci French

Frieda Klein ist Psychotherapeutin mit einer kleinen Praxis mitten in London.  Zu ihren Patienten gehört auch Alan Dekker, der wegen seines unerfüllten Kinderwunsches bei ihr in Behandlung ist. Jedes Detail des Sohnes, den er sich sehnlichst wünscht, bespricht er in den Sitzungen mit Dr. Klein.

Als das spurlose Verschwinden des fünfjährigen Matthew durch die Presse geht, stellt Frieda Klein mit Entsetzen fest, dass dieser Junge haargenau dem Kinderwunsch ihres Patienten entspricht. Unsicher ob sie das richtige tut, wendet sie sich mit ihrer Vermutung an die Polizei.

Mein Eindruck:

In solchen Nächten, in denen sie nicht schlafen konnte, genoss sie es, endlos dahin zumarschieren und auf diese Weise das ganze Zeug aus ihrem Kopf herauszubekommen. Blauer Montag, Nicci French

Leise Töne

Blauer Montag ist ein Thriller der eher leisen und bedächtigen Töne. Es fließt kaum Blut, es passieren wenige Grausamkeiten, aber trotzdem versteht Nicci  French es die Spannung  gut  aufrecht zu erhalten. Es gibt zwischendurch immer mal ein paar kleinere Passagen, die ich eher langatmig fand – aber da dies der erste Teil einer Reihe ist, gilt es natürlich auch erst mal die Protagonisten einzuführen

Jeder kann der Täter sein

Diese Protagonisten sind recht zahlreich und werden sehr oft und  detailreich beschrieben. In der Hauptsache hat man es aber als Leser mit Dr. Frieda Klein, DCI Malcom Karlsson und natürlich Matthew, dem entführten Jungen zu tun. Je mehr man aber auch die anderen Charaktere kennenlernt, umso misstrauischer wird man :-) Zum  Ende hin, die Auflösung  in Sicht, tummeln sich immer mehr Personen in dem Buch, denen man die Tat auf jeden Fall zutraut.

Die Abgründe des  Lebens

Das Autorenduo Nicci Gerrard und Sean French sind wahre Meister darin, all die kleinen und großen Abgründe des Lebens aufzudecken. Geschickt säen sie diese kleinen Hinweise, die jemanden ganz schnell in unserer Vorstellung zu Serienmörder werden lassen. Obwohl Dr. Klein auch ihre ganz persönlichen, dunklen Geheimnisse mit sich herumträgt, bleibt sie übrigens die einzige, die ich nicht verdächtigt habe :-) Obwohl ich am Ende einen ganzen Haufen mögliche Täter ausgemacht habe, hat mich dann die Auflösung doch geschockt. Aber so soll das ja auch sein :-)

Ein bisschen jammern :-)

Grundsätzlich mag ich Nicci Frenchs eher langsame, bedächtige Art eine Geschichte zu erzählen, trotzdem finde ich am Anfang des Buches wäre etwas weniger mehr gewesen. Irgendwann ist der x-te nächtliche, gedankenträchtige  Spaziergang von Frieda Klein einfach nicht mehr interessant. Dazu kommt, dass mir der eigentliche Fall, die Entführung des kleinen Matthew, ein bisschen zu kurz kommt.

Mein Fazit:

Eine sehr subtil aufgebaute Geschichte, ganz wenig blutige Details und dafür haufenweise Verdächtige. Wer eher langsam erzählte Geschichten mag, ist mit Blauer Montag von Nicci French auf jeden Fall gut bedient!

Buchinfos

  • Titel: Blauer Montag
  • Originaltitel:Blue Monday
  • Autor: Nicci French
  • Übersetzer/in: Birgit Moosmüller
  • Verlag: C. Bertelsmann
  • Genre: Thriller
  • Erscheinungsjahr: 2012
  • ISBN: 978-3-641-09363-1
  • Form: epub,  ca. 480  Seiten (im Paperback)
  • Preis: 8,99 €
  • Bestellung: C. Bertelsmann

Reiheninfo

  • Blauer Montag
  • Eisiger Dienstag
  • Schwarzer Mittwoch
  • Dunkler Donnerstag
  • Mörderischer Freitag
  • Böser Samstag

 

Hallo! Mein Name ist Tina und ich blogge hier...hauptsächlich über Bücher und allem was dazu gehört. Ich würde mich freuen, wenn du mir einen Kommentar hinterlässt oder meinen Beitrag teilst.

Über Tina

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2 Kommentare zu “[Rezension] Blauer Montag

  1. Hey Tina,

    ja, die Story ist in ruhigerem Fahrwasser geschrieben. Auch wenn ich sonst gern pfeffriges mag, mochte ich auch dieses Buch einfach mal als einen Ausgleich :-).

    Liebe Grüße

    Nisnis

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