Cleopatra

[Rezension] Cleopatra

Cleopatra passt hervorragend zum August-Thema der Motto Challenge 2016, denn da geht es um Fernweh. Aber Cleopatra handelt gar nicht in Ägypten sondern – man höre und staune – in den Niederlanden :-) Nicht wirklich exotisch, aber eben nicht in Deutschland*gg*

Cleopatra

Felix Thijssen

Max Winter war Polizist, wurde im Dienst angeschossen und sollte dann Schreibtischdienst verrichten. Darauf hatte er so gar keine Lust und beschloss in Zukunft als privater Ermittler zu arbeiten. Sein Auftraggeber im Fall Cleopatra ist der ehemalige Staatsanwalt Meulendijk und Lonneke Cleveringa, die Tochter des Mannes, unter dessen Tennisplatz eine Leiche gefunden wurde. Max Winters Aufgabe ist es, zu klären, ob die Leiche Lonnekes  Mutter Cleopatra ist. Diese verschwand nach einem Flugzeugabsturz, aber ihre sterblichen Überreste wurden niemals gefunden.

Mein Eindruck:

Ich sah, wie ihre Miene bei meiner Wortwahl für einen Moment frostig wurde. Es gibt keine Frau auf der Welt, die es angenehm findet, an Vorgängerinnen erinnert zu werden, und höchstens eine von zehn hadert nicht mit der Vergangenheit ihres Mannes. Cleopatra, S.24

Max Winter

Der Held der Geschichte, Max Winter, ist eine sehr sympathische Figur. Er nimmt die Dinge wie sie kommen, hadert nicht mit seinem „Schicksal“, sondern erledigt seinen neuen Job mit Leidenschaft. Dass man das dann auch gerne mal mit etwas unkonventionellen Mitteln, die einem als Beamten verwehrt sind, tun kann, macht ihm sichtlich Spaß. Das zu ist er ein bisschen ironisch, was  mir sehr mir immer gut gefällt.

Cleopatra

Die Geschichte um Cleopatra Cleveringa ist gut durchdacht und wird aus Sicht von Max Winter erzählt. Kontinuierlich und nachvollziehbar schreitet die Ermittlung voran und immer mehr Geheimnisse aus dem vermeintlich so vornehmen Leben der Verstorbenen kommen ans Licht. Da Lonnekes Vater, und somit Cleopatras Ehemann,  früher Außenminister war, gibt es jede Menge Widerstände gegen Winters Ermittlungen – aber das spornt ihn eher an.

CyberNell

Den größten Teil der Ermittlungen betreibt Max Winter als Einzelkämpfer, mit gelegentlicher Unterstützung einiger eher halblegaler Kräfte. Besonders sei hier Cornelia erwähnt, die in den späteren Romanen seine Lebensgefährtin wird. In diesem ersten Band fungiert sie als Hackerin, mit dem wahnsinnig kreativem Namen „CyberNell“ – glücklicherweise ist sie cleverer, als ihr Pseudonym vermuten lässt :-)

Das Ende

Die Geschichte endet so solide, wie sie begonnen hat. Max klärt alles auf, schluckt den Köder mit dem Serientäter nicht und alle offenen Fragen klären sich am Ende des Buches. Felix Thijssens Schreibstil ist wahnsinnig angenehm zu lesen und so war ich mit Cleopatra schnell durch und ganz glücklich damit :-) Ich denke, das wird nicht das letzte Buch von ihm gewesen sein, dass ich lese.

Mein Fazit:

Ein solider, spannender Krimi. Angenehm geschrieben, sehr gut lesbar und nicht zu dick, was ihn zu einem tollen Buch für zwischendurch macht.

Buchinfos

  • Titel: Cleopatra
  • Originaltitel: Cleopatra
  • Autor: Felix Thijssen
  • Übersetzer/in: Stefanie Schäfer
  • Verlag: Grafit
  • Genre: Krimi
  • Erscheinungsjahr: 2000
  • ISBN: 978-3894255046
  • Form: TB,  345  Seiten
  • Preis: 9,95 €
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Über Tina

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