Der Gefrierpunkt des Blutes

[Rezension] Der Gefrierpunkt des Blutes

Wartezeiten beim Arzt überbrückt man am besten mit einem Buch und Der Gefrierpunkt des Blutes ist kurz genug um beinahe genau in die Warteschleife zu passen. Dazu passt der Titel und das Cover hervorragend zur ersten Monatsaufgabe der Motto-Challenge 2017, da ich es schon seit Ende 2015 auf meinem Reader habe :-)

Der Gefrierpunkt des Blutes

Von Antonio Manzini

Zur Beginn der Wintersaison entdeckt der Fahrer einer Pistenraupe einen Toten im Schnee – einen Toten den er zuvor offensichtlich überrollt hat. Aber der Vizequestore Rocco Schiavone und sein Team können den armen Raupenfahrer beruhigen, das Opfer war schon tot, als er es überrollt hat. Bleibt die Frage, was passiert ist und wer schuld am Tod des armen Mannes war. War es ein Unfall? Hatte die Mafia ihre Finger im Spiel? Oder war es das tragische Ende eines Beziehungsdramas?  Widerwillig, aber trotzdem neugierig beginnt Rocco Schiavone zu ermitteln.

Schiavone ließ die Hand, in der er das Handy hielt, auf die Matratze sinken, schloss die Augen und murmelte resigniert: „Eine Leiche … verdammte Scheiße!“ Eine Zehn. Das ging ihm jetzt wirklich gewaltig auf den Sack! Im höchsten Maße, summa cum laude sozusagen! Der Gefrierpunkt des Blutes S.6

Mein Eindruck:

Das das Büchlein nur 288 Seiten hat, fällt auch die Rezension ein bisschen kürzer aus :-)

Der Protagonist

Vizequestore Rocco Schiavone ist unbestreitbar der Protagonist dieser Geschichte – und er würde es jedem sehr übel nehmen, der das bestreitet :-) Er wurde von Rom strafversetzt ins eigentlich eher beschauliche Aosta-Tal, nachdem er sich mit einem Staatsanwalt geprügelt hat und fühlt sich hier, vor allem im Winter, vollkommen fehl am Platz. Daraus macht er auch keinen Hehl – er ist überheblich, arrogant, zynisch und mürrisch. Allerdings helfen ihm Alkohol, Cannabis und schöne Frauen dabei, sich langsam einzuleben.

Auf einer Skala von…

Rocco Schiavones Eigenarten haben es mir nicht leicht gemacht, dieses Buch zu lesen. Er teilt seine Mitmenschen an Hand einer Bewertungsskala ein, bei der 6 die niedrigste Bewertung ist – vorgesehen z.B. für Ehefrauen oder Hausangestellte – und 10 die höchste für besonders widerwärtige Dinge – Der Gefrierpunkt des Blutes Pinwie z.B. einen Fall lösen zu müssen. Wo auf dieser Skala allerdings seine geliebten Wildlederslipper stehen, die in einem Skigebiet denkbar ungeeignet  sind habe ich nicht herausgefunden :-)

Oh Wunder – Fall gelöst

Auch für gelegentliche, eher halbseidene, Geschäfte hat der Vizequestore stets ein offenes Ohr – wenn er nicht gerade einen Joint raucht oder sein Liebesleben genießt. Ein Wunder, dass er bei all dem Stress überhaupt den Fall des von der Pistenraupe überfahrenen Mannes löst – aber als Gegenleistung konnte er ja auch mit seiner nicht besonders einfühlsamen Art seinen Frust an den Verdächtigen und Zeugen ablassen.

Mein Fazit:

Ich weiß, es gibt einen zweiten Band rund um den rüpelhaften Vizequestore, aber den werde ich mir nicht antun. Ich fand schon diesen weder spannend noch sonderlich amüsant, sondern eher wie einen schweren Verkehrsunfall, man weiß, man sollte nicht hinsehen, kann aber auch nicht wegsehen.

Buchinfos

  • Titel: Der Gefrierpunkt des Blutes
  • Originaltitel: Pista nera
  • Autor: Antonio Manzini
  • Übersetzer/in: Anja Rüdiger
  • Verlag: Rowohlt e-Book Verlag
  • Genre: Krimi
  • Erscheinungsjahr: 2014
  • ISBN: 978-3-644-51501-7
  • Form: Ebook,  288  Seiten
  • Preis: 9,99 €
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Hallo! Mein Name ist Tina und ich blogge hier...hauptsächlich über Bücher und allem was dazu gehört. Ich würde mich freuen, wenn du mir einen Kommentar hinterlässt oder meinen Beitrag teilst.

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