Die Kinder

[Rezension] Die Kinder

Auf Die Kinder von Wulf Dorn war ich ziemlich gespannt. Wulf Dorn läuft einem ja ziemlich häufig über den Weg, wenn man sich im „Thriller-Universum“ bewegt – aber ich habe noch nie ein Buch von ihm gelesen …

Die Kinder

Wulf Dorn

Der Psychologe Doktor Robert Winter wird von der Polizei zu einem rätselhaften, merkwürdigen, schon fast unheimlichen Fall dazu gerufen. Die Polizei hat nach einem Notruf ein Unfallopfer gefunden, aber der Anrufer ist verschwunden, als die Retter eintreffen. Bei der Suche nach ihm stellen sie fest, dass nicht nur er, sondern weitere 167 Personen aus einem Dorf unweit der Unfallstelle ebenfalls verschwunden sind. Die komplette Einwohnerschaft eines Dorfes scheint sich in Luft aufgelöst zu haben und Laura Schrader, das Unfallopfer, ist die einzige Person, die vielleicht Licht in die ganze Angelegenheit bringen kann.

„Wenn ich es Ihnen erzähle, werden Sie mir kein Wort glauben,“ sagte sie ernst. Die Kinder, S. 52

Mein Eindruck:

Während des Lesens hatte ich immer wieder Grönemeyers „Kinder an die Macht“ im Hinterkopf…

Lauras Geschichte

Die Geschichte in Die Kinder wird relativ konsequent aus Lauras Sicht erzählt. Zwischendurch gibt es immer mal wieder kurze Zwischenkapitel, die sich mit schrecklichen Begebenheiten befassen, die Kindern in anderen Ländern zugestoßen sind und die scheinbar aussichtslose Lage der Kinder weltweit verdeutlichen sollen. Einige dieser Geschehnisse tauchen dann am Ende des Buches nochmal auf – allerdings etwas anders als erwartet.

Unheimliche Kommunikation

Lauras Geschichte klingt ziemlich abgedreht und für mich ist sie das auch. Aber deswegen ist sie nicht minder spannend, auch wenn mir gelegentlich ein bisschen die Logik fehlt. Offenbar ist es den Kindern gelungen, weltweit miteinander zu kommunizieren und zwar auf eine Art und Weise, die sich den Erwachsenen nicht offenbart. Über das wie und warum erfährt man als Leser allerdings nichts. Aber auch noch ungeborenen Kinder können hier mit ihren schwangeren Müttern in Kontakt treten und Laura, die selber schwanger ist, versucht dem Psychologen Winter klar zu machen, wie das funktioniert. Viel mehr kann ich über die eigentliche Geschichte gar nicht sagen – ich will ja nicht spoilern :-)

Spannend – aber wenig glaubhaft

Insgesamt fand ich den Spannungsbogen in dieser Geschichte sehr hoch und ich habe das Buch auch in Rekordzeit durchgelesen. Trotzdem hätte ich gern vorher gewusst, dass es in diesem Buch hauptsächlich um eine Art übernatürliches Phänomen geht und das Ganze eher im Mystery-Bereich angesiedelt war. Das Ende der Geschichte kommt für mich dann zwar ziemlich plötzlich und aprupt, auch wenn ich es nicht sonderlich überraschend fand. Es war genau das Ende, das nach Lauras Erzählungen absehbar war. Hier gab es keine überraschende Wendung oder ähnliches, was ich ein bisschen schade fand.

Mein Fazit:

Die Kinder ist eher ein Mystery-Thriller und wer diese Art Thriller zu schätzen weiß, wird mit einer spannenden, leicht abgedrehten Geschichte gut unterhalten. Allerdings muss ich zugeben, dass ich im Mystery-Genre auch schon bessere Geschichten gelesen habe und bessere Thriller hatte ich auf jeden Fall schon.

Buchinfos

  • Titel: Die Kinder
  • Autor: Wulf Dorn
  • Verlag: Heyne
  • Genre: Thriller (?)
  • Erscheinungsjahr: 2017
  • ISBN: 978-3-453-27094-7
  • Form: gebunden, 320  Seiten
  • Preis: 16,99 €
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Hallo! Mein Name ist Tina und ich blogge hier…hauptsächlich über Bücher und allem was dazu gehört. Ich würde mich freuen, wenn du mir einen Kommentar hinterlässt oder meinen Beitrag teilst.

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