Die Sandwitwe

[Rezension] Die Sandwitwe

Es gibt immer mal Fortsetzungen, auf die ich warte, aber so sehnsüchtig erwartet wie Die Sandwitwe habe ich schon lange keine mehr :-)

Die Sandwitwe

Derek Meister

Eine neue Mordserie erschüttert das beschauliche Örtchen Valandsiel. Den Opfern wurde Sand in die Lunge gefüllt, so dass sie elend ersticken mussten. Kommissar und Revierleiter Knut Jansen steht zunächst vor einem Rätsel und bittet deshalb Johann Maas vom LKA um Hilfe, genau wie  die Profilerin Helen Henning, die ihm schon bei seinem letzten Fall als Beraterin geholfen hat.

Nach und nach decken sie auf, dass der Ursprung dieser Verbrechen weit zurück in der Vergangenheit zu finden ist und mit einem Spiel unter Kindern begann.

Mein Eindruck:

Ein kaum fingerdicker Schlauch steckte in der Düne. Etwas Blut klebte noch an der Öffnung. Das Schlauchstück zuckte eigentümlich, dann stachen Hände aus dem Sand. Die Sandwitwe, S. 50

Altlasten

Gut drei Monate nachdem Knut Jansen seinen ersten großen Fall gelöst hat sollte er ja eigentlich vor Selbstbewusstsein nur so strotzen – tut er aber nicht. Die Nachwirkungen des Jungfrauenmacher-Falls belasten ihn und seine Revier noch immer. Da ist zum einen der Kollege, der noch immer im Krankenhaus liegt, aber auch seine persönlichen Probleme hat er noch immer nicht gelöst.

Neuer Fall, alte Probleme

Trotzdem, oder gerade deswegen, stürzt er sich mit Feuereifer auf diesen neuen Fall und sichert sich die Hilfe von Maas und Henning, auch wenn er Maas nach wie vor nicht leiden kann. Nicht besonders hilfreich bei den Ermittlungen ist Knuts Vater Thor, der als Pensionär seine eigenen Ermittlungen startet und Knut damit gelegentlich an den Rand des Wahnsinns treibt. Aber auch Helen Henning kämpft mit ihrer  Vergangenheit, die mir als Leser immer wieder durch Flashbacks nahe gebracht wird. Außerdem tauchen dann auch noch Personen, die mit ihrer Vergangenheit zu tun haben, leibhaftig in Valandsiel auf.

Gefühlsdreieck

Ich mag Knut Jansen und Helen Henning nach wie vor, allerdings mag ich dieses Dreiecks-Spiel nicht. Knut ist in Helen verliebt, was er vor sich selber auch durchaus zugibt – trotzdem hält er sich Dauerfreundin Birthe, die dazu noch auf demselben Revier arbeitet,  die ganze Zeit schön warm. Das spricht jetzt nicht unbedingt für ihn. Aber vielleicht entscheidet er sich ja doch noch mal irgendwann :-) Das dürfte auf jeden Fall leichter werden, als das schwierige Verhältnis zu seinem Vater in normale Bahnen zu lenken…

Spannende Perspektivwechsel

Auch in Die Sandwitwe wechseln, genau wie in Der Jungfrauenmacher, die Perspektiven immer mal wieder zwischen Ermittlern, Täter und Opfer , dazu kommen die Flashbacks von Helen – trotzdem behält man als Leser gut den Überblick und durch die Szenenwechsel bleibt die Geschichte auch durchgehend spannend. Derek Meisters Schreibstil ist gewohnt leicht und spannend lesbar, ich habe für das Buch gerade mal ein Wochenende gebraucht :-)

Showdown x 2

Dieses Mal bestreitet hauptsächlich Helen Henning den Showdown, der spannend und überraschend verläuft.  Alle Handlungsfäden laufen zusammen und fördern erstaunliche Erkenntnisse zu Tage, was Helen in eine sehr brenzlige Situation bringt. Nachdem dieser Showdown für Helen glimpflich geendet hat, folgt so etwas wie der „Liebes-Showdown“, der dann aber von einem Anruf aus Helens Vergangenheit unterbrochen wird. Alles in allem klingt das doch nach einer weiteren Fortsetzung :-)

Mein Fazit:

Ein weiterer, mysteriöser Fall im Örtchen Valandsiel rund um Knut Jansen und Helen Henning. Für mich als Thriller-Fan ein echter Pageturner, der mir einige spannende Stunden beschert hat und  Lust auf eine weitere Fortsetzung macht – oder mehrere?

Buchinfos

  • Titel:  Die Sandwitwe
  • Autor: Derek Meister
  • Verlag: Blanvalet
  • Genre: Thriller/Krimi
  • Erscheinungsjahr: 2016
  • ISBN: 978-3-7341-0061-1
  • Form: Taschenbuch,  384  Seiten
  • Preis: 9,99 €
  • Bestellung: Blanvalet

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