Die Seelenfischer

[Rezension] Die Seelenfischer

Die Seelenfischer stammt aus der Feder von Hanni Münzer, über deren Bücher „Honigtot“  und „Marlene“ ich viel Positives gehört habe. Letztlich hat mich das und das Stichwort „Kirchengeheimnisse“ dazu bewogen, das Buch zu kaufen :-)

Die Seelenfischer

Hanni Münzer

Bei Renovierungsarbeiten in der Nürnberger Villa der Familie von Stetten machen Handwerker eine ungewöhnliche Entdeckung. Hinter der Holzvertäfelung der Bibliothek kommt eine zweite, kleinere Bibliothek voller alter Folianten, Dokumente und Büchern zum Vorschein. Der Bischof von Bamberg, Mitglied der Familie von Stetten, sichtet den Fund und nimmt einige Sachen in seine Obhut. Er überlebt den Fund allerdings nicht lange…

Drei Monate später in Rom wird Lukas von Stetten zum Generalobersten des Jesuitenordens zitiert. Er vertraut ihm ein Geheimnis an und bittet ihn den Inhalt eines Schließfaches zu holen. Er weist ihn darauf hin, dass die ganze Sache gefährlich ist und bittet ihn Stillschweigen zu bewahren. Doch bevor Lukas irgendwas unternehmen kann, wird der Obere ermordet und Lukas gerät in den Verdacht, der Mörder zu sein.

Womöglich handelte es sich hier sogar um einen Teil des angeblich verschollenen Familienschatzes. Immer wieder hatten Mitglieder der Familie von Stetten  aufgrund eines hartnäckigen Familiengerüchts nach dem Schatz geforscht. Die Seelenfischer, S. 16

Mein  Eindruck:

Die Protagonisten

Lukas von Stetten, seine Zwillingsschwester Lucie und seine Jugendliebe Rabea sind die Hauptpersonen dieser Geschichte. Daher werden sie auch sehr ausführlich vorgestellt, was gleich zu Beginn zu einigen Längen führt. Mir waren alle drei recht sympathisch, der eine mehr, der andere weniger, aber bevor dann tatsächlich irgendwas anderes passiert, war ich schon auf Seite 180 angelangt, was mir entschieden zu viel war. Die Seelenfischer ist der Beginn einer Trilogie, da muss sicherlich etwas mehr über die Protagonisten verraten werden, aber ich hatte auf diesen ersten 180 Seiten mehrfach das Bedürfnis, das Buch dann doch zu Seite zu legen.

Angenehmer Schreibstil

Ich habe dann doch weiter gelesen, einfach weil mir der Schreibstil von Hanni Münzer gut gefallen hat und ich dann doch wissen wollte, was denn nun noch passiert und was es mit dem Geheimnis auf sich hat. Lukas, Lucie und Rabea flüchten dann irgendwann vor ihren Verfolgern und diese Flucht gestaltet sich recht abenteuerlich. Jeder der drei besitzt ganz bestimmte Fähigkeiten und Charakterzüge, die sich auf der Flucht als sehr hilfreich erweisen. Auch Rabeas Kontakte als Journalistin helfen den Dreien oft weiter. Gemeinsam schaffen sie vieles, was auch daran liegt, dass die drei sich schon seit ewigen Zeiten kennen und sich blind aufeinander verlassen können.

Zu unrealistisch

Leider geht es auf dieser Flucht nicht nur abenteuerlich zu, sondern des Öfteren auch etwas zu unrealistisch. Menschen die tot sind und sich dann als doch nicht tot entpuppen, Kämpfe, die man als normaler Mensch, ohne jegliche Kampferfahrung, aus dem nichts heraus ohne allzu große Blessuren gewinnt, haben mich dann doch gestört. Auch das Ende fand ich komplett unrealistisch – aber darauf kann ich natürlich hier nicht näher eingehen :-) Eigentlich sollte der erste Teil einer Trilogie mir Lust auf die folgenden Bände machen, das hat Die Seelenfischer allerdings bei mir nicht geschafft. Auch wenn Hanni Münzers Schreibstil mir an sich gefallen hat, reicht es für mich nicht um die Geschichte weiter zu verfolgen.

Mein Fazit:

Sicherlich eine grundsätzlich spannende Geschichte, aber durch die vielen Längen und die oft unrealistischen Geschehnisse war mir Die Seelenfischer einfach zu langatmig.

Buchinfos

  • Titel: Die Seelenfischer
  • Autor: Hanni Münzer
  • Verlag: Piper Verlag
  • Genre: Thriller
  • Erscheinungsjahr: 2017
  • ISBN: 978-3-492-30961-5
  • Form: TB,  448  Seiten
  • Preis: 9,99 €
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Hallo! Mein Name ist Tina und ich blogge hier…hauptsächlich über Bücher und allem was dazu gehört. Ich würde mich freuen, wenn du mir einen Kommentar hinterlässt oder meinen Beitrag teilst.

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