Drei

[Rezension] Drei

Nach Schwarz habe ich mir nun endlich mal Drei vorgenommen. Ehrlich gesagt mit ziemlich wenig Begeisterung, weil der erste Band mir nicht so sonderlich gefallen hat. Wird der zweite nun besser?

Drei – Der dunkle Turm Band 2

Stephen King

Nach seinem letzten Zusammenstoß mit dem Schwarzen Mann am Ende des ersten Bandes  wacht Roland schwer verletzt an einem Strand auf. An diesem Strand steht eine rahmenlose  Tür und Roland weiß, durch diese Tür kommt er dem schwarzen Turm näher. Er öffnet sie und findet sich in New York wieder und entdeckt im Laufe der Geschichte zwei weitere Türen, die ihn auch jeweils nach New York führen – aber immer in eine andere Zeit. Schnell begreift er, dass die Personen, die er hinter diesen Türen trifft, ihn auf seinem Weg zum Dunklen Turm begleiten sollen.

Mein Eindruck:

Wie bemerkenswert du bist, Revolvermann, kicherte der Mann in Schwarz in seinem Kopf. Wie unbezähmbar! Wie romantisch mit deiner dummen Besessenheit! Drei, S. 23

Was passiert hier?

Nachdem Roland an diesem unbekannten Strand aufgewacht ist, trifft er gleich auf mehr oder weniger horrormäßige Gegner. Zwangsweise verfolge ich nicht nur seinen Kampf gegen diese Gegner, sondern auch Rolands Gedankengängen, die gewohnt wirr sind. Allerdings frage ich mich noch immer, ob diese Gegner echt sind, oder nur in seinem Geist existieren? Wieso ist der Schwarze Mann denn nun in seinem Kopf? Was zur Hölle ist mit dieser Tür?

Mitreisende gesucht

Nun, die Antwort auf die letzte Frage löst Roland indem er die Tür (und auch die weiteren Türen, die er findet)  einfach öffnet :-) Er landet jedes Mal in New York in einer anderen Zeit und weiß, hier muss er seine Mitstreiter oder Mitreisenden finden, was ihm auch ziemlich leicht gelingt – sie zum Mitreisen zu bewegen, ist allerdings nicht ganz so einfach. Erschwerend kommt hinzu, dass ihn die Türen jeweils in eine andere Epoche katapultieren.

Sehr spezielle Typen

Seine zukünftigen Wegbegleiter sind schon sehr speziell.  Der erste stammt aus dem Jahr 1987, ist ein heroinsüchtiger Drogenschmuggler namens Eddie und muss erst mal auf einen Entzug. Die zweite ist eine schizophrene Bürgerrechtlerin aus dem Jahr 1964, die auf den Namen Odetta oder, je nachdem wer sie gerade ist, Detta hört.  Hinter der dritten Tür findet er den Mörder Jack Mort, in dessen Geist (oder Körper?) er eindringt, um sich seine zweifelhaften, aber umfangreichen Kenntnisse anzueignen.

Verwirrspiel

Mit dieser bunten Truppe gemeinsam ein Ziel zu erreichen ist schwer, noch schwerer ist es allerdings immer wieder Kings Gedankensprüngen zu folgen. Mal ist Roland in New York, mal ist er am Strand – mal ist er Roland, mal ist er Jack Mort – mal hilft er einem der anderen, mal will er jemanden von ihnen töten und dazwischen führt er in seinen Träumen seltsame Gespräche mit dem Schwarzen Mann. Es ist nicht einfach, in dem ganzen so etwas wie einen roten Faden zu finden und ihn dann auch noch fest zu halten, um ihm zu folgen.

Andere Zeit, andere Sprache

Drei ist auf jeden Fall etwas einfacher zu lesen als Schwarz, weil er mehr in der tatsächlichen Welt und nicht in Rolands Ursprungswelt handelt. Das schlägt sich auch in der Sprache nieder und so konnte ich der Geschichte etwas (aber wirklich nur etwas) problemloser folgen. Zwischendurch ist es auch wirklich spannend, aber oft auch einfach nur langatmig und verwirrend. Dieser zweite Band hat mit zwar etwas besser gefallen als der erste Teil – aber von Begeisterung bin ich noch weit entfernt :-)

Mein Fazit:

In Drei werden einige Zusammenhänge aus dem ersten Band geklärt – dafür tauchen neue Fragen auf und die Verwirrung nimmt nicht wirklich ab. Aber es ist auf jeden Fall etwas spannender.

Buchinfos

  • Titel: Drei
  • Originaltitel: The Drawing of the Three
  • Autor: Stephen King
  • Übersetzer/in: Joachim Körber
  • Verlag: Heyne
  • Genre: Fantasy
  • Erscheinungsjahr: 1987
  • ISBN: 978-3-453-87557-9
  • Form: TB,  608  Seiten
  • Preis: 9,99 €
  • Bestellung: Heyne
Hallo! Mein Name ist Tina und ich blogge hier…hauptsächlich über Bücher und allem was dazu gehört. Ich würde mich freuen, wenn du mir einen Kommentar hinterlässt oder meinen Beitrag teilst.

Über Tina

Hallo! Mein Name ist Tina und ich blogge hier...hauptsächlich über Bücher und allem was dazu gehört. Ich würde mich freuen, wenn du mir einen Kommentar hinterlässt oder meinen Beitrag teilst.

2 Kommentare zu “[Rezension] Drei

  1. Hallo Tina,

    mir hat „Drei“ doch besser als dir gefallen, auch wenn ich deine Rezension so unterschreiben könnte. Ich hoffe halt schon noch, dass sich ein roter Faden ergeben wird oder sollte man die Hoffnung schon aufgeben?

    Liebe Grüße,
    Nicole

    1. Hallo Nicole,
      nein, die Hoffnung gebe ich noch nicht auf :-) Ich glaube bei dieser Reihe muss man irgendwie in der richtigen Stimmung sein, um sie zu lesen – aber ich habe ja noch reichlich Zeit, die richtige Stimmung zu finden.

      LG
      Tina

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.