Dunkles Omen

[Rezension] Dunkles Omen

Dunkle Omen von Kelley Armstrong  verspricht einen munteren Mix aus Spannung und Fantasy.  Da ich schon etliche Bücher von der Autorin gelesen habe, war ich gespannt, was mich erwartet.

Dunkles Omen

Kelley Armstrong

Eine einzige Nacht verändert Olivia Taylor-Jones Leben. Bis dahin verlief ihr Leben in behüteten und geregelten Bahnen, sie ist die Erbin eines nicht unerheblichen Vermögens und steht kurz vor der Hochzeit mit einem politisch ambitionierten jungen Mann. Doch in dieser Nacht belagern plötzlich Reporter ihr Elternhaus, sie erfährt, dass sie als kleines Mädchen adoptiert wurde und dass ihre leiblichen Eltern berüchtigte Serienkiller waren. Plötzlich will niemand mehr etwas mit ihr zu tun haben und sie beschließt sich auf die Suche nach ihren leiblichen Eltern und der Wahrheit hinter der Geschichte zu machen. Die Suche führt sie nach Cainsville – einem sehr abgeschiedenen Ort, in dem jede Menge Geheimnisse gehütet werden.

Und das war’s. Meine Verbindungen zu meiner  alten  Welt waren gekappt. Und die Reise in ein neues Leben begann. Dunkles Omen, S. 75

Mein Eindruck:

Jede Menge unterhaltsames zum Thema Aberglauben…

Suche nach den Wurzeln

Der Prolog bietet einen sehr kurzen  Einblick in das Leben eines kleinen Mädchens, dass liebevoll von seinen Eltern umsorgt wird, deren Idylle aber jäh durch den Einsatz schwer bewaffneter Ordnungshüter unterbrochen wird. Eden Larson, so heißt das kleine Mädchen wird später adoptiert und heiß fortan Olivia Taylor-Jones. Viele Jahre später wird sie sich auf die Suche nach ihren Wurzeln machen und mir hat es sehr viel Spaß gemacht, sie dabei zu begleiten.

Kein klassischer Thriller

Ein Thriller im herkömmlichen Sinn ist Dunkles Omen sicher nicht – vielleicht am ehesten ein Mystery-Thriller, aber selbst da finde ich den Begriff „Thriller“ ein bisschen überzogen. Das Buch ist spannend, keine Frage, aber nicht so spannend, wie man es gemeinhin bei einem Thriller erwartet. Wer bisher nichts von Kelley Armstrong gelesen hat, könnte durchaus enttäuscht sein. Da ich aber schon mit Begeisterung die „Women oft he Otherworld“-Reihe gelesen habe, war ich gespannt, was der Autorin für diese neue Reihe eingefallen ist.

Cainsville ist überall

Cainsville ist ein Ort, in dem es viel zu entdecken gibt. Er hat z.B. keine Kirche, aber jede Menge Gargoyles und einen Haufen sehr skurrile Bewohner :-) Manche davon wollen Olivia helfen, andere sind von ihrer Anwesenheit gar nicht begeistert. Olivia, die schon immer ein unerklärliches Faible für diverse abergläubische Vorzeichen und Rituale hatte, stellt fest, dass es davon in Cainsville nur so wimmelt. Welche Verbindung ihre leiblichen Eltern zu diesem Ort hatten, gilt es nun für Olivia herauszufinden und dafür braucht sie einen Helfer.

Windiger Anwalt

Dieser Helfer findet sich in der Person des windigen Anwaltes Gabriel Walsh, der auch bereit ist, ihr zu helfen – allerdings nicht umsonst. Er ist einer der undursichtigen Bewohner von Cainsville, von dem ich als Leser nie weiß, ob er nun einer von den Guten ist, oder nicht. Allerdings weiß man das bei keinem der Bewohner so wirklich, auch wenn viel der Bewohner in kurzen Zwischenkapiteln ein bisschen näher vorgestellt werden und ich so oft ein klein wenig mehr weiß, als die Protagonistin. Aber nie genug, um zu wissen, wie es weiter geht :-)

Flott und unterhaltsam

Kelley Armstrongs Schreibstil hat mir in Dunkles Omen genauso gut gefallen, wie in allen anderen Büchern, die ich von ihr gelesen habe. Sie schreibt flott und flüssig, vielleicht nicht besonders anspruchsvoll, aber dafür sehr unterhaltsam. Neben der Grundgeschichte und dem mysteriösen Ort Cainsville und seinen merkwürdigen Bewohnern, haben mir die immer wieder eingestreuten abergläubischen Weisheiten viel Spaß gemacht. Eigentlich dachte ich immer, meine Oma sei dafür eine unerschöpfliche Quelle gewesen. aber hier hätte sie noch etwas lernen können. Jedenfalls hätten  ihr  Sprüche wie „Rührst du mit dem Messer um, gibt’s Streit und Hader rundherum“ gut gefallen :-)

Mein Fazit:

Dunkles Omen ist eine gleichermaßen spannende, wie unterhaltsame Geschichte. Wer einen klassischen Thriller erwartet, wird sicherlich enttäuscht sein, wer sich aber auf Mystik und Aberglauben einlassen kann und das alles mit einem Augenzwinkern betrachtet, wird bestens unterhalten. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf den zweiten Teil!

Buchinfos

  • Titel: Dunkles Omen
  • Originaltitel: Omens
  • Autor: Kelley Armstrong
  • Übersetzer/in: Frauke Meier
  • Verlag: Heyne
  • Genre: Mystery-Thriller
  • Erscheinungsjahr: 1999
  • ISBN: 978-3-453-31857-1
  • Form: TB,  592  Seiten
  • Preis: 9,99 €
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Cainsville-Reihe:

  • Dunkles Omen
  • Zeit der Schatten (ab 11.09.2017)

Hallo! Mein Name ist Tina und ich blogge hier…hauptsächlich über Bücher und allem was dazu gehört. Ich würde mich freuen, wenn du mir einen Kommentar hinterlässt oder meinen Beitrag teilst.

Über Tina

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4 Kommentare zu “[Rezension] Dunkles Omen

  1. Ich finde es immer wieder seltsam, dass Autoren manchmal eine neue Reihe anfangen und man als eigentlicher Fan gar nix mehr damit anfangen kann.

    Der mystische Teil klingt eigentlich ganz verlockend, aber nach Thriller klingt es wirklich nicht gang.

    1. Ich fand schon, dass diese neue Reihe ein bisschen zu „Women of the Underworld“ passt – auch wenn es weder Hexen noch Werwölfe gibt :-) Ich mag Kelley Armstrongs Schreibstil ganz gerne, allerdings bin ich auch nicht unbedingt ein Fan ihrer Jugendbücher.
      Ein Thriller war es für mich wirklich nicht, aber halt trotzdem spannend und manchmal darf es auch gerne mal was eher unblutiges und was (beinahe) ohne Serienmörder sein :-)

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