Engelszorn

[Rezension] Engelszorn

Nachdem mich das Buch Lux Domini von Alex Thomas wirklich begeistert hat, habe ich nun Engelszorn vom selben Autor gelesen. Das dazwischen noch ein Band war, habe ich völlig übersehen – aber den hole ich noch nach :-)

Engelszorn

Alex Thomas

Die Vorbereitungen für das Dritte Vatikanische Konzil laufen, aber nicht jeder ist glücklich mit dem, was da verkündet werden soll. Während in Rom die eine oder andere Intrige gesponnen wird, gerät ein kleines, eher unscheinbares Kloster in L’Aquila  ins Visier des Bösen und bis auf einen Mönch verbrennen alle Ordensleute bei lebendigem Leib.

Die Nonne Catherine Bell und Kardinal Ciban machen sich unverzüglich auf den Weg nach L’Aquila und müssen dort feststellen, dass das erst der Anfang war und der Vatikan selbst das Ziel ist.

Mein Eindruck:

Irgendwie hatte die ganze Katastrophe mit dem Fremden und dem Jungen begonnen, das spürte Merdardus, denn auch mit dem Mann hatte der Abt lange Gespräche geführt. Gespräche, an denen am Ende sogar das Kind teilgenommen hatte. Engelszorn, S. 15

Modern und trotzdem mystisch

Wieder einmal ist den Autor bzw. dem Autorenpaar gelungen, moderne Themen mit viel Mystischem zu verbinden und in einer ausgesprochen spannenden Geschichte zusammen zu fassen. Auf der einen Seite geht es um Gen-Forschung und die Frage ob man alles machen darf, weil man es machen kann und die Frage wie weit die Kirche sich modernisieren kann. Auf der anderen Seite geht es um die finsteren Mächte innerhalb des Vatikans.

Gut gegen Böse

Diese finsteren Mächte haben es wirklich in sich – gegen diese Triaden sind ihre chinesischen Namensvetter nur eine Kindergartengang :-) Woher sie kommen und was ihr Ziel ist, das eine lange Geschichte, die ihr schon selber lesen müsst. Dabei sollte man sich allerdings schon einmal von der weit verbreiten Vorstellung, die man von Engeln hat, verabschieden. Auch Catherine Bell, die streitbare Nonne, die wir schon aus dem ersten Band kennen, muss sich von so mancher verklärten Vorstellung verabschieden.

Glaubhafte Protagonisten

Aber nicht nur die spannende Geschichte, sondern auch der Schreibstil des Autorenduos hat mich erneut gefesselt. Alle Personen in Engelszorn sind detailliert und liebevoll beschrieben, so dass ich schnell den Eindruck hatte, sie wirklich vor mir zu sehen. Auch alle Personen, die ich aus dem ersten Teil kannte, hatten eine realistische und nachvollziehbare Entwicklung gemacht. Für das nötige Tempo sorgt nicht nur die logische und gut ausgedachte Grundgeschichte, sondern auch die Szenenwechsel, die immer wieder vorkommen.

Tempo auf allen Ebenen

Die Geschichte handelt abwechselnd in einem sehr futuristischen Gen-Labor, einem alten Kloster in L’Aquila und natürlich den Kammern des Vatikans. Dabei gibt es nicht nur immer wieder interessante Wendungen innerhalb der Geschichte, sondern auch Einblicke in das Vorleben der Protagonisten. Man erfährt auch ein paar mehr Details über den Orden der Lux Domini, deren Feinde und Förderer.  Natürlich geht auch die etwas zaghafte und wirklich sehr keusche Liebesgeschichte weiter – ich mag das, wenn es zur Abwechslung mal einfach nur um Liebe geht – ganz ohne weitere Details :-)

Genau mein Ding :-)

Auch dieser Band hat mir ausgesprochen gut gefallen, mal ein wirklich etwas anderer Vatikan-Thriller. Ich hoffe auf noch viele weitere Geschichten mit und um Catherine Bell und Mark Ciban. Den verpassten zweiten Band hol ich noch nach und warte dann auf den nächsten Teil, der Blutpforte heißen wird und irgendwann, demnächst, erscheint :-)

Mein Fazit:

Spannende Unterhaltung mit sehr sympathischen Protagonisten rund um den Vatikan, mit vielen mystischen Elementen. Der spannende Schreibstil hat mich von der ersten bis zur letzten Seite wirklich gefesselt.

Buchinfos

  • Titel: Engelszorn (1 – 4)
  • Autor: Alex Thomas
  • Verlag: Blanvalet
  • Genre: Thriller/Mystery
  • Erscheinungsjahr: 2015
  • ISBN: 978-3-7341-0015-4
  • Form: TB,  608  Seiten
  • Preis: 9,99 €
  • Bestellung: Blanvalet

Reiheninfo

Über Tina

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3 Kommentare zu “[Rezension] Engelszorn

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