extinction

[Rezension] Extinction

Extinction hat mich mit seinem Klappentext angesprochen und erfüllte mit dem mir unbekannten Autor  Kazuani Takano meinen Teil der November-Aufgabe  der Motto Challenge 2016 :-)

Extincion

Kazuani Takano

Bei einem Pymäen-Stamm im Kongo ist ein neuer, tödlicher Virus ausgebrochen. Im Auftrag der amerikanischen Regierung wird Jonathan Yeager dorthin geschickt um die Ausbreitung zu verhindern.  Doch erst einmal dort angekommen stellt Yeager fest, dass es überhaupt nicht um einen Virus geht, sondern um einen kleinen Jungen. Der Junge verfügt über ganz außergewöhnliche Fähigkeiten – aber ist er wirklich eine Bedrohung für die Menschheit? Yeager weigert sich, das Kind zu töten und flieht mit ihm, verfolgt vom amerikanischen Geheimdienst.

Wenn Sie in der Region angekommen sind, halten Sie sich von den Menschen fern – außer Sie wollen unbedingt einen Blick in die Hölle werfen. Extinction, S. 51

Mein Eindruck:

Manchmal  bringt die Evolution spontane Mutationen hervor – so wie vor drei Jahre Akili, ein Kind mit völlig außergewöhnlichen Fähigkeiten. Es ist intelligenter, als jeder Supercomputer, entschlüsselt im Kopf jeden Code und hat schon mal vorsorglich die Datenleitungen des US-Geheimdienstes infiltriert.  Das kann man jetzt mal einfach so hinnehmen oder sich wundern wie man das aus einem kleinen Dorf im Kongo so hinbekommt.

Die Hauptpersonen

  • Jonathan Yeager: Ex-Special-Forces Soldat und mittlerweile bei einer privaten Sicherheitsfirma beschäftigt. Er hat einen Sohn namens Justin, der an einer unheilbaren Lungenkrankheit erkrankt ist, die immer tödlich endet.
  • Kento  Konga:  Er ist Chemiestudent in Tokio, entwickelt dort neue Medikamente und führt klinische Studien durch. Von seinem plötzlich verstorbenen Vater erhält er posthum den Auftrag seine Forschungen weiterzuführen, aber mit niemandem darüber zu reden.
  • Arthur Rubens: Der Mathematikprofessor beschäftigt sich mit Kriegspsychologie bei Führungskräften innerhalb des Militärs. Nach vielen kleineren Aufgaben erhält er plötzlich den ultimativen Job: die Vernichtung eines lebenden Individuums

Grundsätzlich spannend

Die Grundgeschichte ist spannend – allerdings verliert sich die Story für mich immer wieder in  biologischen, chemischen und anderen sehr ausführlichen, wissenschaftlichen Ausführungen. Ich gebe zu, manches war einfach zu hoch für mich. So machte es mir über weite Teile des Buches nur wenig Spaß, dem Text zu folgen. Dazu kam, das mir viele Dialoge sehr hölzern vorkamen, was aber daran liegen könnte, dass die mir vorliegende Übersetzung auf der amerikanischen Übersetzung des japanischen Originaltextes basiert – also quasi aus zweiter Hand war.

Hohe Politik

Viel Spaß hat mir dagegen der politische Teil der Geschichte gemacht. Hier gibt es viele Anspielungen und Betrachtungen der weltpolitischen Lage, die sich heute, fünf Jahre nach der Ersterscheinung des Buches, schon beinahe wieder selbst überholt haben. Auch die eher philosophischen Betrachtungen und die recht deutliche Kritik an existierenden Missständen fand ich sehr gelungen – aber alles zusammen war es ein bisschen zu viel von allem, denn die eigentliche Story geht zwischendurch immer wieder verloren. Dafür endet die Geschichte, für mich jedenfalls, in einer vollkommen unerwarteten Art und Weise :-)

Mein Fazit:

Extinction ist für mich ein Beispiel für viel hilft nicht immer viel. Die Grundgeschichte ist sehr spannend, kommt aber durch all die vielen „Zutaten“ kaum zum Zuge – trotzdem habe ich mich gut unterhalten gefühlt, wenn auch anders, als erwartet.

Buchinfos

  • Titel: Extinction
  • Originaltitel: Jenasoido (2011)
  • Amerik. Übersetzung: Genocide of One (2014)
  • Autor: Kazuaki Takano
  • Übersetzer/in: Rainer Schmidt
  • Verlag:   Penguin
  • Genre: Thriller
  • Erscheinungsjahr: 2016
  • ISBN: 978-3-328-10009-6
  • Form: TB,  560  Seiten
  • Preis: 10,00 €
  • Beim Verlag bestellen
  • Bei Amazon bestellen 

Hallo! Mein Name ist Tina und ich blogge hier…hauptsächlich über Bücher und allem was dazu gehört. Ich würde mich freuen, wenn du mir einen Kommentar hinterlässt oder meinen Beitrag teilst.

Über Tina

Hallo! Mein Name ist Tina und ich blogge hier…hauptsächlich über Bücher und allem was dazu gehört. Ich würde mich freuen, wenn du mir einen Kommentar hinterlässt oder meinen Beitrag teilst.

Ein Kommentar zu “[Rezension] Extinction

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.