Fever - Schatten der Vergangenheit

[Rezension] Fever – Schatten der Vergangenheit

In Fever – Schatten der Vergangenheit geht Special Agent Aloysius Pendergast einem sehr persönlichen Fall nach. Per Zufall findet er heraus, dass seine Frau Helen nicht zufällig das Opfer eines bösartigen Löwen wurde, sondern einem Mordanschlag zum Opfer fiel.

Fever – Schatten der Vergangenheit

Douglas Preston & Lincoln Child

Bei einem seiner obligatorischen Besuche des alten  Familienanwesens – andernfalls würde er seine Erbschaftsansprüche  verlieren – sieht Pendergast  das erste Mal seit ihrem jähen Tod die persönlichen Erinnerungsstücke seine Frau Helen durch. Als er ihre Jagdflinte inspiziert fällt ihm auf, dass sie lediglich mit Platzpatronen geladen war, ein Fehler, den sie nie und nimmer gemacht hätte. Irgendjemand muss das Gewehr manipuliert haben, so dass Helen nie eine Chance hatte, sie gegen den Löwen zur Wehr zu setzen.  Aber wer würde einen so komplizierten Mordanschlag auf Helen verüben und vor allem warum? Voller Rachegedanken macht Pendergast sich auf die Suche nach den Drahtziehern dieses Anschlags.

Er klopfte an, trat einen Schritt zurück und wartete. Ein Knarren von drinnen; das Geräusch langsamer Schritte; ein kompliziertes Entfernen von Riegeln und Ketten; dann endlich schwang die Tür auf, und vor ihm stand ein gebeugter alter Mann von unbestimmbarer Rasse, gekleidet in eine uralte Butleruniform, mit ernstem Gesicht. Fever – Schatten der Vergangenheit, S. 47

Mein Eindruck:

Auch ein stets cooler Agent hat seine wunden Punkte…

Ein komplizierter Mord

Nachdem im Prolog noch einmal geschildert wird, wie Helen Eszterházy Pendergast ihr Leben verlor -durch einen menschenfressenden Löwen mir roter Mähne. Dann springt die Geschichte in die Gegenwart, also 12  Jahre nach ihrem Tod und zu Pendergasts Erkenntnis, dass man seine Frau damals mit einer sehr komplizierten Inszenierung ermordet hatte.  Warum jemand eine so merkwürdige Art gewählt hat um Pendergasts Frau ins Jenseits zu befördern erschließt sich mir nicht, auch nicht am Ende der Geschichte, aber immerhin weiß ich als Leser sehr früh, wer dahintersteckt.

Wunsch nach Rache

Um seine Rachepläne in die Tat umzusetzen spannt Pendergast alles und jeden ein, meist auch ohne Rücksicht auf Verluste, was seine Helfer dann auch zu spüren bekommen. Detective Vincent D’Agosta, der schon in Cult an Pendergasts  Seite war, ermittelt auch hier wieder mit ihm und gemeinsam jagen sie Helens letzten Tagen, einem verschwundenen Gemälde und seltenen Papageien hinterher. Nachdem D’Agosta wegen einer Schussverletzung ausfällt, wechselt Pendergast Laura Hayward, dessen Freundin und Vorgesetzte, ein. Die gemeinsame Schnitzeljagd quer durch den Süden der USA ist gewohnt tempo – und actionreich, allerdings fehlt mir zum einen ein bisschen die Logik hinter  ganzen Sache, aber auch das etwas mysteriöse, dass es sonst immer in Pendergasts Fällen gibt.

Ein bisschen unlogisch

Es fällt mir schwer, mir vorzustellen, dass ausgerechnet der stets logisch denkende Pendergast erst  nach zwölf Jahren auf die Idee kommt, mal einen Blick auf die Waffe seiner Frau zu werfen? Oder das er nie auch nur den Hauch einer Ahnung hatte, womit diese sich so beschäftigte? Der Mystery-Part in der Geschichte besteht dieses Mal nur aus sehr seltenen Auftritten seines Mündels Constance Greene, die verhaftet wurde, weil sie angeblich ihr Baby von einem Luxuskreuzer ins Meer geworfen hat – darum kümmert sich Pendergast dann aber erst ganz am Schluss des Buches. Das Ende strotzt dann aber neben dem spektakulären Showdown nur so von Andeutungen auf die Fortsetzung der Geschichte, vielleicht spielt Constance dann eine größere Rolle.

Mein Fazit:

Gewohnt spannend, gewohnt unterhaltsam und gewohnt actionreich – vielleicht ein bisschen viel gewohnte Kost. Trotzdem liebe ich die Reihe nach wie vor und gelegentliche Durchhänger sind bei so langen Serien ja keine Seltenheit. Da Fever – Schatten der Vergangenheit der erste Teil einer Trilogie innerhalb der Pendergast-Serie ist, besteht auf jeden Fall Hoffnung :-)

Buchinfos

  • Titel: Fever – Schatten der Vergangenheit
  • Originaltitel: Fever dreams
  • Autor: Douglas Preston & Lincoln Child
  • Übersetzer/in: Michael Benthack
  • Verlag: Droemer Knaur
  •  Genre: Thriller
  • Erscheinungsjahr: 2011
  • ISBN: 978-3-426-50807-7
  • Form: TB, 576  Seiten
  • Preis: 12,99 €
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Reiheninfo

01 – Relic – Museum der Angst
02 – Attic – Gefahr aus der Tiefe
03 – Formula -Tunnel des Grauens
04 – Ritual – Höhle des Schreckens
05 – Burn Case – Geruch des Teufels
06 – Dark Secret – Mörderische Jagd
07 – Maniac – Fluch der Vergangenheit
08 – Darkness – Wettlauf mit der Zeit
09 – Cult – Spiel der Toten
10 – Fever – Schatten der Vergangenheit
11 – Revenge – Eiskalte Täuschung
12 – Fear – Grab des Schreckens
13 – Attack – Unsichtbarer Feind
14 – Labyrinth – Elixier des Todes

Über Tina

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2 Kommentare zu “[Rezension] Fever – Schatten der Vergangenheit

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