Lux Domini

[Rezension] Lux Domini

Schon der Klappentext zu Lux Domini verspricht mysteriöse Geschehnisse und eine gute Portion Verschwörungstheorien – also durchaus das, was ich mag :-)

Lux Domini

Alex Thomas

Die Nonne Catherine Bell muss sich im Vatikan einer langwierigen Untersuchung ihrer eher rebellisch anmutenden Schriften stellen. In dieser Zeit erhält sie eine Einladung zu einem Empfang bei Kardinal Benelli. Dieser macht ihr gegenüber sehr kryptische Andeutungen, inszeniert am Ende seinen Selbstmord auf diesem Empfang und seitdem wird Catherine von seltsamen Träumen und Visionen geplagt.  Ausgerechnet ihr Erzfeind, Kardinal Ciban, nimmt ihre Visionen ernst  und unterstützt sie bei ihren Nachforschungen dazu.

Mein Eindruck:

Glauben Sie mir, es gibt Wahrheiten, die wollen selbst Sie nicht wissen. Lux Domini, S. 78

Einstieg in der Vergangenheit

Lux Domini beginnt in der Vergangenheit, mit dem Tod Judas Iskariots , kurz vor der Kreuzigung Jesu und führt dann beinahe nahtlos zu einer alten Ausgrabung im Jahre 1978, bei der die Archäologen eine alte Bibliothek entdecken. Aber es gelingt ihnen nur ein einziges Buch zu retten, bevor das Gewölbe einstürzt. Genau in diesem Buch entdecken sie etwas, was die kath. Kirche erschüttern könnte – diese Idee ist nicht neu und so schon in etlichen Kirchenthrillern vorgekommen.

Wechselnde Sichtweisen

So wirklich spannend ist dieser Einstieg nicht, aber er hilft, zu verstehen, was weiter passiert. Aus der Sicht wechselnder Personen werden die kommenden Ereignisse abwechselnd geschildert (was mich manchmal etwas verwirrt hat), aber so bekommt man als Leser einen ziemlich umfassenden Blick auf das Geschehen. Es tauchen immer neue Fragen auf, die meine Neugier wecken und auch die Handlung gewinnt immer mehr an Spannung.

Spannender Mix

Durch den Mix aus historischen Fakten, fiktiver Story und einem großen Schuss Mystik entwickelt sich eine spannende Geschichte, die mich mehr und mehr gefesselt hat. Auch die Einblicke in die Zusammenhänge im Vatikan, wer zu wem oder welcher Verbindung gehört und wer wem gehorchen muss fand ich recht interessant. Am interessantesten fand ich allerdings die mutige Nonne Catherine, die sich nichts sagen lässt und sich so in der Männerdomäne Vatikan nicht besonders viele Freunde macht.

Schlüssiges Ende

Im Laufe der Geschichte kristallisiert sich natürlich heraus, wer Freund und wer Feind ist. Es gibt reichlich Tote und die Suche nach den Mördern und deren  Auftraggebern  gestaltet sich schwierig – aber am Ende ist man natürlich schlauer. Erinnert ein bisschen an Dan Brown, aber ich find es irgendwie besser aufbereitet. Die Auflösung ist durchaus schlüssig und gut umgesetzt und macht – bei mir zumindest – Lust auf weitere Bücher mit der leicht renitenten Nonne :-)

Sehr angenehmer Schreibstil

Das liegt sicherlich auch am wirklich angenehmen und flüssigen Schreibstil des Autors bzw. des Autorenduos, das hinter dem Pseudonym  Alex Thomas steht.  Sowohl die historischen Zusammenhänge, als auch die mediale Begabung Catherines sind verständlich erklärt. Die Spannungskurve stieg dann auch nach dem etwas umständlichen Anfang an und hielt sich bis zum Ende.

Mein Fazit:

Ein spannender Kirchenthriller (gibt es das Genre überhaupt?) mit  einer  sympathischen Protagonistin, der mir viel Spaß gemacht hat. Mittlerweile gibt es bereits drei Fortsetzungen, die ich mir nicht entgehen lassen werde :-)

Buchinfos

  • Titel: Lux Domini
  • Originaltitel:
  • Autor: Alex Thomas
  • Verlag: Blanvalet
  • Genre: Thriller/Krimi
  • Erscheinungsjahr: 2012
  • ISBN: 978-3-442-37946-0
  • Form: TB,  448  Seiten
  • Preis: 8,99 €
  • Bestellung: Blanvalet

Reiheninfo

Hallo! Mein Name ist Tina und ich blogge hier…hauptsächlich über Bücher und allem was dazu gehört. Ich würde mich freuen, wenn du mir einen Kommentar hinterlässt oder meinen Beitrag teilst.

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