NeverKnowing - Endloste Angst

[Rezension] Never Knowing – Endlose Angst

Never Knowing – Endlose Angst liegt schon recht lange auf meinem sehr überschaubaren SuB, aber es kommt immer wieder was Neueres oder  was Interessanteres und so wanderte es immer wieder nach ganz hinten.

Never Knowing – Endlose Angst

Chevy Stevens

Sarah Gallagher ist adoptiert, das weiß sie schon, seit sie ein kleines Kind ist. Sie liebt ihre Adoptivmutter, aber zu ihrem Adoptivvater und ihren Schwestern Lauren und Melanie hat sie ein eher gespanntes Verhältnis. Mittlerweile hat sie selber eine kleine Tochter, die sie sehr liebt und steht kurz vor ihrer eigenen Hochzeit. Aber sie hat die fixe Idee, vorher noch ihre eigenen Wurzeln zu erforschen und begibt sich auf die Suche nach ihren leiblichen Eltern, dazu bedient sie sich der Hilfe eines Privatdetektivs. Der findet nicht nur ihre leibliche Mutter, sondern enthüllt auch noch die schockierende Wahrheit über ihren leiblichen Vater. Sarah ist das Ergebnis einer Vergewaltigung und ihr leiblicher Vater ist niemand anders, als der Campsite-Killer – ein berüchtigter Serienkiller, der immer noch auf freiem Fuß ist.

Mein Leben ist wie dieser wunderschöne bunte Teppich – es hat Jahre gedauert,  es zusammenzunähen. Jetzt befürchte ich, dass es, wenn ich an dieser einen Ecke weiter  daran ziehe, irgendwann ganz aufgeribbelt ist. Never Knowing – Endlose Angst, S. 29

Meine Meinung:

Das Buch ist eigentlich die Zusammenfassung von 24 Therapiesitzungen – wir lesen, was Therapeutin Nadine sich  mehr oder minder unkommentiert anhört. Der Sinn dahinter erschließt sich mir nicht und diese Sitzungen tragen auch nichts zur eigentlichen Handlung bei.

Sarah

Sarah ist eine sehr eigenwillige, sprunghafte junge Frau, die manchmal recht unüberlegt handelt. Sie neigt gelegentlich zu Wutausbrüchen und ist nicht immer fair – also eigentlich ganz normal, oder? Ihren Wunsch, mehr über ihre leiblichen Eltern zu erfahren kann ich soweit nachvollziehen, wirklich verstehen kann das vermutlich nur jemand, der sich in einer ähnlichen Situation befindet. Was sie bei ihrer Suche dann aber erfährt und all die Dinge die sie mit ihrer Suche auslöst überfordern sie schlicht. Zu erfahren, dass der leibliche Vater ein Serienkiller ist, dürfte jeden schockieren. Dann aber auch noch festzustellen, dass eben dieser Mann plötzlich Teil des eigenen Lebens werden will, möchte man sich gar nicht vorstellen.

John

Ihr leiblicher Vater, der sich John nennt, beginnt regelmäßig mit Sarah zu telefonieren und manipuliert sie dabei kräftig. Entweder sie spricht mit ihm, oder er tötet jemanden – da bleibt nicht viel Spielraum. Ich finde Sarahs widerstreitende Gefühle, ihr schlechtes Gewissen, als tatsächlich eine Leiche gefunden wird, ihre Angst, mehr von ihrem Vater geerbt zu haben, als ihr lieb ist – all das finde ich wirklich spannend und gut vorstellbar geschildert. Dinge, die er im Internet über Sarah herausfindet nutzt er geschickt aus. „Oh, du magst alte Möbel? Die liebe ich auch – wir haben viel gemeinsam“ –das verunsichert Sarah immer mehr. Auch das etwas angespannte Verhältnis zu ihrer Adoptivfamilie nutzt er zu seinem Vorteil und so schleicht er sich immer mehr in ihr Leben.

All die anderen

Die anderen Figuren in diesem Buch fand ich einfach ein bisschen zu klischeehaft. Sarahs Verlobter Evan ist einfach zu toll, zu verständnisvoll, zu gutaussehend um echt zu sein. Die eine Schwester zu übertrieben harmoniesüchtig, die andere dafür so was  von zickig, dass einem die Hutschnur hochgeht, ist auch wenig glaubhaft. Ebenso die beiden Cops, die ihr Spiel „guter Bulle/böser Bulle“ so offensichtlich  spielen, dass der Twist am Ende einfach nur noch unglaubwürdig ist, genau wie der Showdown. Diese übertriebenen Klischees haben mir das eigentlich recht spannende Buch dann doch ein bisschen verleidet. Dennoch hat Chevy Stevens wirklich toller Schreibstil dafür gesorgt, dass ich das Buch, trotz dieser Minuspunkte, nicht aus der Hand legen konnte.

Mein Fazit:

Never Knowing – Endlose Angst ist ein sehr spannender Thriller, trotz einiger kleinen Mankos. Ein spannender Plot und ein sehr angenehmer Schreibstil machen es durchaus zu einem Pageturner. Ob ich aber weitere „Therapiesitzungen“  lesen möchte weiß ich noch nicht.

Buchinfos

  • Titel: Never Knowing – Endlose Angst
  • Originaltitel: Never knowing
  • Autor: Chevy Stevens
  • Übersetzer/in: Maria Poets
  • Verlag: Fischer Verlage
  • Genre: Thriller
  • Erscheinungsjahr: 2011
  • ISBN: 978-3-596-19274-8
  • Form: TB,  400  Seiten
  • Preis: 8,99 €
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Hallo! Mein Name ist Tina und ich blogge hier…hauptsächlich über Bücher und allem was dazu gehört. Ich würde mich freuen, wenn du mir einen Kommentar hinterlässt oder meinen Beitrag teilst.

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2 Kommentare zu “[Rezension] Never Knowing – Endlose Angst

  1. Ich glaub ich muss das Buch nochmal lesen. Kann mich kaum noch an den Inhalt erinnern und war ja auch glaube ein Serienauftakt?!
    *such*
    Nicht ganz, das hier ist der zweite Teil – so rum :D

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