Ocean Drive 7

[Rezension] Ocean Drive 7

Ocean Drive 7 ist nicht nur eine Adresse in den Hamptons, sondern auch der Titel des neuesten Thrillers von James Patterson und David Ellis. Letzterer war schon öfter Co-Autor bei Werken von James Patterson, hat aber auch schon alleine etliche Bücher veröffentlicht, die einen Blick wert sind.

Ocean Drive 7

James Patterson und David Ellis

Detective Jenna Murphy ist aus dem Polizeidienst in Manhattan zum eher beschaulichen Dienst in den Hamptons gewechselt – jedenfalls dachte sie das, als sie den Job bei Chief James Lang, ihrem Onkel, antritt. Ein grausamer Doppelmord erschüttert die scheinbare Idylle und erschüttert bald auch Jennas liebevolle Beziehung zu ihrem Onkel. Tatort ist die Villa am Ocean Drive 7 und bald findet Jenna heraus, dass dieses Haus mehr als nur ein einziges Geheimnis verbirgt.

Der Mann, der dieses Haus erbauen ließ, der Familienpatriarch, ein Mann namens Winston Dahlquist, hatte anscheinend keinen Sinn für Humor. Ocean Drive 7, S. 39

Mein Eindruck:

Die Vergangenheit holt manchen immer wieder ein …

Neugier

James Patterson ist ein Garant für spannende, actiongeladene Bücher mit viel Tempo und genau das ist auch bei Ocean Drive 7 der Fall. Es geht schnell zur Sache, spart nicht an blutigen Einzelheiten, aber eben auch  nicht an Andeutungen und Vermutungen. Zwischendurch erhascht man immer mal wieder einen Hauch der Täterperspektive, gerade genug um die Neugier zu entfachen, aber nie genug um frühzeitig auf den Täter zu kommen.

Täterperspektive

Ebenso wie man zwischendurch ein bisschen in die Täterperspektive reinschnuppern kann, bekommt man auch immer mal kleine Einblicke in das Seelenleben der Protagonistin Jenna Murphy. Sie leidet unter wiederkehrenden Alpträumen, trinkt gerne einen über den Durst und lässt sich nicht aufhalten, wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hat. Ihre Alpträume haben ganz offensichtlich etwas mit dem Haus am Ocean Drive 7 und ihrer Kindheit zu tun – aber was, das wird erst am Ende aufgeklärt.

Herrlich unsympathisch

Bis dahin lässt man sich gerne von so herrlich unsympathischen Charakteren, wie z. B. dem Verlobten von Jenna ablenken und unterhalten. Er ist als so widerlich unsensibel und eingebildet beschrieben, das ich ganz erleichtert war, als sie ihn endlich in den Wind geschossen hat :-) Nett fand ich dagegen den Hauptverdächtigen Noah Walker und eine ganze Weile war ich hin – und hergerissen, ob er nun der Täter war oder nicht. Es gibt natürlich noch eine Reihe mehr Mitspieler, die alle ihren Part haben, allerdings fand ich sie weniger interessant beschrieben.

Spannend und mitreißend

Alles in allem ist Ocean Drive 7 spannend, mitreißend und sehr flüssig lesbar geschrieben. Da ich immer unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht und ob ich mit meinen Verdächtigungen richtig lag, habe ich das Buch in ziemlicher Rekordzeit gelesen. Der Showdown war erwartungsgemäß fulminant und führte zu einem befriedigenden Ende, dass dann alle Fragen beantwortete. Nicht, dass ich Geschichten mit einem offenen Ende nicht mag, aber manchmal finde ich es einfach besser, ein Buch mit dem Gefühl zu schließen, dass alles geklärt ist und die Bösen ihre gerechte Strafe bekommen :-)

Mein Fazit:

Ocean Drive 7 ist ein mitreißender, spannender Thriller. Die Mischung aus blutigen Einzelheiten, Ermittlungsarbeit und unklaren Andeutungen sorgt für eine stetig gleichbleibende Neugier, die am Ende dann ausreichend befriedigt wird.

Buchinfos

  • Titel: Ocean Drive 7
  • Originaltitel: Murder House
  • Autor/in: James Patterson / David Ellis
  • Übersetzer/in: Peter Beyer
  • Verlag: Goldmann
  • Genre: Thriller
  • Erscheinungsjahr: 2017
  • ISBN: 978-3-442-48690-8
  • Form: TB,  512  Seiten
  • Preis: 12,00 €

Hallo! Mein Name ist Tina und ich blogge hier…hauptsächlich über Bücher und allem was dazu gehört. Ich würde mich freuen, wenn du mir einen Kommentar hinterlässt oder meinen Beitrag teilst.

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