Origin

[Rezension] Origin

Origin von Dan Brown hatte ich schon vor sehr, sehr langer Zeit vorbestellt und dabei interessierte es mich herzlich wenig, das die Hardcoverausgabe mit 28 € nicht grade ein Schnäppchen war :-) So teuer fand ich das auch nicht und ich wollte das Buch lesen und zwar jetzt :-)

Origin

Dan Brown

Robert Langdon, Professor für Symbologie, wird von einem ehemaligen Schüler, Edmond Kirsch, zu einer Performance in das Guggenheim-Museum in Bilbao eingeladen. Kirsch hat eine sensationelle wissenschaftliche Entdeckung angekündigt, die alle seit Jahrhunderten etablierten Weltreligionen in ihren Grundfesten erschüttern und zusammenbrechen lassen wird. Zu dieser Performance sind eine Menge hochrangige Gäste geladen und Millionen Internetnutzer können alles via Live-Stream am Bildschirm verfolgen. Doch gerade, als Kirsch seine Entdeckung verkünden will, wird er erschossen, der Täter flieht und Langdon flieht mit der Direktorin des Museums, Ambra Vidal, die mehr zu wissen scheint als sie sagt.

Schließlich waren die gefährlichsten Männer auf Erden immer und zu allen Zeiten Männer des Glaubens gewesen – insbesondere, wenn ihre Götter bedroht wurden. Origin, S. 11

Mein Eindruck:

Andere Location – selbes Prinzip

Eine zähe Museums-Tour

Die ganze Story beginnt in der Abtei Montserrat, einem Kloster der Benediktiner in der Nähe von Barcelona. Hier trifft Kirsch ranghohe Vertreter der drei Weltreligionen und erläutert ihnen, was er entdeckt hat und was er veröffentlichen wird. Die sind alles andere als begeistert, können aber letztendlich nichts machen, wie auch. Dann folgt eine für meinen Geschmack quälend langatmige Tour von Langdon durch das Guggenheim-Museum. Diese Tour zieht sich durch das gesamte erste Drittel des Buches und hat mich irgendwann wirklich genervt. Einziger Lichtblick dabei war Langdons virtueller Guide „Winston“, der sich dann irgendwann als ein Produkt künstlicher Intelligenz outete.

Jäger und Gejagte

In dem Chaos nach Kirschs Ermordung fliehen Langdon und Vidal, die nicht nur Direktorin des Museums, sondern auch die Verlobte des spanischen Kronprinzen ist, um Kirschs Passwort für die Präsentation zu finden, die sie dann der ganzen Welt im Internet vorführen wollen.Ob sie das nun machen oder nicht, ist eher zweitrangig, denn hier ist mal wieder der Weg das Ziel :-) Auf der Suche nach dem Passwort hetzen sie durch etliche Sehenswürdigkeiten Spaniens und sammeln Hinweise auf eben dieses Passwort. Natürlich werden sie dabei gejagt – von der Polizei, von der Kirche und vom Königshaus.

Bekanntes Muster

Dieses Muster der Schnitzeljagd ist für Dan Browns Romane nichts Neues. Alle seine Bücher laufen nach diesem Schema ab und bisher hat mir das auch immer Spaß gemacht. Ich mag es, beim lesen ein bisschen was zu lernen, ein bisschen zu rätseln und ein bisschen mit den Beteiligten Personen mitzufiebern. Bei Origin ist mir das nicht wirklich gelungen, vielleicht war ich nach den ersten lahmen 200 Seiten so genervt, dass ich mich nicht mehr wirklich auf die Geschichte einlassen konnte, aber es war mir herzlich egal, ob Langdon und Vidal dieses Passwort nun finden oder nicht. Der Lerneffekt hat mir allerdings immer noch Spaß gemacht – ich bin halt ein Streber :-)

Der allwissende „Winston“

Mehr beeindruckt und beschäftigt hat mich „Winston“, die künstliche Intelligenz, die den beiden Flüchtenden immer zur Seite stand. Kann eine KI tatsächlich so etwas wie loyal sein? Loyal gegenüber ihrem Erschaffer oder Programmierer? Ich dachte immer, die Effizienz dieser KI besteht darin, eben keine Gefühle zu haben und alles rational zu bewerten? Wenn sie aber dann auf Grund ihrer Lernfähigkeit doch Emotionen entwickelt, wie zuverlässig ist sie dann noch? Ob Langdon und Vidal mehr Glück mit ihrem Rätsel haben, als ich mit dem Buch? Ich verrate euch doch hier nicht das Ende :-)

Mein Fazit:

Origin ist ein solides Buch, nach alt bekanntem Muster gestrickt. Mir fehlte eine gewisse Weiterentwicklung des Hauptcharakters Robert Langdon und ein paar Kürzungen hier und da. Trotzdem hat mir vieles an der Geschichte Spaß gemacht – vor allem Winston :-)

Buchinfos

  • Titel: Origin
  • Originaltitel:Origin
  • Autor: Dan Brown
  • Übersetzer/in: Axel Merz
  • Verlag: Bastei Lübbe
  • Genre: Thriller
  • Erscheinungsjahr: 2017
  • ISBN: 978-3-431-03999-3
  • Form: gebunden, 670 Seiten
  • Preis: 28,00 €
  • Beim Verlag bestellen

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2 Kommentare zu “[Rezension] Origin

  1. Danke für dein Rezension. Ich habe das Origin als ungekürzte Hörbuchfassung gehört. Ich fand den ersten Teil nicht Langweilig. Ich fand es durchwegs spannend, die Führung durch das Guggenheim-Museum fand ich interessant beschrieben, da habe ich gerne zugehört. Die ersten zwei drittel waren wirklich Top, auch wenn das Muster aus der Vergangen Romanen bekannt ist. Was mir genervt hat war dann der Schluss, diesen fand ich unnötig in die Länge gezogen. Eigentlich Interessant wie unterschiedlich doch die Geschmäcker sind. Ich kann das Hörbuch trotzdem weiterempfehlen.

    1. Ich glaube mein Problem war eher, dass das Buch als Langdon-Thriller vermarktet wurde. Das habe ich erwartet, aber das habe ich nicht bekommen. Mir ist es aber auch schon passiert, dass mir ein Hörbuch besser gefallen hat als die Printausgabe – beim hören erledige ich zig Dinge nebenbei, die Stimme des Sprechers kann sehr viel bewirken oder ich habe gerade einfach genau den richtigen Moment für genau dieses Buch erwischt :-) Es freut mich, wenn dir Origin als Hörbuch gefallen hat und bestimmt gibt es ganz viele Menschen, die das Buch ganz unterschiedlich empfunden haben – gut so, das bedeutet ja weiterhin Vielfalt auf dem Büchermarkt :-)

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