Post Mortem -Tage Des Zorns

[Rezension] Post Mortem – Tage des Zorns

Eigentlich wollte ich mir ja noch Zeit lassen, bis ich diesen Fall von Avram und Emilia höre – es dauert ja noch eine ganze Weile, bis Band 4 erscheint. Aber nun hatte ich ihn hier und konnte nicht widerstehen :-)

Post Mortem – Tage des Zorns

Mark Roderick

Emilia Ness, Ermittlerin bei Interpol, verfolgt Spuren im Fall eines brutalem Mörders, den sie intern bei Interpol „Dante“ nennen. Seine tatsächliche Identität ist unbekannt, aber er hinterlässt bei seinen Opfern immer Zettel, auf denen er Auszüge aus Dantes göttlicher Komödie zitiert. Bei seinem aktuellsten Tatort, den Emilia Ness selber begutachtet, findet sie kurz vor ihrer Abfahrt ein makaberes Geschenk von ihm auf ihrem Auto vor.

Zeitgleich beendet Avram Kuyper einen Auftrag, den er zwar an sich erfolgreich erledigt hat, aber er merkt zu spät, dass er wohl doch hinters Licht geführt wurde. Aber ihm bleibt nicht viel Zeit, darüber nachzudenken, denn ein unbekannter bietet ihm die Gelegenheit einen alten Feind Kuypers auszuschalten. Zwar wird er dafür nicht bezahlt, sondern im Gegenteil er muss dafür bezahlen und zwar ein halbe Millionen Euro – aber das ist ihm die Sache wert.

Der Gestank von Blut schlug Emilia entgegen wie eine Woge – nicht einmal der Kuhmist konnte das überlagern. Post Mortem – Tage des Zorns, S. 16

Mein Eindruck:

Nichts ist so, wie es scheint …

Altbekanntes Muster

Wieder einmal begleitet man die beiden ungleichen Protagonisten bei ihrem Tagesgeschäft. Die eine jagt Verbrecher um sie vor Gericht zu stellen – der andere tötet, meist eher unangenehme, Mitmenschen gegen Geld und befreit gelegentlich Entführungsopfer. Das wäre an sich schon beinahe spannend genug, auch wenn ein Killer, der sich von Dantes Inferno zu seinen Taten berufen fühlt nicht unbedingt neu ist. Avrams Job als bezahlter Profi-Killer ist hinlänglich bekannt, trotzdem sind auch hier die Ereignisse sehr spannend beschrieben. Aber wirklich spannend wird es, wenn beide quasi am selben Fall arbeiten – vor allem wenn es erst mal unwissentlich geschieht.

Wer braucht schon Vorschriften

Der gemeinsame Fall in den die beiden verwickelt werden hat einen sehr persönlichen Hintergrund, weswegen sich alle beide sehr ins Zeug legen und Emilia irgendwann alle Interpol-Vorschriften über Bord wirft und mit Avrams Methoden ermittelt. Wobei ermitteln vielleicht dann irgendwann auch zu viel gesagt ist, denn der gemeinsame Fall beginnt damit, dass beide sich unabhängig voneinander gefangen in einem düsteren Verlies wiederfinden. Hier heißt es dann möglichst geschickt zu agieren und zu reagieren, was den beiden auch gut gelingt.

Mister Hulk

Aber diese Entführung war nur ein beinahe kleiner Teil eines großen Spiels mit einem alten Bekannten der beiden. Das alles ist sehr gut und vor allem sehr bildhaft beschrieben. Es gibt reihenweise blutige Grausamkeiten, die die beiden entweder selber erleben oder aber zwangsweise verfolgen wie sie anderen zugefügt werden. Manche Aktionen der beiden erscheinen mir dabei ein bisschen unlogisch. Als Profikiller muss Avram sicherlich über eine hervorragende körperliche Fitness und sehr viel Geschick verfügen, aber hin und wieder kam er mir beinahe vor wie der unglaubliche Hulk, gepaart mit McGyver.

Miss Naiv

Im Gegensatz dazu steht die manchmal unglaublich naive und oft gutgläubige Emilia Ness. Das sie in diesem speziellen Fall auf die Vorschriften pfeift ist ja okay, aber sich so blauäugig in Gefahr zu begeben ohne sich irgendwie vorher abzusichern ist für eine gestandene Ermittlerin schon ziemlich dumm. Aber trotz der kleinen Unzulänglichkeiten – ich denke ich jammere hier auf hohem Niveau – hat mich auch Band drei der Reihe begeistert. Er war schnell, spannend, mit einem ziemlich nervenaufreibenden Showdown, der dann auch noch in einem mehr oder weniger offenen Ende mündet. Ich will auf jeden Fall wissen, wie die Geschichte weitergeht :-)

Mein Fazit:

Post Mortem – Tage des Zorns ist wie seine beiden Vorgänger schnell, brutal und wartet immer wieder mit Überraschungen auf. Auch hierfür gibt es von mir eine uneingeschränkte Empfehlung für alle, die actionreiche Thriller mögen.

Hörbuchinfos

  • Titel: Post Mortem – Tage des Zorns
  • Autor: Mark Roderick

  • Erzähler: Richard Barenberg

  • Verlag: Argon-Verlag
  • Genre: Thriller

  • Erscheinungsjahr: 2016

  • ASIN: B06XCLXJHW
  • Form: Hörbuch, ungekürzt , ca. 11 Std 37 Min

  • Preis: 20,95 €

  • Bei  Audible  kaufen

Reiheninfo

Hallo! Mein Name ist Tina und ich blogge hier…hauptsächlich über Bücher und allem was dazu gehört. Ich würde mich freuen, wenn du mir einen Kommentar hinterlässt oder meinen Beitrag teilst.

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