Post Mortem - Zeit Der Asche

[Rezension] Post Mortem – Zeit der Asche

Post Mortem – Zeit der Asche ist der zweite Band um die beiden ungleichen Protagonisten Emilia Ness und Avram Kuyper. Nachdem ich den ersten Band schon toll fand, musste ich unbedingt auch den zweiten hören.

Post Mortem – Zeit der Asche

Mark Roderick

Avram Kuyper geht zwar weiterhin seinem „normalen“ Job nach, verfolgt aber auch neue Spuren im Fall seines toten Bruders und seines ermordeten Neffen. Aber irgendwann gibt es einfach zu viele Spuren, denen er nicht allen alleine folgen kann. Deshalb wendet er sich an Emilia Ness, die in ihrer Eigenschaft als Interpol-Agentin auch noch immer hinter den Hintermännern der Snuff-Movies ist. Aber dafür hat Avram sich einen denkbar ungünstigen Zeitpunkt ausgesucht, denn sie bangt grade um das Leben des Mannes, den sie liebt – und Avram ist nicht ganz unschuldig an dessen derzeitiger Lage.

Übergebt ihn Belial! Das wäre Claus Thalingers erste Wahl gewesen. Denn Belial hatte ihm nicht nur jahrelang loyal gedient, sondern ihn darüber hinaus mit unzähligen exquisiten und überaus lukrativen Filmen versorgt. Post Mortem – Zeit der Asche, S. 10

Mein Eindruck:

Wieder begleite ich als Leser abwechselnd Avram und Emilia bei ihren Ermittlungen. Da beide zwar prinzipiell an der gleichen Sache ermitteln, aber unterschiedliche Spuren verfolgen, gibt es nicht mehr so viele Wiederholungen, wie im ersten Band.

Avram

Neben den Ermittlungen wegen der Snuff-Movies muss Avram auch noch seinen regulären Job erledigen. Nun ist dieser Job nicht unbedingt normal, denn er ist ein Profi-Killer und zu Beginn des Buches versucht er gerade einen russischen Geschäftsmann ins Jenseits zu befördern. Dabei läuft nicht alles glatt und so muss er sich neben seinen Ermittlungen wegen der Filme auch noch um Schadensbegrenzung in dieser Sache kümmern. Aber natürlich kommt er trotzdem auch in der anderen Angelegenheit weiter voran, aber als er merkt, dass die Masse der Spuren für ihn alleine zu viel wird, wendet er sich an Emilia Ness. Nebenbei erfährt man auch noch so einige Dinge aus Avrams Vergangenheit – aber längst nicht alles, was mich interessiert. Vielleicht bietet der dritte Band ja noch ein bisschen  mehr Aufklärung?

Emilia

Emilia ist dagegen erst einmal mehr mit ihrem Privatleben beschäftigt. Sie ist verliebt, der Mann ihres Herzens macht ihr einen Heiratsantrag und sie schwebt auf Wolke  Sieben. Aber dann wird sie zu einem Tatort gerufen und fühlt sich sofort an ihr eigenes Martyrium erinnert. Von ihrem Chef erhält sie eine Woche Zeit, eine Verbindung zwischen den beiden Fällen zu beweisen. Aber dann überschlagen sich die Ereignisse, ihr Freund wird schwer verletzt und so entscheidet sie sich letztlich doch zur Zusammenarbeit mit Avram. Steht im ersten Band ihr etwas angespanntes Verhältnis zu ihrer Tochter bei ihr im Mittelpunkt, ist es dieses Mal Mika Kessler um den ihre Gedanken kreisen. Allerdings wird sie, ihre Gedanken und Beweggründe nicht ganz so ausführlich geschildert, was mich jetzt aber auch ehrlich gesagt nicht weiter stört.

Absolut spannend

Wenn ich mich entscheiden müsste, ist Avram mir der sympathischere Protagonist. Er ist auf der einen Seite ein knallharter Killer, auf der anderen Seite ist er aber auch ein nachdenklicher Mensch. Auch Emilia ist durchaus sympathisch, aber bei ihr kann ich viele ihrer Handlungen nicht wirklich nachvollziehen. Was mich aber wirklich begeistert hat, ist der wirklich spannende und ziemlich gruselige Plot, der für meinen Geschmack wirklich gründlich durchdacht ist und glaubhaft geschildert wird. Ich finde hier stimmt auch das Timing auch zwischen temporeichen Actionszenen und ruhigen, nachdenklichen Szenen. Da die Ermittlungen der beiden Protagonisten  lange Zeit keine Überschneidungen haben, gibt es hier auch weniger Längen  als  im ersten Band. Diese dunkle Szene, in der dieses Snuff-Movies offenbar reißenden Absatz finden, ist schockierend und brutal – ich mag mir nicht vorstellen, dass es sowas in der Realität gibt, aber es ist leider wohl wahr.

Mein Fazit:

Post Mortem – Zeit der Asche hat mich ebenso begeistert und gefangen genommen, wie der erste Band der Reihe. Spannend, temporeich und immer wieder überraschend – wer Thriller liebt, sollte sie die“ Post-Mortem“  Reihe nicht entgehen lassen.

Hörbuchinfos

  • Titel: Post Mortem – Zeit der Asche
  • Autor: Mark Roderick
  • Erzähler: Richard Barenberg
  • Verlag: Argon-Verlag
  • Genre: Thriller
  • Erscheinungsjahr: 2016
  • ASIN: B01DU5954I
  • Form: Hörbuch, ungekürzt , ca. 11 Std 37 Min
  • Preis: 20,95 €
  • Bei  Audible  kaufen

Reiheninfo

Hallo! Mein Name ist Tina und ich blogge hier…hauptsächlich über Bücher und allem was dazu gehört. Ich würde mich freuen, wenn du mir einen Kommentar hinterlässt oder meinen Beitrag teilst.

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