Provenzalische Geheimnisse

[Rezension] Provenzalische Geheimnisse

Nachdem ich ja den ersten Band Provenzalische Verwicklungen ja schon gelesen und vorgestellt habe, habe ich mir nun den zweiten Band Provenzalische Geheimnisse vorgenommen.  Das dürfte auch das letzte Buch für die Juni-Aufgabe der Motto Challenge 2016 sein :-)

Provenzalische Geheimnisse

Sophie Bonnet

Pierre Durand ist mehr oder weniger angekommen in Sainte-Valérie und freut sich mit den Dorfbewohnern auf eine große Hochzeit, die ansteht. Weniger wegen der Feierlichkeiten, sondern mehr wegen der Köchin, die die Gäste versorgt. Aber dann wird der Bruder der Braut tot aufgefunden, von Schrotkugeln durchsiebt. Ein Jagdunfall als Ende eines Junggesellenabschieds der anderen Art?

Mein Eindruck:

Der letzte Schuss traf ihn am Hinterkopf. Noch während er vornüber sank, dachte er, was für ein unrühmliches Ende es doch war, wie flüchtendes Wild zur Strecke gebracht zu werden. Provenzalische Geheimnisse. S.9

Mord, gleich zu Beginn

Auch hier bekommt man gleich zu Beginn erst einmal den Mord hautnah mit. Das war schon beim letzten Band, Provenzalische Verwicklungen, so und bietet einen guten Einstieg in die Geschichte. Die zuständige Gendarmerie legt den Fall schnell zu den Akten, denn für sie es kein Fall, sondern eher ein tragischer Unfall. Aber Pierre Durand sieht das anders und als die Schwester ihn bittet zu ermitteln, gibt er nur zu gerne nach.

Schwierige Verhältnisse

Aber um irgendwelche Ergebnisse zu bekommen, muss er mit den Dorfbewohnern reden und das ist schwierig. Als zugezogener Hauptstädter begegnen  sie ihm mit Schweigen, Misstrauen und Ablehnung. Das erstreckt sich übrigens nicht nur auf den Fall, sondern auch auf private Angelegenheiten, wie die Renovierung des alten Bauernhauses, dass er gekauft hat. Hier zeigt sich aber auch eine der Stärken von Sophie Bonnet.

Wiedersehensfreude

Sie beschreibt die Dorfbewohner mit all ihren skurrilen Angewohnheiten so liebevoll, dass man ihnen gar nicht wirklich böse sein kann. Wie schon in Band 1 legt sie mehr Wert auf die Schilderungen von Land, Leuten und dem dörflichen Miteinander, als auf die Tat. Manche der Figuren kennt man schon aus dem ersten Band, und ja, ich hab mich tatsächlich gefreut, sie wieder zu sehen :-) Aber auch die Krimihandlung gut konzipiert und logisch aufgebaut – aber sie ist halt nicht die Hauptsache.

Zusätzliche  Schmankerl

Für Nicht-Franzosen wie mich, gibt es übrigens gleich zu Beginn ein kleines Glossar, in dem viele kleine Redensarten und Abkürzungen erklärt bzw. übersetzt sind. Ganz am Ende gibt es dann noch viele typisch französische Kochrezepte (natürlich von Charlotte, der Köchin und Freundin von Durand) die zum Nachkochen anregen und sich allesamt sehr lecker anhören :-)

Mein Fazit:

Ein gut zu lesender Urlaubs-Krimi, der einem wirklich Lust auf einen Urlaub in Frankreich macht. Nicht aufregend, aber schön geschrieben , mit vielen, kleinen liebevollen Details.

Buchinfos

  • Titel: Provenzalische Geheimnisse
  • Autor: Sophie Bonnet
  • Verlag: Blanvalet
  • Genre: Krimi
  • Erscheinungsjahr: 2015
  • ISBN: 978-3-641-15779-1
  • Form: Epub,  ca. 352  Seiten
  • Preis: 8,99 €
  • Bestellung: Blanvalet
Hallo! Mein Name ist Tina und ich blogge hier...hauptsächlich über Bücher und allem was dazu gehört. Ich würde mich freuen, wenn du mir einen Kommentar hinterlässt oder meinen Beitrag teilst.

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