Schlafe still

[Rezension] Schlafe still

Schlafe still von Luana Lewis gehört zu den Büchern, bei denen ich das Cover gesehen habe und mir gedacht habe „Das musst du haben“ :-) Ganz schlicht und simpel gehalten, aber trotzdem hat es mich angesprochen – ist es nicht das, was ein gutes Cover ausmacht?

Schlafe still

Luana Lewis

Vivian führt ein beneidenswertes Leben: Sie sieht gut aus, hat einen vermögenden und liebenswerten Mann, eine kleine Tochter und doch findet man sie  eines Tages tot in ihrem Badezimmer auf. Eine blutige Wunde am Kopf und die Tatsache, dass sie noch recht jung und an sich gesund war,  ruft die Polizei auf den Plan. Vivians Mutter Rose, zu der sie eher selten Kontakt hatte, sieht sich nun mit allerlei Details aus Vivians Leben konfrontiert und stellt fest, dass sie ihre Tochter eigentlich gar nicht richtig gekannt hat. Dann taucht auch noch Cleo auf, Vivians Freundin aus Kindertagen und gleichzeitig die Ex-Freundin von Vivians Mann Ben. Es stellt sich heraus, das Cleo die Freundin schon seit Jahren gestalkt hat…

Ich küsse sie ein letztes Mal. Ihr süßer, frischer Duft vermischt sich mit dem metallischem Geruch des Todes. Schlafe still, S. 5

Mein Eindruck:

Es nicht immer alles Gold, was glänzt…

Pefektes Leben

Vivians Leben ist nach außen perfekt. Sie wohnt in einem tollen Haus, hat einen tollen Mann und ein tolles Kind – aber in Wirklichkeit ist gar nicht alles so toll. Gemeinsam mit Rose, Vivians Mutter, mache ich mich auf die Suche nach der wahren Vivian und muss feststellen – eigentlich war gar nichts toll in ihrem Leben. Jedenfalls schien Vivian das zu denken, denn nichts war ihr perfekt genug – sie selbst nicht und schon gar nicht ihre Tochter.

Merkwürdige Menschen

Von Beginn an herrscht in der Geschichte eine gewisse düstere Atmosphäre, der ich mich nicht entziehen kann. Mittendrin steht die Frage, woran Vivian denn nun gestorben ist. War es ein Unfall? Eine natürliche Todesursache? Oder war es doch Mord? Welche Rolle spielt Cleo, die ehemals beste Freundin? Sie hat Vivian seit Jahren heimlich beobachtet und fotografiert, nun scheint sie sich in ihrem Haus einzunisten. Genauso merkwürdig finde ich Isaac, der irgendwie Fahrer und Mädchen für alles im Haushalt von Vivian und Ben ist.

Kennt man seinen Nächsten?

Gemeinsam mit Rose mache ich mich daran, dass eher bedrückende Innenleben von Vivian zu erkunden. Nach und nach stellt sich heraus, dass Vivian schwerwiegende  psychische Probleme hatte. Probleme, die man eigentlich hätte erkennen müssen, aber andererseits, war sie auch sehr geschickt  darin, alles hinter der glücklichen Fassade zu verbergen. Unwillkürlich stellt man sich die Frage, wie gut man eigentlich seinen Nächsten kennt und was man tatsächlich von seinen Problemen weiß. Vermutlich bei weitem nicht genug, fürchte ich.

Extrem spannend

Ich fand Schlafe still extrem spannend und gut geschrieben.  Die Frage nach der Schuld am Tod der jungen Frau wird zwar am Ende geklärt bzw. wer ihren Tod herbeigeführt hat – denn Schuld waren irgendwie alle ein bisschen. Auch die Frage, ob man nicht schon im Vorfeld etwas gegen die heran rollenden Ereignisse hätte tun können, beschäftigt mich noch eine ganze Weile nachdem ich das Buch beendet hatte. Vielleicht sollte man doch öfter mal hinter die Fassade offensichtlichen Glücks blicken, aber wer möchte schon als so neugierig gelten?

Mein Fazit:

Schlafe still ist ein wirklich spannender Roman, der das Prädikat „Thriller“ zu Abwechslung mal wirklich verdient hätte. Auch ohne allzu viel Blutvergießen weiß dieses Buch zu fesseln.

Buchinfos

  • Titel: Schlafe still
  • Originaltitel: Forget me not
  • Autor/in: Luana Lewis
  • Übersetzer/in: Elke Link
  • Verlag: Goldmann
  • Genre: Roman/Thriller
  • Erscheinungsjahr: 2017
  • ISBN: 978-3-442-20530-1
  • Form: TB,  288  Seiten
  • Preis: 15,00 €
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Über Tina

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3 Kommentare zu “[Rezension] Schlafe still

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