Seelenkinder

[Rezension] Seelenkinder

Seelenkinder von Sarah Hilary ist bereits der zweite Band um die Ermittlerin Marnie Rome. Allerdings habe ich mir sagen lassen, dass man das Buch problemlos auch ohne Vorkenntnisse aus dem ersten Buch lesen kann.

Seelenkinder

Sarah Hilary

Bei Gartenarbeiten an seinem neuen Haus macht Terry Doyle einen grauenhaften Fund. Er stößt auf einen alten Bunker und in diesem Bunker findet er zwei Kinderleichen. Eng aneinandergekuschelt liegen sie zwischen Müll, Unrat und Konservendosen. Das Team um Detective Marnie Rome nimmt die Ermittlungen auf, aber zunächst ohne wirklichen Erfolg. Die beiden Kinder sind seit ca. fünf Jahren tot und es gibt aus dieser Zeit keine Vermisstenmeldung, die zu den beiden Brüdern passt. Dazu kämpft sie noch mit ihren eigenen Problemen, die sich durch diesen Fall immer wieder in ihr Bewusstsein drängen.

Wenn Fred sagt „Mummy kommt nie mehr, Daddy auch nicht“, dann sagt Archie ihm, er soll ruhig sein. Das sind die einzigen Momente, in denen er böse mit seinem Bruder wird. Seelenkinder, S. 8

Mein Eindruck:

Seelenkinder ist auf keinen Fall etwas für schwache Nerven.

Düsterer Einstieg

Schon der Einstieg macht deutlich, dass es in Seelenkinder mehr als düster zugeht. Für kurze Zeit ist man bei den beiden Jungen, die unter der Erde eingesperrt sind und sehnlichst auf ihre Mutter warten. Als Leser weiß man, das sie vergebens warten – was einem gleich zu Beginn einen dicken Kloß im Hals beschert. Verständlicherweise ist DI Marnie Rome nicht begeistert, diesen Fall zu übernehmen.

Schwierige Ermittlungen

Man begleitet Marnie Rome dann auch Kapitel für Kapitel bei ihren schwierigen Ermittlungen, denn nicht nur, dass die Kinder schon recht lange in diesem Bunker gelegen haben – es gibt auch keine passende Vermisstenanzeige. Aber immer wieder tauchen passende Verdächtige auf und man rätselt mit Marnie, wer es wohl gewesen sein könnte. Zwischendurch gibt es immer wieder Kapitel, die in einer Psychiatrie handeln und eindeutig irgendetwas mit den beiden Brüdern zu tun haben. Aber was? Das bleibt lange Zeit unklar.

Es geht düster weiter

Die Düsternis, die schon bei den ersten Kapiteln auftaucht, zieht sich durch das ganze Buch. Nicht nur die Geschichte als solche ist düster und bedrückend, sondern auch alle Beteiligten wirken irgendwie bedrückt und das wirkt sich auch zu einem Teil auf mich aus. Normalerweise mag ich diese latent depressive Stimmung nicht, aber Sarah Hilary hat es geschickt verstanden, das alles mit so viel Spannung zu versehen, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Hier störten mich auch die privaten Probleme der Ermittler wenig, da sie meist eher am Rande erwähnt werden.

Noch eine Entführung

Ob es nun wirklich noch nötig war, zwei weitere Kinder entführen zu lassen? Ich fand eigentlich nicht, spannend war die Handlung bis dato ohnehin schon. All die schrecklichen Dinge, die aufgedeckt wurden, genügten völlig, um meine Gänsehaut gar nicht mehr verschwinden zu lassen. Aber vielleicht sehe ich das durch meine „mütterliche Brille“ ein bisschen anders, wer weiß :-) So gab es auf jeden Fall auch noch einen kräftigen Showdown

Mein Fazit:

Seelenkinder ist ein düsteres, heftiges Buch, dass sicher nicht jedem gut tut. Aber für etwas unempfindlichere oder mutigere Thriller-Fans auf jeden Fall absolut empfehlenswert! Ich werde mir den ersten Teil Herzenskalt sicher auch demnächst gönnen.

Buchinfos

  • Titel: Seelenkinder
  • Originaltitel: No Other Darkness
  • Autor: Sarah Hilary
  • Übersetzer/in: Astrid Finke
  • Verlag: btb Verlag
  • Genre: Thriller
  • Erscheinungsjahr: 2017
  • ISBN: 978-3-442-74808-2
  • Form: TB,480 Seiten
  • Preis:9,99 €
  • Beim Verlag bestellen

Reiheninfo

  • Herzenskalt
  • Seelenkinder

Hallo! Mein Name ist Tina und ich blogge hier...hauptsächlich über Bücher und allem was dazu gehört. Ich würde mich freuen, wenn du mir einen Kommentar hinterlässt oder meinen Beitrag teilst.

Über Tina

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7 Kommentare zu “[Rezension] Seelenkinder

  1. Das klingt nach einem spannenden Buch! Das Thema Kinder als Opfer in Thrillern ist immer ein schwieriges Thema. Dennoch klingt es sehr gut und deine Rezension ist toll geschrieben. lg Nadine von Nannis Welt

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