Tick Tack - Wie lange kannst du lügen?

[Rezension] Tick Tack – Wie lange kannst du lügen?

In Tick Tack – Wie lange kannst du lügen? bedient sich Megan Miranda mal eines etwas anderen Erzählstils, den die Story läuft quasi rückwärts ab. Das ist nicht gerade üblich, andererseits sind Zeitsprünge ja auch in anderen Büchern immer mal wieder dabei – trotzdem ist dieses Buch so ganz anders.

Wenn mein Leben eine Leiter wäre, dann wäre Cooley Ridge das untere Ende – eine bescheidene Stadt am Rand der Smoky Mountains, eine typische amerikanische Kleinstadt ohne besonderen Charme. Tick Tack – Wie lange kannst du lügen, S. 14

Tick Tack – Wie lange kannst du lügen?

Megan Miranda

Ein beunruhigender Brief ihres dementen Vaters, sowie die Bitte ihres Bruders ihm beim Verkauf des elterlichen Hauses zu helfen, bringen Nicolette zurück in die kleine Stadt Cooley Ridge. Vor zehn Jahren, nachdem ihre Freundin Corinne spurlos verschwunden war, hatte sie den Ort beinahe Hals über Kopf verlassen und war seitdem nicht wieder dort gewesen. Ihre Nervosität angesichts dieses Wiedersehens ist ihr selber beinahe unerklärlich. Was geschah damals vor 10 Jahren tatsächlich?

Mein Eindruck:

Verwirrend oder spannend?

Vorwärts

Der Anfang der Geschichte verläuft noch linear – Nicolette, genannt Nic, erhält einen geheimnisvollen Brief ihres Vaters, der lediglich aus den Sätzen “Dieses Mädchen. Ich habe es gesehen.” besteht. Zeitgleich bittet ihr Bruder um ihre Hilfe beim Verkauf des elterlichen Hauses, der Erlös wird für die Unterbringung des dementen Vaters in einem Pflegeheim gebraucht.Dann folgt die Reise, die erste Nacht im alten Haus, das Wiedersehen mit alten Jugendfreunden und ein Gesprächsversuch mit ihrem Vater. Aber am selben Abend verschwindet erneut ein junges Mädchen und Nics Nervosität steigert sich sichtlich.

Rückwärts

Ab da wurde es dann, für mich zumindest, ziemlich verwirrend. Erst einmal springt die Geschichte dann vierzehn Tage vor, um von da an in Schritten von 48 Stunden rückwärts zu erzählen, was passiert ist. Aber nicht nur diese Art der Erzählung hat mich verwirrt, sondern auch die vielen Andeutungen um irgendwelche Geheimnisse und Erinnerungen, die sich dann zwar irgendwann halbwegs klären, für mich aber nie wirklich greifbar werden. Genau so undurchsichtig wie die Geschichte, bleiben auch die Charaktere.

Blass

Ob es nun Nic, ihr Verlobter Everett oder ihr Bruder ist – kein einziger von ihnen konnte tatsächlich meine Interesse, geschweige denn mein Mitgefühl wecken. Ich fand sie alle recht blass und eindimensional, was die stellenweise schon recht langatmige Geschichte für mich noch langweiliger machte. Dazu kamen einige Logikfehler – oder aber ich habe die ganz eigene Logik dieses Buches einfach nicht verstanden. Insgesamt fand ich Tick Tack – Wie lange kannst du lügen? zwar einen netten Versuch, mal etwas anderes zu machen, aber mir fehlte jegliche Spannung und Stimmung.

Mein Fazit:

Tick Tack – Wie lange kannst du lügen ist der Versuch, eine Geschichte mal ganz anders zu erzählen – für mich ist dieser Versuch jedoch gescheitert.

Buchinfos

  • Titel: Tick Tack – Wie lange kannst du lügen?
  • Originaltitel: All the Missing Girls
  • Autor/in: Megan Miranda
  • Übersetzer/in: Elvira Willems und Cathrin Claußen
  • Verlag: Penguin Verlag
  • Genre: Thriller
  • Erscheinungsjahr: 2017
  • ISBN: 978-3-328-10162-8
  • Form: TB,  432  Seiten
  • Preis: 15,00 €

Hallo! Mein Name ist Tina und ich blogge hier…hauptsächlich über Bücher und allem was dazu gehört. Ich würde mich freuen, wenn du mir einen Kommentar hinterlässt oder meinen Beitrag teilst.

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