Wahllos

[Rezension] Wahllos

Ich mag Jeffery Deaver, habe aber bisher nur die Lincoln-Rhyme-Reihe gelesen – das sind ja auch schon ziemlich viele :-) Wahllos ist aber das erste Buch aus der Kathryn-Dance-Reihe, das mir in die Hände gefallen ist.

Wahllos

Jeffery Deaver

Im Solitude Creek, einem beliebten Nachtclub, herrscht Party-Stimmung. Eine beliebte Band, laute Musik und jede Menge feiernde Menschen lassen den kleinen Laden beben. Bis der erste den Brandgeruch wahrnimmt und Alarm schlägt. Dann geht alles ganz schnell – nachdem die Gäste festgestellt haben, dass die Notausgänge blockiert sind, bricht eine Massenpanik aus. In dem Gedränge kommt es zu Toten und Verletzten.

Kathry Dance, die wegen einer Panne in einer anderen Sache strafversetzt wurde, beginnt zu ermitteln und schnell fallen ihr die ersten Ungereimtheiten an dem angeblichen Unfall auf.

Michelle sah, wie ihre Tochter den Mund zu einem Schrei öffnete und dann durch das erdrückende Gewicht des Mannes unter der Oberfläche dieses wogenden Irrsinns verschwand. Wahllos, S. 20

Mein Eindruck:

Flüssig und angenehm

Wahllos ist bereits der vierte Band aus der Reihe rund um Kathryn Dance – allerdings ist es mein erstes Buch aus dieser Reihe. Allerdings machte das nicht viel, der Fall ist in sich abgeschlossen und außer ein paar Details aus Kathryn Dances Privatleben fehlt mir auch nichts Wesentliches an Informationen. Auch in Wahllos ist der Schreibstil flüssig und angenehm zu lesen und die abwechselnd erzählten Handlungsstränge wechseln sich in angenehmen Abständen ab und lassen alle Perspektiven gut zur Geltung kommen.

Manchmal langatmig

Hier liegt allerdings auch ein kleines Problem, denn für mich gab es zu viele etwas langatmige Passagen, vor allem aus Kathryns privatem Bereich. Manches ist sicher wichtig für die Handlung, aber für meinen Geschmack holten mich diese Passagen immer wieder aus der, eigentlich sehr spannenden, Haupthandlung heraus. Allerdings konnte ich damit recht gut leben, ich habe dies Passagen meist quergelesen :-)

Panik

Beeindruckt haben mich vor allem die „Panik-Szenen“ die so gestaltet waren, dass ich mich oft wie mitten im Geschehen fühlte. Erschreckend zu beobachten, wie schnell  es gehen kann, das Menschen die Kontrolle verlieren und nur noch nach ihren angeborenen  Instinkten handeln – und diese Instinkte sagen: Raus hier, ohne Rücksicht auf Verluste.  Mir fielen dazu vor allem die schrecklichen Bilder aus Fernsehberichten über die Loveparade in Duisburg  2010 ein und verursachten mir mehr als einmal eine Gänsehaut.

Unblutig

Gott sei Dank wurde aber im gesamten Buch weitestgehend auf allzu brutale und blutige Details verzichtet. Diese Dinge hat das Buch auch gar nicht nötig, denn die Spannung in dieser Geschichte kommt locker ohne eklige Details aus, sondern kommt mehr durch die psychologische Hintertür. Das Ende und die Auflösung kommt mir dann ein bisschen sehr plötzlich, kurz und knapp – aber die Art von Ende bin ich von Jeffery Deaver eigentlich gewöhnt :-)

Mein Fazit:

Ein sehr spannendes, unblutiges Buch, das sehr viel Wert auf den psychologischen Aspekt legt.  Wer spannend, aber ohne Ekelszenen, unterhalten werden möchte ist mit Wahllos wirklich gut beraten.

Buchinfos

  • Titel: Wahllos
  • Originaltitel: Solitude Creek
  • Autor: Jeffrey Deaver
  • Übersetzer/in: Thomas Haufschild
  • Verlag:  Blanvalet
  • Genre: Thriller
  • Erscheinungsjahr: 2016
  • ISBN: 978-3-7645-0573-8
  • Form: Hardcover,  576  Seiten
  • Preis: 19,99 €
  • Beim Verlag bestellen 
Hallo! Mein Name ist Tina und ich blogge hier…hauptsächlich über Bücher und allem was dazu gehört. Ich würde mich freuen, wenn du mir einen Kommentar hinterlässt oder meinen Beitrag teilst.

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