Wenn die Nacht verstummt

[Rezension] Wenn die Nacht verstummt

Da alle mit zugeraten haben, habe ich jetzt auch Wenn die Nacht  verstummt für die Motto Challenge 2016 gelesen. Es ist der dritte Teil der Kate-Burkholder-Reihe und ich bin schon ganz gespannt.

Wenn die Nacht verstummt

Linda Castillo

Die Amisch-Gemeinde von Painters Mill sieht sich immer mehr Anfeindungen gegenüber – und dabei bleibt es nicht. Unbekannte haben es offensichtlich auf ihre friedliebenden Gemeindemitglieder abgesehen und richten allerlei Unheil und Zerstörungen an. Dann werden die drei  erwachsenen Mitglieder der Slabaugh-Familie tot in ihrer Güllegrube gefunden. Polizeichefin Kate Burkholder ist nicht nur auf der Suche nach den Mördern, sondern sorgt sich auch um die vier halbwüchsigen Kinder der Slabaughs.

Mein Eindruck:

Gruseliger Einstieg

Wenn die Nacht verstummt beginnt wie immer etwas  geheimnisvoll und ziemlich brutal. Man erfährt ein bisschen was aus der Täter-Perspektive, aber eben nicht zu viel. Natürlich erfährt man auch wieder viel über Kate Burkholders Seelenleben, gleich zu Anfang, aber auch im im Laufe der Handlung – leider oft mehr als ich wissen möchte.  Aber auch, wenn mich das ein bisschen nervt, ich mag die Polizeichefin.

Spannende Thematik

Grundsätzlich gibt es an diesem dritten Teil der Reihe wirklich nichts zu meckern. Die Krimi-Geschichte ist gut ausgedacht, kleinere Logik-Fehler kann man wegen des tollen Schreibstils getrost überlesen – alles in allem ist es sehr routiniert und einfach gut. Die Thematik der Anfeindungen gegenüber der Amisch-Gemeinde wird gut erklärt – auch wenn sich nach den ersten Festnahmen herausstellt, dass das eine mit dem anderen wenig zu tun hat.

Zu viele Probleme

Was mich dennoch ein bisschen stört, ist der ewige Verweis auf Kate Burkholder schwere Kindheit und schreckliche Jugend. Auch ihr etwas merkwürdig anmutendes Verhältnis zu Tomasetti nervt ein bisschen.  Mag sein, dass Linda Castillo es so beabsichtigt hat, aber die Fassade der toughen Polizeichefin bröckelt in Wenn die Nacht verstummt ziemlich oder wird in Alkohol ertränkt. Dazu kommen entweder Alpträume oder Schlaflosigkeit, Minderwertigkeitsgefühle weil sie keine Kinder bekommen kann und noch haufenweise andere Probleme – hört sich alles nach klassischem Burnout an.

Trotz allem gut

Das mir Wenn die Nacht verstummt trotzdem gefallen hat, liegt vor allem an dem für mich eher ungewöhnlichen Setting in der Amisch-Gemeinde in Kombination mit einem spannenden Krimi-Plot. Da kann ich dann einfach die Dinge,  die mich stören überlesen :-) Sooo viele wie es sich oben anhört sind es nicht, Linda Castillo beherrscht ihr Handwerk und so kann ich damit leben. Auf jeden Fall bin ich gespannt, wie es mit Kate Burkholder weitergeht.

Mein Fazit:

Ein routiniert geschriebener Thriller in einem ungewöhnlichen Umfeld – vielleicht sollte Linda Castillo sich aber nicht zu sehr auf diese Mischung verlassen.

Buchinfos

  • Titel: Wenn die Nacht verstummt
  • Autor: Linda Castillo
  • Originaltitel: Breaking Silence
  • Übersetzer/in: Helga Augustin
  • Verlag: Fischer Verlage
  • Genre: Krimi/Thriller
  • Erscheinungsjahr: 2012
  • ISBN: 978-3-596-18452-1
  • Format: Taschenbuch, 336 Seiten
  • Preis: 8,99 €
  • Bestellung beim Verlag: Fischer Verlage
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    Reiheninfos

    1. Die Zahlen der Toten
    2. Blutige Stille
    3. Wenn die Nacht verstummt
    4. Tödliche Wut
    5. Teuflisches Spiel
    6. Mörderische Angst
    7. Grausame Nacht

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    2 Kommentare zu “[Rezension] Wenn die Nacht verstummt

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