Sanctum

[Rezension] Sanctum

Im April 2006 erschien Ritus von Markus Heitz, über dass ich bereits vor ein paar Tagen berichtet habe. Heute habe ich mir den Nachfolger Sanctum vorgenommen, der im September 2006 erschienen ist und das zweite Buch aus der Reihe  Pakt der Dunkelheit  ist.

Da ich mir beide Bücher eine ganze Weile nach dem Erscheinen gekauft hatte, hatte ich den Vorteil sie direkt nacheinander lesen zu können und mir so die Handlung aus Ritus natürlich noch vertraut war.

Die Aufmachung beider Bücher passt gut zueinander und passt, meiner Meinung nach, auch gut zum Inhalt. Während Ritus mit einer blutroten, erhaben geprägten Schrift und einem stilisiertem Baum vor einem schwarzem Hintergrund aufwartet, ziert bei Sanctum der Titel in einem leicht giftigem grün und vor einem mit Ornamenten bedruckten, schwarzen Cover. In beiden Büchern wiederholt sich das Motiv jeweils am Anfang jedes neuen Kapitels.

Aber ein gelungenes Cover ist ja nur die halbe Miete :-)

Sanctum

Von Markus Heitz

Noch immer ist der französische Wildhüter Jean Chastel auf der Jagd nach der Bestie, die seine Söhne verletzt und somit infiziert hat. Aber mittlerweile hat er mächtige Verbündete gefunden, unter anderem die Äbtissin Gregoria, die ihn nach Kräften unterstützt.

Aber natürlich gibt es auch einflussreiche Menschen, die Chastels Jagd verhindern wollen und die Angelegenheit ganz offiziell für beendet erklären, nachdem ein besonders großer Wolf erlegt wurde.

Die Spurensuche führt immer weiter von Südfrankreich weg, bis hin ins weit entfernte Rom. Nach vielen Schwierigkeiten erreicht Äbtissin Gregoria Rom, enthüllt die Machenschaften eines Geheimbundes und setzt ihre  Rachepläne an dem Jesuiten, der ihr Kloster zerstören und ihre Nonnen niedermetzeln ließ, in die Tat um Aber der Vatikan wäre nicht der Vatikan, wenn er so etwas einfach hinnehmen würde und so bekommt die Äbtissin die ganze Macht des Klerus bald zu  spüren.

Auch Erik von Kastell hat es ein paar hundert Jahre später nach Rom verschlagen. Als letzter Jäger in einer langen Ahnenreihe sinnt er auf Rache für den Tod seines Vaters und jagt weiterhin Werwesen. Aber die Jagd gestaltet sich immer schwieriger und Erik verliert langsam den Überblick, wer Feind und wer Freund ist. Immer mehr Menschen aus seinem Umfeld sind offensichtlich infiziert, auch wenn nicht alle von ihnen Erik böses wollen.

Dazu kommt, dass immer mehr suspekte Gruppen sich in seine Jagd einmischen. Während Erik versucht seine Rachepläne umzusetzen und dabei offenbar sehr mächtigen Feinden aus dem Weg zu gehen, wird er, ohne es zu wollen, in einen seit Jahrhunderten schwelenden Krieg verwickelt.

Mein Eindruck:

Genau wie Ritus spielt auch Sanctum wieder in zwei verschiedenen Zeitebenen, die sich Kapitelweise abwechseln. Der Hauptort ist allerdings in beiden Zeiten der gleiche, nämlich Rom bzw. der Vatikan.

Alte Bekannte

Auch die handelnden Personen kannte ich natürlich schon aus Ritus, aber es tauchten auch viele neue Charaktere auf. Diese neuen Personen blieben für mich allerdings recht ausdruckslos und ich fand sie wenig überzeugend geschildert.  Auch die Beschreibung Roms, weder im 18. noch im 21. Jahrhundert, kann wirklich Atmosphäre erzeugen. Eigentlich schade, denn Rom ist  eine wirklich tolle Stadt und als Hintergrund für so einen Roman ein idealer Handlungsort.

Die Handlung als solche knüpfte relativ übergangslos an die Handlung aus Ritus an und da ich beide Romane direkt hintereinander gelesen habe, war das auch kein Problem. Wer allerdings fünf Monate nach Ritus zu Sanctum gegriffen hat, der hätte sich bestimmt über eine kurze Zusammenfassung am Anfang des Buches gefreut  :-)

In Sanctum hat Markus Heitz deutlich weniger wert auf genauere Charakterbeschreibungen gelegt. Okay, Sanctum ist kein „Stand alone“ und wer den ersten Teil kennt, hat sich schon mit den Charakteren und Eigenheiten der Protagonisten beschäftigt, aber eine kleine Auffrischung wäre sicher nicht schlecht gewesen.

Action satt

Was auf jeden Fall nahtlos an den Vorgänger-Roman anknüpft sind die vielen, rasanten Actionszenen, die mich als Action-Fan jedes Mal aufs Neue mitgerissen haben. Weniger mitreißend fand ich die gelegentlichen Sexszenen – ich weiß es schon seit dem ersten Band: Werwölfe sind die standfestesten und ausdauerndsten Liebhaber des Universums, so oft muss das nun auch nicht betont werden, manchmal klingt es schon ein bisschen nach Leistungssport  :-)

Alle Ungereimtheiten, oder jedenfalls fast alle, die schon seit Ritus bestehen, lösen sich im Laufe des Buches auf und viele offene Fragen klären sich hier. Das Ende ist nicht wirklich überraschend, aber trotzdem gut inszeniert und auch durchaus befriedigend.

Mein Fazit:

Mir persönlich hätte ein bisschen weniger James Bond besser gefallen. Trotzdem finde ich dass auch Sanctum ein spannendes, rasantes Buch ist, das trotz seiner gut 600 Seiten ziemlich schnell gelesen ist und dabei gut unterhält.

Buchinfos

  • Titel: Sanctum
  • Autor: Markus Heitz
  • Verlag: Droemer Knaur
  • Genre: Fantasy
  • Erscheinungsjahr: 2008
  • ISBN: 978-3-426-63979-5
  • Format: Taschenbuch, 624 Seiten
  • Bestellung: Droemer Knaur

 

Hallo! Mein Name ist Tina und ich blogge hier...hauptsächlich über Bücher und allem was dazu gehört. Ich würde mich freuen, wenn du mir einen Kommentar hinterlässt oder meinen Beitrag teilst.

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