chronik des eisernen druiden

[Rezension] Die Chronik des eisernen Druiden – Band 1

Die Chronik des eisernen Druiden habe ich über vorablesen.de gewonnen. Ein keltischer Druide im modernen Amerika, wenn auch in einer recht abgelegenen Gegend, ist mal eine etwas andere Idee und nicht so wirklich historisch korrekt :-). Ich fand die Leseprobe recht witzig und ansprechend und war gespannt, ob das Buch hält, was die Leseprobe verspricht.

Die Chronik des eisernen Druiden

– Die Hetzjagd –

Kevin Hearne

Atticus O`Sullivan lebt in Arizona und betreibt einen kleinen, okkulten Buchhandel. Er sieht aus, wie der typische, ewige Student – aber sein Aussehen täuscht. In Wahrheit ist er ein 2100 Jahre alter keltischer Druide, der letzte seiner Art. Seinen eher abgeschiedenen Wohnort hat er ganz bewusst gewählt, denn hier ist die Götterdichte gering und auch Feen trifft man hier nicht an. So sah jedenfalls die Theorie aus, bis er eines Abends von vier Elfen angegriffen wird, die auf der Suche nach Fragarach, dem magsichen Schwert, sind. Zwar kann er die vier Angreifer erledigen, aber ihm ist klar, das seine Tarnung offenbar aufgeflogen ist.

Mein Eindruck:

Da dies der erste Band aus der Reihe Die Chronik des eisernen Druiden ist, gibt es zu Anfang einen kleinen Überblick über die Welt des Atticus O`Sullivan. Da gibt es einmal die kleine, beschauliche Welt in Arizona, wo er mit seinem Wolfshund Oberon lebt. Hier hat er es sich recht behaglich eingerichtet, führt seinen Buchladen, hilft gelegentlich seiner irischen Nachbarin mit dem Garten oder zieht mit seinen Anwälten, einem Vampir und einem Werwolf, um die Häuser. Schnell wird klar, dass Vampir und Werwolf nicht die einzigen nicht-normalen Nachbarn in der Kleinstadtidyllle sind, aber Kevin Hearne beschreibt das so nett, dass man diese Tatsache schnell vergisst und es beinahe so normal wie Atticus findet :-)

Komplizierte Namen

Die zweite Welt ist die Welt der keltischen Götter und Atticus Vergangenheit. Hier wimmelt es nur so von Göttern, Elfen, Feen und anderen magsichen Wesen – alle mit ausgesprochen schwierigen Namen. Die Namen werden zwar im Anhang mit Tipps zur Aussprache erläutert, aber gerade am Anfang tauche zig Namen auf und ich hatte ehrlich keine Lust x-mal nach hinten zu blättern um nachzusehen wie man die Namen ausspricht. Ich find das persönlich jetzt auch nicht soooo wichtig, schließlich will ich ja nicht laut vorlesen, aber wer es genau wissen will hat schon ziemlich viel zu tun.

Internationale Göttergesellschaft

Etliche Namen und “Dienstränge” kannte ich durchaus, aber es hat mich schon etwas verwirrt das die Charaktereigenschaften des Göttervolks nicht so ganz zu dem passten, was ich aus anderen Geschichten kannte. Dazu mischt Kevin Hearne dann auch noch jede Menge andere Charaktere in seine Geschichte und so finden sich dann auch Götter aus dem Olymp oder aus Walhalla die ihre ganz eigenen Ziele verfolgen. Mit der Zeit gewöhnt man sich aber daran und vor allem die witzigen Dialoge zwischen Atticus und Oberon, dem Atticus die Menschensprache beigebracht hat, helfen am Anfang sich zurecht zu finden.

Spannend und witzig

Die eher flappsige und witzige Art der beiden zieht sich durch das ganze Buch, ohne jedoch zu irgendeinem Zeitpunkt in’s Alberne abzudriften und auch ohne die Spannung aus der Geschichte zu nehmen. Ich finde Kevin Hearne schafft es ganz wunderbar und scheinbar mühelos zwischen witzigen Dialogen, blutigen Kämpfen und gelegentlichen Bettgeschichten hin und her zu manövrieren. Ich habe mich schnell in seiner etwas komplizierten Welt zurechtgefunden und mich dort auch sehr wohl gefühlt.

Bitte nicht anschreien

Ein bisschen genervt hat mich beim Lesen, dass alle Namen der Götter immer in Großbuschstaben gedruckt waren. Das unterbrach ständig den Lesefluss, weil es schon optisch sehr ins Auge fiel bei den vielen Namen, die in der Geschichte vorkommen und ich fühle mich einfach immer “angeschrien” wenn Wörter in Großbuchstaben geschrieben sind. Vielleicht liegt das daran, dass ich das so aus dem Internet gewöhnt bin, aber ich mag nicht viermal pro Seite zusammenzucken :-)

Mein Fazit:

Eine spannende und trotzdem sehr amüsante Geschichte. Laut Autoren-Homepage gibt es bis jetzt 5 Bände der Chronik des eisernen Druiden und ich fänd es toll wenn sie auch alle auf Deutsch erscheinen würden. Wer auf der Suche nach einer etwas anderen Fantasy-Saga ist, der sollte sich dieses Buch genauer ansehen. Von mir

Buchinfos

  • Titel: Die Chronik des eisernen Druiden – Die Hetzjgd
  • Autor: Kevin Hearne
  • Verlag und Buchbestellung: Klett-Cotta Verlag
  • Genre: Fantasy
  • Erscheinungsjahr: 2013
  • ISBN: 978-3-608-93931-6
  • Form: gebunden,  350 Seiten
  • Preis: 19,95 €

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