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Neu im Februar 2020 (3)

Neu im Februar 2020 (3) – Darf man einen Killer feiern, weil er Pädophile ermordet? Wieder mal eine Frage die erörtert, wie weit wir den Rechtsstaat tatsächlich verinnerlicht haben. Stephan Ludwig versucht sich mal an einem anderen Ermittler, ich bin gespannt, was daraus wird – die Atmosphäre klingt schon im Klappentext ganz gut. Leichen und Tattoos klingt dagegen  doch wieder nach einem Plot, wie ich schon mehrere gelesen habe.

Totentage  von Max Roberts

TotentageVor zehn Jahren hielt der Serienkiller Justin Truman Liverpool in Atem. Er folterte und ermordete Männer, die eines gemeinsam hatten: Sie waren polizeibekannte Pädophile. Truman wurde zwar gefasst, konnte aber bald fliehen und untertauchen.

Bis heute existieren Websites, auf denen Fans ihn als Rächer der missbrauchten Kinder feiern.

Als erneut Morde an Pädophilen begangen werden, muss sich DCI Eve Clay der Frage stellen, wer diesmal Selbstjustiz übt: Truman – oder etwa einer seiner Fans?

Mein Eindruck: Ich mag es ganz gerne, wenn Bücher auch mal generell Dinge in Frage stellen, wie z.B. unser eigenes Verhältnis zum Rechtsstaat. Darf man einen Killer feiern, nur weil er vermeintliche Monster tötet? Wer entscheidet wer schuldig ist und wie die Schuldigen bestraft werden?


Unter der Erde von Stephan Ludwig

Unter der ErdeVolkow, ein Dorf am Rand eines riesigen Tagebaugebiets. Täglich fressen sich die Bagger näher heran, in einigen Monaten wird das Dorf verschwunden sein. Doch die Bewohner bleiben, “man kümmert sich umeinander”. Das erfährt Elias Haack am eigenen Leib, als er an einem heißen Sommertag nach Volkow kommt. Die Neugier auf seinen Großvater Wilhelm hat ihn in das so malerische wie abgelegene Dorf gebracht. Elias hat Wilhelm seit über dreißig Jahren nicht mehr gesehen, doch das Wiedersehen währt nur kurz. Wilhelm stirbt, und Elias strandet bei der Suche nach seiner Herkunft, die weit in die Vergangenheit reicht, in Volkow. Es führt zwar ein Weg ins Dorf, aber wie es scheint, keiner mehr heraus. Je länger er im Haus seines Großvaters bleibt, desto merkwürdiger kommen ihm die Dorfbewohner vor. Warum harren sie aus, obwohl die Bagger von Tag zu Tag näher rücken? Was haben sie zu verbergen? Und was hat das alles mit Elias zu tun?

Mein Eindruck: Die Reihe “Zorn” von Stephan Ludwig ist nur so halb mein Fall, aber dieses Buch hört sich für mich ungleich interessanter an. Ich liebe ja Dörfer und die kleinen, schmutzigen Geheimnisse, die sich hinter den fein säuberlich geschnittenen Hecken verbergen …


Der Tattoosammler von Alison Belsham

Der TattoosammlerAls die Tattoo-Künstlerin Marni Mullins in Brighton eine blutige Leiche entdeckt, ist ihr erster Impuls, den schrecklichen Anblick so schnell wie möglich zu vergessen. Doch das ist unmöglich, denn nach einem zweiten grausamen Mord bittet Detective Francis Sullivan sie dringend um Hilfe: Der Serienkiller schneidet seinen Opfern Tattoos vom Leib, und Marnis Kenntnis der Szene ist Francis‘ beste Chance, den brutalen Mörder zu identifizieren. Doch Marni möchte seit einem schlimmen Vorfall in ihrer Vergangenheit nie wieder mit der Polizei zu tun haben – und beschließt, den Tattoo-Sammler selbst zu jagen, bevor ein weiterer Unschuldiger Opfer seiner scharfen Messer wird …

Mein Eindruck: Die Geschichte kommt mir irgendwie bekannt vor – sie erinnert mich an Tattoo von Ashley Dyer oder an Der Giftzeichner von Jeffery Deaver. Allerdings werden dort die Opfer eher tätowiert, statt ihnen Tattoos herauszuschneiden..

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