BlogNeuMärz(3)

Neu im März 2020 (3)

Max Heller ermittelt wieder im Nachkriegsdeutschland, der Kontrast dazu könnte mit Agatha Raisin nicht größer sein :-) Aber es bleibt auf jeden Fall sowohl geheimnisvoll, als auch historisch, denn es geht in Berlin im Jahre 1888.  Ich mag Bücher aus dieser Zeit, denn ich verbinde damit vor allem Stil und gutes benehmen – was natürlich ehrlicherweise eher blöd ist :-)

Roter Rabe (Max Heller 4) von Frank Goldammer

Roter RabeIm Spätsommer 1951 kehrt Oberkommissar Heller mit seiner Familie aus dem staatlich genehmigten Ostseeurlaub nach Dresden zurück. Für seine Frau Karin geht die Fahrt gleich weiter, denn sie hat überraschend die Reiseerlaubnis in den Westen zu Sohn Erwin erhalten. Heller ist besorgt. Doch sein neuer Fall lässt ihm keine Zeit zum Grübeln: Zwei unter Spionageverdacht stehende Männer, Zeugen Jehovas, sterben in ihren Gefängniszellen. Und es geschehen weitere mysteriöse Todesfälle. Bei einem der Opfer wird eine geheimnisvolle Botschaft gefunden: »Eine Flut wird kommen.« Heller beschleicht eine schreckliche Ahnung.

Mein Eindruck: Oberkommissar Max Heller ist wieder im Dienste. Kriminalfälle aus der ehemaligen DDR haben ja mittlerweile schon ein bisschen Konjunktur. Ich muss gestehen, dass ich da recht wenig Bezug zu habe, weil ich immer finde alle Ermittlungen leiden unter  der Staatsdoktrin und ich finde das echt frustrierend.


Agatha Raisin und das Geisterhaus von M.C.Beaton

Agatha Raisin und das GeisterhausAls die Lokalzeitung über ein Geisterhaus im Nachbardorf berichtet, ist Agathas Neugier geweckt. Während sie dort herumschnüffelt, stellt sich allerdings heraus, dass keineswegs ein Geist sein Unwesen treibt. Stattdessen spielt jemand der alten und allseits unbeliebten Hausbesitzerin Mrs. Witherspoon Streiche.

Und dann ist die alte Dame plötzlich tot. Das ist für Agatha natürlich ein noch größerer Ansporn: Schließlich macht es viel mehr Spaß, ein Verbrechen aufzuklären, als einen Geist zu jagen!

Mein Eindruck: Agatha Raisin ist natürlich das Kontrastprogramm zu Max Heller :-) Ein echter Vertreter des Cosy Crime, irgendwo zwischen “Mord ist ihr Hobby” und der getreuen Miss Marple :-)


Die Jägerin – Der Auftrag (Lori Anderson 1) von Steph Broadripp

Die Jägerin Der AuftragLori Anderson ist eine toughe Frau, die versucht ihre Karriere als unerschrockene Kopfgeldjägerin in Florida von ihrer Rolle als alleinerziehende Mutter der leukämiekranken Dakota zu trennen. Doch als ihr die Krankenhausrechnungen über den Kopf wachsen, ist sie dazu gezwungen, ihre Tochter mit auf einen Job zu nehmen, der ihr einen guten Verdienst einbringt. Von nun an laufen die Dinge schief. Der Flüchtige, den sie vor Gericht bringen muss, ist niemand anderes als JT, Loris früherer Mentor – der Mann, der ihr alles beigebracht hat, was sie weiß; und auch der Mann, der die Geheimnisse ihrer düsteren Vergangenheit kennt …

Mein Eindruck: Zu diesem Buch habe ich – mal ganz was Neues – keine Meinung :-) Klingt nach einer Mischung aus Drama und Action, also hängt alles davon ab, was davon überwiegt.


Eisenblut  (Gabriel Landow 1) von Axel Simon

EisenblutKleine Seitensprung-Schnüffeleien sind der Alltag seiner schlecht laufenden Detektei im miesen Berlin-Kreuzberg im Jahr 1888: Gabriel Landow, schwarzes Schaf seiner ostpreußischen Getreidejunker-Familie, fällt der Erfolg nicht gerade in den Schoß. Aber dann fällt ihm ein Observierter direkt vor die Füße: Aus nachtschwarzem Himmel mitten aufs Sperrgebiet am Tempelhofer Feld. Wahrscheinlich wurde der aus dem Korb eines Militärballons gestoßen. Nur ein kleiner Ministerialbeamter, der allerdings mit einem geheimen Marineprojekt zu tun hatte. Und immerhin der dritte Tote dieser Art in letzter Zeit mit einem Buch der Gebrüder Grimm in der Hand. Aber weshalb die Regierung ausgerechnet Landow mit der Aufklärung betraut, ist auch ihm ein Rätsel. Genauso wie der Brandanschlag auf ihn kurz darauf. Wer sollte am Tod eines kleinen Ermittlers interessiert sein? Wo doch ganz Berlin, ach was, ganz Europa, nur gebannt auf das Sterben des todkranken Kaisers wartet, das einige aus ganz eigenen Motiven herbeisehnen.

Mein Eindruck: Privatermittler hat es offenbar schon zu allen Zeiten gegeben, warum also nicht im Kaiserreich? Ich finde wenn hier die Atmosphäre stimmt, ist das schon mal die halbe Miete – dazu noch ein spannend konstruierter Fall und sympathische Akteure, was soll dann noch schief gehen?


Die Patientin (Milla Nova 2) von Christine Brand

Die PatientinDer blinde Nathaniel und sein kleiner Patensohn Silas geben ein merkwürdiges Paar ab – doch seit dem Tag, an dem Nathaniel Silas’ Mutter das Leben rettete, sind sie unzertrennlich. Jeden Monat besuchen sie gemeinsam die Komastation des Berner Spitals, doch heute stimmt etwas nicht. Eine fremde Frau liegt in dem Bett, in dem vier Jahre lang Silas’ Mutter lag. Der Oberarzt behauptet, sie sei gestorben. Doch es gibt kein Grab, keinen Totenschein, keine Antworten auf Nathaniels Fragen. Als seine gute Freundin, die Journalistin Milla Nova, herausfindet, dass in der Schweiz mehrere Komapatienten verschollen sind, wittert sie einen Skandal. Dann tauchen Leichen am Ufer der Aare auf, die alles in einem anderen Licht erscheinen lassen. Nathaniel wird klar: Die verschwundene Patientin lebt – doch sie schwebt in tödlicher Gefahr.

Mein Eindruck:Ich fand den ersten Teil dieser Reihe schon spannend und hoffe es geht so weiter, ohne sich zu wiederholen.

Update: Meine Rezension zum Buch

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