Am Abgrund

[Rezension] Am Abgrund

Am Abgrund ist der Abschlussband einer spannenden Trilogie um Wissenschaft und Technik – vor allem um noch nicht machbare, aber vorstellbare technische Innovationen. Wer findet den Gedanken mit Delfinen oder Gorillas ganz einfach kommunizieren nicht spannend und reizvoll? Michael Grumley hat diesen Gedanken weiterentwickelt und in eine spannende Science-Fiction-Crime-Trilogie verpackt. Die ersten beiden Teile habe ich hier und hier schon rezensiert, nun werde ich mich an den dritten Teil machen.

Am Abgrund

Michael Grumley

Auf einer einsamen Insel im Arktischen Meer wurde vor vielen Jahren ein Atombunker errichtet. Hier sollte das genetische Erbe der Menschheit für den Fall einer nuklearen Katastrophe aufbewahrt werden. Doch nun wurde unversehens ein zweiter Bunker entdeckt und in ihm Abermillionen von Samenkapseln. Das Team um Sonderermittler John Clay und die Meeresbiologin Alison Shaw versuchen das Geheimnis um diese Samen zu lüften und stoßen dabei auf Erstaunliches…

Clay folgte Will Borger in dessen finsteres Büro, auch wenn das Wort ›Büro‹ angesichts des Raums, den Will zur Verfügung hatte, ein wenig zu hoch gegriffen war. Er befand sich in einem Keller des Pentagons und würde ungemein von Fenstern und etwas Sonnenlicht profitieren. Am Abgrund, S.19

Mein Eindruck:

Mal wieder fix die Welt retten…

Märchenhaft

Wieder einmal mischen sich Außerirdische kräftig in unser Leben ein :-) Natürlich finden John Clay und Alison Shaw nach langem hin und her, vielen Missverständnissen und Kämpfen eine Lösung, mit der alle glücklich sind. Manchmal möchte man meinen, am Ende steht der legendäre Satz: “Und wenn sie nicht gestorben sind, dann …” – aber im Grunde geht es für mich hier auch um ein modernes Märchen :-)

Smalltalk

Mithilfe einer Maschine mit Tieren zu kommunizieren, Kontakt zu gar nicht mal immer soo unfreundlichen Außerirdischen – klingt für mich schon sehr märchenhaft. Aber klangen die Romane von Jule Verne nicht auch nach reinen Märchen? Aber Von der Erde zum Mond oder In 80 Tagen um die Welt verblüfft heute ja auch niemanden mehr, denn das alles ist ja längst möglich und wird ständig gemacht :-) Also warum sich nicht mit Delfinen unterhalten oder ein nettes Pläuschchen mit einer Gorilla-Dame führen?

Spannung

Nebenher immer mal wieder die Welt zu retten ist vielleicht noch das unglaubwürdigste an der Geschichte – aber es ist immer wieder spannend. Ein bisschen wird dem Leser damit auch die immer mal wieder auftauchenden wissenschaftlichen Erklärungen und Überlegungen ein bisschen versüsst und schmackhaft gemacht. Dieser Part der Geschichte ist aber auf jeden Fall wirklich spannend geschrieben, auch wenn Michael Grumley hier manchmal ein bisschen tief in die Klischee-Kiste greift. Auch das Liebesgeplänkel kann ich hier einigermaßen verschmerzen.

Mein Fazit:

Am Abgrund ist ein durchaus würdiger und spannender Abschluss einer gelungenen Trilogie. Vielleicht sollte ich öfter mal Science-Fiction lesen?

Buchinfos

  • Titel: Am Abgrund
  • Originaltitel: Catalyst
  • Autor/in: Michael Grumley
  • Übersetzer/in: Wally Anker
  • Verlag und Bestellung : Heyne Verlag
  • Genre: Science-Fiction-Thriller
  • Erscheinungsjahr: 2018
  • ISBN: 978-3-453-31889-2
  • Form: TB,  528 Seiten
  • Preis: 12,99 €

Reiheninfo

Hallo! Mein Name ist Tina und ich blogge hier…hauptsächlich über Bücher und allem was dazu gehört. Ich würde mich freuen, wenn du mir einen Kommentar hinterlässt oder meinen Beitrag teilst.

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