Das Kartenhaus

[Rezension] Das Kartenhaus

Das Kartenhaus von Cristina Alger hat mich erst auf den zweiten Blick angesprochen. Ich weiß gar nicht warum – an sich mag ich Finanzthriller die dann auch noch einen Hauch von Spionage und Verrat tragen. Aber wie gesagt, mich hat das Buch erst auf den zweiten Blick angesprochen – aber gut, dass es mich überhaupt angesprochen hat.

Das Kartenhaus

Cristina Alger

Das Kartenhaus erzählt die Geschichte von Annabell und Marina – zwei auf den ersten Blick sehr unterschiedliche Frauen. Aber bei näherer Betrachtung haben sie einiges gemeinsam, aber vor allem haben sie dieselben Feinde. Dennoch gehen sie recht unterschiedlich damit um – jede aus anderen Beweggründen, jede sehr kreativ . aber jede auf ihre Art auch recht grausam und schockierend.

Nur vereinzelt erhielten die Flugzeuge am Londoner RAF Northolt Flughafen Starterlaubnis. Es herrschten heftige Seitenwinde, und der anhaltende Schneeregen reduzierte die Sicht auf null. Das Kartenhaus, S. 7

Mein Eindruck:

Verärgerte Frauen können wirklich gefährlich sein

Absturz

Im Prolog erlebe ich mit, wie jemand den Flugzeugabsturz, der quasi die ganze Story für Annabell  ins Rollen bringt, als Auftragsarbeit arrangiert. Matthew, Annabelles Ehemann saß in dem Privatflugzeug und wird seit dem Absturz in den Alpen vermisst. Pikanterweise war er aber nicht alleine an Nord, sondern in Begleitung einer geheimnisvollen Schönheit.

Wut

Nach dem ersten Schock, verspürt Annabell eine tiefe Wut über den augenscheinlichen Verrat ihres Ehemannes. Sie hat fast alles für ihn aufgegeben um ihn an seinen neuen Arbeitsplatz in der Schweiz zu begleiten und er betrügt sie? Sie beginnt mit Hilfe von Julian White, Matthews Freund und Mentor bei der Bank, Nachforschungen anzustellen und fragt sich irgendwann, ob sie ihren Mann je gekannt hat.

Anruf

Marina Tourneau, Journalistin in New York, steht kurz vor ihrer Hochzeit mit Grant Ellis, dem Sohn und Erben ein reichen und überaus einflussreichen Mannes. Sie genießen eine kurze Auszeit in Paris, Als Marina einen Anruf von ihrem alten Chef Duncan Sander erhält, der sie bittet, noch einen Auftrag für ihn zu erledigen. Der Hedgefonds-Manager Marty Reiss hatte seinerzeit angeblich Selbstmord begangen – aber daran gibt es Zweifel.

Hintergründe

Beide Frauen merken unabhängig voneinander, das es jemandem gibt, der seine Geschäftgeheimnisse um jeden Preis schützen will. Beide versuchen die Hintergründe zu beleuchten und begeben sich damit in immer größere Gefahr – die Finanzwelt, mit der sie es zu tun bekommen ist verflochten und korrupt. Das Interesse daran, alles brav unter dem Teppich zu halten ist mehr wert, eine ganze Reihe Menschenleben

Schnell

Die kurzen Kapitel wechseln rasch, nicht nur zwischen den beiden Frauen sondern auch zwischen Genf, Paris, London und New York. Die schnellen Wechsel bringen viel Tempo, sorgen aber auch immer wieder für ein gewisses Maß an Verwirrung. Vor allem in der zweiten Hälfte musste ich höllisch aufpassen, all die neuen Charaktere nicht durcheinander zu würfeln und den Überblick zu behalten.

Erklärungen

Vielleicht hätte ich mir mehr gemeinsames Handeln der beiden Frauen gewünscht – andererseit waren sie auch jede für sich für jede menge Überraschungen gut. Die oft etwas schwierigen Details des Finanzhandels hat die Autorin versucht auch für “Dummies” wie mich zu erklären – das scheiterte bei mir aber kläglich. Machte aber nix, ich fand es trotzdem spannend :-)

Mein Fazit:

Das Kartenhaus ist ein spannender Thriller aus der Welt der Banken, die sich nur mit den ganz utopischen Summen beschäftigen. Ich fand es rasant und spannend – nur manchmal etwas unübersichtlich.

Buchinfos

  • Titel: Das Kartenhaus
  • Originaltitel: The Banker’s Wife
  • Autor: Cristina Alger
  • Übersetzer/in: Ivana Marinović
  • Verlag:  Penguin Verlag
  • Genre: Thriller
  • Erscheinungsjahr: 2019
  • ISBN: 978-3-328-10419-3
  • Form: TB,  448 Seiten
  • Preis: 10,00 €

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