Der Schattenmörder

[Rezension] Der Schattenmörder

Der Schattenmörder  von Alex North ist ein weiterer leicht gruseliger, unheimlicher und ziemlich verwirrender Roman. Ein bisschen hängt alles auch mit den Geschehnissen aus dem Buch Der Kinderflüsterer zusammen, aber halt nur ein bisschen :-) Aber es geht vor allem wieder um die ganz besondere Atmosphäre, die mir ja schon beim letzten Buch ausgesprochen gut gefallen hat.

Der Schattenmörder

Alex North

Niemals hat Paul Adams den Tag vergessen, an dem er und Charlie Crabtree Freunde wurden. Charlie, der coole Junge mit dem überlegenen Lächeln und den dunklen Fantasien zog Paul gleich in seinen Bann. Sie gingen gemeinsam durch dick und dünn – bis zu dem Tag, als Charlie einen Mord beging und danach spurlos verschwand. Paul verliess auch bald darauf seinen Heimatort und kehrte nun, fünfundzwanzig Jahre später zum ersten Mal zurück, weil seine Mutter mit dem Tod ringt. Dann geschehen unheimliche Dinge und Paul fragt sich, das erste Mal seit all den Jahren, was damals wirklich mit Charlie Crabtree geschehen ist.

Ich war fünfzehn, stand in der Küche zwischen diesen zwei riesigen Kerlen. Meine Mutter stand in der Tür. Ich weiß noch genau, wie sich ihr Gesichtsausdruck veränderte, als die zwei ihr mitteilten, weshalb sie gekommen waren und worüber sie mit mir reden wollten. Der Schattenmörder, S. 7

Mein Eindruck:

EIne schaurig-schöne – aber verwirrende Handlung

Kompliziert

Die Geschichte Der Schattenmörder ist ein bisschen kompliziert und deshalb auch nicht ganz einfach zu lesen. Aber ich finde, dass sich auf jeden Fall lohnt, sich in die Zeiten und Geschehnisse in den diversen Zeitzonen einzulesen. Allerdings muss man schon sehr konzentriert bei der Sache bleiben.

Zeitzonen

Es gibt zwei Zeitzonen – das Heute und das Damals. Klingt gar nicht so schwierig, aber es gibt in jeder Zeitzone ziemlich viele Charaktere mit unterschiedlicher Wichtigkeit und im Damals kommen dann auch nochmal die “Traumsequenzen” dazu, über die die drei Hauptcharaktere oft und ausgiebig diskutieren.

Alte Geschichten

Im Heute versucht Paul sich an all die verdrängten alten Geschichten noch einmal zu erinnern – nicht zuletzt, weil er sich von irgendjemandem aus der Zeit verfolgt fühlt. Detective Amanda Beck hilft ihm dabei, all die Dinge ein bisschen besser einzuordnen und löst nebenher dann auch einen anderen und dadurch irgendwie auch den alten Fall.

Coming of Age

Das spannendste an der Geschichte ist die Freundschaftsdynamik der Teenager in der Vergangenheit. Im Grunde war zwar keiner der Jungen ein Außenseiter, trotzdem fanden sie aber vor allem in der eingeschworenen Gruppe ihr Stärke – bis eben das “Unaussprechliche” geschah. Vieles erinnert mich z.B.  an die Geschichte der Freunde in “Es” oder diverse “Coming of Age”-Bücher. Das fand ich jetzt nicht so tragisch, aber eben auch nicht wirklich originell

Mein Fazit:

Der Schattenmörder von Alex North ist ein, für mein Verständnis, sehr verwirrendes Buch. Die Grundidee fand ich super, aber die Ausführung hat mich irgendwann ziemlich genervt. Immer wieder musste ich zurückblättern, weil alles kreuz und quer lief und ich den Handlungsfaden verloren habe. Atmosphäre alleine ist mir nicht genug, leider.

Buchinfos

  • Titel: Der Schattenmörder
  • Originaltitel: The Shadowfriend
  • Autor: Alex North
  • Übersetzer/in: Leena Flegler
  • Verlag:  Blanvalet Verlag
  • Genre: Spannungsroman
  • Erscheinungsjahr: 2020
  • ISBN: 978-3-7645-0711-4
  • Form: TB,  416 Seiten
  • Preis: 13,00 €

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