Krimi/Thriller
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[Rezension] Der Spion und der Präsident

Der Spion und der Präsident

Der Spion und der Präsident von Liaty Pisani ist der fünfte Teil der Reihe um den Agenten Ogden. Ich lese zwar gerade Die Geheimnisse des Nicholas Flamel konnte aber zwischendurch nicht ganz dem nächsten Teil Agenten-Reihe von Liaty Pisani widerstehen.  Eine Teil habe ich dann noch, aber auf den nächsten Teil muss ich wohl noch ein Weilchen warten. Er erscheint im November 2012, dann aber erst mal als Hardcover-Ausgabe …. da muss ich wohl warten.

Der Spion und der Präsident

Ogden 5

Liaty Pisani

Stuart, Chef des Spionagedienstes, erhält einen besonders brisanten Auftrag eines alten Freundes.  Wolodja Sablin, früher Agent des KGB und heute russischer Präsident,  hat ein Problem und sucht dafür eine sehr endgültige Lösung. Einer seiner Gegner, der Oligarch Borowski plant zusammen mit dem Mafiaboss Kachalow einen Staatsstreich und Sablin will beide unauffällig aber schnell loswerden –  Stuart und der Dienst sollen das für ihn erledigen. Stuart berät sich mit Ogden und nach kurzer Überlegung nehmen sie den Auftrag an, sie wollen das Ganze nach einem Mafia-Internen Machtkampf aussehen lassen. Aber manchmal geht das Schicksal eigene Wege und die Dinge erledigen sich beinahe von selbst.

Mein Eindruck:

Mütterchen Russland

Keine Rente

Nachdem ich ja am Ende des letzten Bandes ganz erleichtert festgestellt habe, das Ogden dem Dienst dann doch treu bleibt und nicht in Rente geht, habe ich mich schon riesig auf Der Spion und der Präsident gefreut. Ich hätte ihn doch sehr vermisst. Aber Liaty Pisany ist nicht nur ihrem Chef-Spion treu geblieben. Wie schon in den vorherigen Bänden ist es ihr auch dieses  Mal wieder gelungen reales mit fiktivem zu einer spannenden Story zu verweben.

Untergang

Eine der Grundlagen für Der Spion und der Präsident ist z. B. der Untergang eine U-Bootes namens Charkow und nicht nur die Anzahl der dabei getöteten Matrosen passt ganz exakt zum Untergang des U-Bootes Kursk im August 2000. Im Buch wird dafür Präsident Sablin verantwortlich gemacht, der eine Menge Ähnlichkeiten mit dem tatsächlichen Präsidenten Putin, der seinerzeit beim Untergang der Kursk zumindest ein schlechtes Bild abgegeben hat, hat.

Mafia

Auch der im Buch angesprochen Einfluss der Mafia ist keine Erfindung und die  Vereinigung  „vory y zakone“ deren Boss Kachalow im Buch ist, ist keine reine Erfindung sondern erschreckende Realität. Aber auch anderen Dingen, die sich wie ein roter Faden durch alle Bücher ziehen, ist die Autorin treu geblieben.

Esoterik

Die Esoterik wird diesmal durch Borowskis Wahrsagerin vertreten  und auch Ogdens Dauerfreundin Verena ist wieder mit von der Partie. Sie sorgt Anfangs für einen parallelen Handlungsstrang, der sie ebenfalls nach Moskau führt, später laufen allerdings wieder alle Fäden zusammen. Gott sei Dank ist ihr Part nicht sonderlich groß, ich mag die etwas naive und überspannte Dame immer noch nicht.

Undramatisch

Wie schon in den anderen Büchern gefiel mir auch hier, neben der spannenden Story,  die eher undramatische Art der Erzählung, die ganz hervorragend zu den Hauptcharakteren und der Handlung passt. Der Spion und Präsident ist durchgehend spannend und wartet mit etlichen Drehungen und  Wendungen auf, ohne dabei  unglaubwürdig zu werden.

Mein Fazit:

Der Spion und der Präsident von Liaty Pisani ist ist das Richtige für Leser die Agentenromane im Stil von John Le Carré mögen.

<b>Buchinfos</b>
  • Titel: Der Spion und der Präsident
  • Autor: Liaty Pisani
  • Originaltitel: ??
  • Übersetzung: Ulrich Hartmann
  • Verlag: Diogenes Verlag – leider nur noch gebraucht erhältlich?
  • Genre: Roman
  • Erscheinungsjahr: 2004
  • ISBN: 978-3-257-23432-9
  • Form: TB, 344 Seiten
  • Preis: ?? € 

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