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[Rezension] Kinder des Judas

Kinder des Judas

Kinder des Judas ist ja Teil der Judas-Trilogie von Markus Heitz und die gibt es mittlerweile ja auch als exklusives Ebook mit vielen zu zusätzlichen Features, wie z.B. den Steckbriefen der Hauptprotagonisten.  Ich liebäugel ja immer noch damit, aber ich habe alle drei Bände bereits als gedrucktes Buch und nochmal mag ich sie mir eigentlich nicht kaufen *seufz*  Aber da ich die drei Bände nun schon mal habe und sie nicht auf meine Stapel der ungelesenen Büchern liegen, sondern ich sie auch alle drei schon gelesen habe, kann ich sie auch mal rezensieren.

Kinder des Judas

Markus Heitz

Sia arbeitet in einem Krankenhaus und sie weiß immer ganz genau, wer als nächstes sterben wird. In diesem Punkt hat sie sich  noch nie geirrt, den Sia ist anders als Andere. Einem kleinen Mädchen, das an seiner Krebserkrankung sterben wird, erzählt sie zu Ablenkung Geschichten von  Scylla, einem Mädchen aus längst vergangenen Zeiten, ohne dem Kind zu offenbaren das sie selbst diese Scylla ist. Um mit sich selber und ihrer Vergangenheit  ins Reine  zu kommen beginnt Sia ihre Geschichte aufzuschreiben. Diese  Geschichte beginnt  mit dem Mädchen Jitka, das mit ihrer Mutter vor mehreren hundert Jahren  in einem schäbigen Dorf  im von Osmanen besetzten Serbien  lebte. Als Jitkas Mutter von Soldaten verschleppt wird taucht plötzlich ihr Vater, den sie bis dahin nicht kannte, auf und nimmt sie mit sich.

Er unterrichtet das wissbegierige Mädchen, bezieht sie in seine wissenschaftlichen Experimente ein und Jitka wächst zu einer  hübschen, sehr gebildeten jungen Frau heran. Irgendwann in dieser Zeit ändert sie ihren Namen in Scylla, denn sie hat den Wunsch den Tod ihrer Mutter  zu rächen und dafür scheint ihr der Name Scylla einfach passender, weil er in ihren Ohren viel kraftvoller klingt. Ihr Vater  möchte Scylla zu seiner Nachfolgerin in der Gemeinschaft der Kinder des Judas machen doch seine Feinde innerhalb dieser Gemeinschaft versuchen dies zu verhindern.

Mein Eindruck

Heitz ist und bleibt eben…Heitz

Gefangen

Da  ich die Kinder des Judas bereits vor längerer Zeit gelesen habe wollte ich nun, weil ich diese Rezension schreiben wollte, nur noch mal kurz „reinlesen“  und ganz schnell hat mich das Buch wieder gefangen genommen. Die Geschichte pendelt zwischen zwei Handlungssträngen hin und her – Sias Gegenwart und ihrer Vergangenheit.  Da die Kapitel meist mit einem Cliffhanger enden, fiel es mir immer schwer, das Buch aus der Hand zu legen, schließlich bin ich ziemlich neugierig .

Neues zum Thema Vampire

Wer, wie ich, schon viele Vampirromane gelesen hat, muss sich in Kinder des Judas von liebgewonnen Selbstverständlichkeiten im Bezug auf Vampire verabschieden. Zum Teil greift Heitz auf Mythen und Sagen des Balkans zurück, wie z.B. beim Upir. Dazu entwickelt er dann noch die Theorie der Judaskinder – Nachfahren von Judas Ischariot, dem Inbegriff für den Verrat. Sie haben von ihrem Erschaffer gelernt, dem Menschenblut abzuschwören und sind z.B. nicht unsterblich – sie altern zwar extrem langsam, aber sterben müssen sie dennoch irgendwann .

Kampf bis aufs Blut

Die Bruderschaft der Kinder des Judas halten sich selbst für Auserwählte, aber wer, wie Sia bzw. Scylla aus ihrer sektenähnlichen Struktur ausbricht wird gnadenlos verfolgt Trotz der etwas anderen Ansätzen als übliche kommen rasante Kampfszenen nicht zu kurz und das Blut fließt reichlich – aber als Leser sieht man all dies aus der Sicht Scyllas, vielleicht habe ich es deshalb etwas weniger „magenfeindlich“ empfunden als bei so manchem anderen Roman.

Ambivalente Charaktere

Die Charaktere, allen voran natürlich Sia, sind sehr detailliert geschildert und sind, im Gegensatz zu sehr vielen anderen Romangestalten, selten eindeutig gut oder böse. Man entdeckt im Verlauf der Story immer wieder neue Seiten an ihnen und wird immer wieder aufs Neue überrascht. Der Erzählstil ist flüssig, schnell und jagt einen manchmal direkt von einem Ereignis zum Nächsten, was ebenfalls dazu beigetragen hat, dass ich das Buch zwischendurch nur widerwillig beiseite gelegt habe.

Mein Fazit:

Kinder des Judas kann ich wirklich allen Liebhabern von Fantasy-Romanen empfehlen – egal ob man nun Vampirgeschichten mag oder nicht. Allerdings kann man hier keine kuscheligen, braven Teenie-Vampire finden und mir gefällt das.

Buchinfos
Pakt der Dunkelheit

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