Krimi/Thriller
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[Rezension] Nebelopfer

Nebelopfer

Nebelopfer von Romy Fölck ist ein neues Buch rund um das Team von der Kripo Itzehoe. Ich habe bisher alle Bände der Reihe gelesen und mochte jeden Band wirklich gern. Ich mag die Landschaftsbeschreibungen, gemixt mit spannenden Fällen und einem gut dosierten Privatleben der Protagonistin und freue mich jedes Mal auf den neuesten Teil der Reihe. Auch dieses Mal habe ich mir mit viel Vorfreude das Buch gegriffen.

Nebelopfer

Elbmarsch-Krimi 5

Romy Fölck

Trotz all der dramatischen Ereignisse im letzten Band geht das Leben für die Mordkommission Itzehoe natürlich weiter. Schließlich macht das Verbrechen bekanntlich ja auch keine Pause oder Ferien. Frida und der Rest des Teams werden an einem nebelverhangenen Morgen zu einem alten Feldweg gerufen. An einem der Bäume dort wurde ein erhängter Mann gefunden, der ein auffälliges Pappschild um den Hals gehängt hat. Der Text auf diesem Schild besagt, dass der Tote im Prozess gegen Cord Johanssen falsch ausgesagt habe und ein Unschuldiger seitdem im Gefängnis sitzt.

Schaumige Wellenkämme schlugen auf den menschenleeren Strand. Torben lachte und rannte durch das Wasser. Wie ein junger Hund, der einem Ball hinterherspringt. Seine Sneakers und Socken lagen vor Frida im Sand. Er hatte die Hosenbeine hochgekrempelt und war in die Nordsee gewatet. Sie stand frierend am Strand, hatte die Kapuze des Hoodies über den Kopf gezogen, den Parka bis zum Kinn geschlossen. Nebelopfer, S. 11

Mein Eindruck:

Alles wieder auf Anfang

Rekonvaleszenz

Bei ihrem letzten Fall wurde der Gerichtsmediziner Torben Kielmann ja während der Ermittlungen schwer verletzt und es war nicht so ganz klar, was weiter mit ihm passiert. Ich war sehr froh, gleich zu Beginn des aktuellen Buches zu lesen, dass er auf dem Wege der Besserung ist. Allerdings ist weiter unklar, ob er jemals wieder seine Arbeit aufnehmen kann und diese Umstand belastet die ja eigentlich recht junge Beziehung doch sehr stark.

Neuer Fall

Das Frida wegen ihres neuestem Fall dann nur wenig Zeit hat, hilft bei den Beziehungsproblemen eher nicht – aber so ist das Leben halt. Das der neue Fall eigentlich aus einem Cold Case resultiert passt in Schema der Reihe, aber trotzdem ist dieses mal so einiges anders. Ob sich der Fokus nun mehr auf den alten Fall richten soll oder man sich nur auf den aktuellen Mord beschränkt spaltet das ansonsten immer sehr harmonische Team der Mordkommission.

Veränderungen

Überhaupt bahnen sich in der eingespielten Truppe diverse Veränderungen an und gerade Frida ist damit nicht wirklich glücklich. Henning Kuhns, ein altgedienter Kommissar, verabschiedet sich in den Ruhestand und Leonard Bootz, ein Ex-SEK Mann wird als Ersatz präsentiert. Da Bjarne in dem alte Fall gegen Cord Johanssen ermittelt hat und nun selber vom Täter bedroht wird, wird er erst mal vorübergehend nach Kiel versetzt um ihn aus der Schusslinie zu nehmen. Nun muss sich Frida allein mit dem Neuen herumärgern, was ihr so gar nicht gefällt.

Assoziationen

Ich kann mir ja nicht helfen, aber mich erinnert Leonard Bootz, sowohl in seiner Art als auch mit seinem beruflichen Hintergrund, fatal an Seeley Booth aus der TV-Serie Bones, die wiederum nach einer Buchreihe von Kathy Reichs entstanden ist. Ich war schon gefühlt hundert Jahre vor Bones, dank der Serien Buffy und Angel, ein Fan von dem Booth-Darsteller David Boreanaz und finde ich das ganz witzig. Allerdings frage mich aber ob das tatsächlich beabsichtigt war, oder ob das einfach so “mein Ding” ist.  Egal – mir hat das jedenfalls viel Spaß gemacht.

Ermittlungen

Genug abgeschweift, denn die Ermittlungen werden durch immer neue Ereignisse, Drehungen und Wendungen immer spannender. Die wiederkehrenden Missverständnisse zwischen Frida und ihrem neuen Kollegen sowie der bisher noch fehlende Teamgeist bei Bootz sind für den Fall eher kontraproduktiv. Nach und nach wird der Fall immer spannender und die Ereignisse beginnen sich zu überschlagen. Überhaupt war dieser Teil für mich der bisher spannendste – aber vermutlich nur, bis der nächste Teil erscheint.

Mutig

Ich fand es recht mutig von Romy Fölck das bisherige Team, dass ja wirklich gut zusammengearbeitet hat, so durcheinander zu würfeln. Aber das ganze Manöver ist ihr meiner Meinung nach wirklich super gelungen und trotz aller Veränderungen ist sie ihrer Linie doch treu geblieben. Ich bin schon ganz gespannt darauf wie es wohl im nächsten Band weiter geht – wird das neue Team so erfolgreich wie das alte, klappt die zukünftige Fernbeziehung zwischen Frida und Torben und überhaupt, ich will jetzt eigentlich gar nicht mehr so lange auf den nächsten Band warten.

Mein Fazit:

Nebelopfer von Romy Fölck ist bereits der fünfte Band dieser Reihe und für mich war es der bisher spannendste. Ich mag das Team, ich mag die Art, wie die Autorin ihre Charaktere mit Leben füllt und ich mag die Fälle die bearbeitet werden. Was ich nicht mag, ist die Tatsache, dass ich jetzt wieder so lange bis zum nächsten Band warten muss.

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