Unbarmherzig

[Rezension] Unbarmherzig

Unbarmherzig stammt aus der Feder von Martin Kleinknecht. Ursprünglich war das Buch bereits schon einmal im Jahr 2018 erschienen und vom Autor als Selfpublisher verlegt worden. Mittlerweile, einige Ehrungen später sozusagen, hat der Ullstein Verlag aus dem Roman einen Thriller gemacht, ihn neu lektoriert und mit einem neuen Cover versehen. Sozusagen rundum aufgehübscht landete das Buch nun auf meinem Bücherstapel :-)

Unbarmherzig

Martin Kleinknecht

Nicht genug damit, das die Fotografin Charlotte Sander und der Journalist Jan Fischer in einer Beziehungskrise stecken, ihr Arbeitgeber, das Harburger Tageblatt, stellt den Betrieb ein, Das bedeutet für Charlotte und Jan, dass sie in Zukunft wohl erst einmal erwerbslos sind. Jan sieht das als Chance sich endlich auf das Buch über Serienmörder zu konzentrieren, dass er schon lange schreiben will. Er nimmt seinen Resturlaub und startet mit der Recherchearbeit. Charlotte hingegen hängt irgendwie in der Luft und wird immer schweigsamer.

Zwanzig Jahre nachdem er das letzte Mal zugeschlagen hatte. Er war ein Serienmörder, von dem niemand wusste, dass es ihn gab. Der Mann hatte mit dem Morden aufgehört, bevor man ihn enttarnen konnte. Einfach so. Unbarmherzig, S. 5

Mein Eindruck:

Ein unüblicher Serienmörder…

Einstieg

Der Einstieg war schon mal sehr spannend. Ich schaue dem Killer sozusagen über die Schulter, wie er erst mal sein Opfer in trügerischer Sicherheit wiegt. Das alles tut er nur, um dann am Ende doch noch sein wahres Gesicht und seine wahre Absicht zu zeigen. Wenn das Opfer erkennt, was passieren wird, ist es schon zu spät.

Recherche

Leider folgte dem spannenden Einstieg dann allerdings erst mal lange Zeit nur eher wenig spannendes. Jan widmet sich der Recherche seines geplanten Buches über Serienmörder, deren Opfer und deren Hinterbliebenen. Dazu führt er ziemlich lange Gespräche mit einer Fallanalytikerin Simone Junker.Währenddessen sucht Charlotte nach ihrer Schulfreundin Maren, kommt aber erst mal nicht wirklich weiter.

Befindlichkeiten

Ansonsten dreht sich erst einmal sehr vieles um die persönlichen Befindlichkeiten von Jan und Charlotte, wobei Charlotte nicht unbedingt den ersten Preis im Sympathiewettbewerb erhält. Recht rigoros setzt sie ihre Wünsche und Ansichten durch, meist ohne Rücksicht auf mögliche Konsequenzen. Mir ist auch nicht wirklich klar geworden, warum sie tatsächlich nach Maren sucht.

Spannend

Erst später, wenn sich die Ereignisse dann unweigerlich zuspitzen, kommt für mich wieder etwas mehr Spannung auf. Das mag sicher auch daran liegen, dass ich mit dem Schreibstil des Autors nicht so richtig glücklich war. Mich hat weder die Grundstory, noch die Ausführungen mitgenommen – aber so etwas kann eben passieren :-) Immerhin fand ich das Ende dann doch überraschend, auch wenn mich das dann nicht mehr mit dem Buch versöhnen konnte…

Mein Fazit:

Unbarmherzig von Martin Kleinknecht ist die Geschichte eines Serienkillers, die mich, trotz überraschendem Ende, nicht wirklich überzeugen konnte. Mir lag der Schreibstil nicht, aber das ist sicher Geschmackssache – viele andere fanden das Buch toll. Macht euch am besten selbst ein Bild :-)

Buchinfos

  • Titel: Unbarmherzig
  • Autor: Martin Kleinknecht
  • Verlag: Ullstein Verlag
  • Genre: Thriller
  • Erscheinungsjahr: 2019
  • ISBN: 978-3-548-06124-5
  • Format: broschiert,  384 Seiten
  • Preis: 9,99 €

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