White Sleep - Unschuldig in den Tod

[Rezension] White Sleep – Unschuldig in den Tod

White Sleep – Unschuldig in den Tod von Mark Griffin ist der zweite Band rund um die Kriminalpsychologin Holly Wakefield. Wieder geht sie mit Inspector William “Bill” Bishop auf die Jagd und ich bin gespannt darauf, wie sich alles entwickelt. Das erste Buch aus dieser Reihe Dark Call hat mir auf jeden Fall wirklich gut gefallen und ich hoffe mal, dass auch dieser Band mich nicht enttäuschen wird.

White Sleep – Unschuldig in den Tod

Mark Griffin

Im Norden Londons liegt der Epping Forest – ein beliebtes Ziel für Jogger, Spaziergänger und Hundebesitzer. Auch ein älterer Herr geht hier ganz entspannt mit seinem spazieren, bis dieser dann einen grausigen Fund macht. Ein Junge bzw. Teenager, ca. 14 Jahre alt liegt erwürgt ein bisschen abseits des Weges auf dem Boden. Den Kopf auf einem Kissen und seine Hand umklammert einen Engelsanhänger.

Der Mann sang auf der Heimfahrt von der Arbeit leise  vor sich hin. Er hatte eine sehr schöne Stimme. Wohlklingend, hatte sein Gesangslehrer einmal zu ihm gesagt  – wie eine Nachtigall, die man im Dunkeln fliegen lässt. White Sleep – Unschuldig in den Tod, S. 7

Mein Eindruck:

Zögerlicher Einstieg in einen knallharten Fall

Langwierige Ermittlungsarbeit

Ein Teil der Geschichte befasst sich mit dem ganzen “Polizeikram”, wie z.B. die Identifizierung des Opfers, Eingrenzen des Täterkreises, Zeugenbefragungen und letztlich natürlich auch die Erstellung des Täterprofils. Holly charakterisiert ihn als intelligent, gut organisiert, manipulativ und recht geschickt darin, seine Spuren zu verwischen. Als dann ein weiterer Junge, auf den das Opferprofil passt wird die Zeit knapp.

Gedankenwelt des Täters

In einigen Kapiteln wird mir auch ein Blick in die Gedankenwelt des Täters gewährt. Ich finde das ja irgendwie immer ein bisschen gruselig, wie normal  sich diese Gedanken im Grunde anfühlen und wie normal das tägliche Leben des Täters scheint. Obwohl soo normal ist es ja hier dann auch wieder nicht und letztlich liegt ja auch da das Motiv oder der auslösende Grund für seine schrecklichen Taten.

Beziehungen

Die Beziehung zwischen Holly und Bishop entwickelt sich auch weiter. Holly hatte eine schwierige Kindheit und die Tatsache, dass ihr Bruder Lee nach dem Mord an seinem Partner in einer sicheren psychiatrischen Abteilung ist, macht das Zusammenleben mit ihr sicher nicht einfacher. Aber er ist bereit, so manches als gegeben zu akzeptieren – selbst den Raum in ihrer Wohnung, den sie den Serienmördern gewidmet hat :-)

Spannende Geschichte

Obwohl ich die Geschichte wirklich spannend fand, hatte ich am Anfang ein bisschen Schwierigkeiten mich einzufinden. Aber irgendwann hat es mich dann doch gepackt und ich konnte das Buch dann kaum noch aus der Hand legen. Ich finde es immer recht schwierig  Bücher über Entführungen, Misshandlungen oder Tötungen zu beschreiben, in denen Kinder beteiligt sind. Trotzdem finde ich,  Mark Griffin hat einen guten Weg eingeschlagen um die Brutalität des Verbrechens auch ohne allzu viele blutige Details zu schildern. Das hat mich auf jeden Fall, neben der spannenden Handlung, sehr beeindruckt.

Mein Fazit.

White Sleep – Unschuldig in den Tod von Mark Griffin steht seinem Vorgänger in nichts nach, auch wenn er einen bisschen länger braucht, um in die Puschen zu kommen :-) Auf jeden Fall ein tolles Buch für Fans von Serienmörder-Thrillern, gemischt mit einem faszinierenden Polizeiverfahren. Sehr empfehlenswert.

Buchinfos

  • Titel: White Sleep – Unschuldig in den Tod
  • Originaltitel: When Angels Sleep
  • Autor/in: Mark Griffin
  • Übersetzer/in: Sybille Uplegger
  • Verlag: Harper Collins Verlag
  • Genre: Thriller
  • Erscheinungsjahr: 2020
  • ISBN: 978-3-959-67376-1
  • Form: TB,  431 Seiten
  • Preis: 15,00 €

Holly Wakefield

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