Die Tränen der Kinder

[Rezension] Die Tränen der Kinder

Die Tränen der Kinder stammt aus der Feder von Alex Thomas, einem Autorenpaar, dass schon eine ganze Weile zu meinen Lieblingsautoren gehört. Das die beiden eine neues Buch herausgebracht haben wusste ich, aber da ich nichts vom sogenannten SuB (Stapel ungelesener Bücher) halte, ist es mir irgendwie durchgegangen. Asche auf mein Haupt – aber jetzt habe ich es auch gelesen und kann mir dann gleich den zweiten Band kaufen. Es hat halt alles so seine Vor – und Nachteile :-)

Die Tränen der Kinder

Alex Thomas

In der Region rund um Rom bebt die Erde und legt dabei manches frei. Im Sacro Bosco wird ein seltsames Massengrab durch das Beben geöffnet und nähere Untersuchungen zeigen, dass es sich bei den Überresten ausschließlich um Frauen handelt. Alle wurden geköpft und alle waren schwanger. Aber die Untersuchungen zeigen auch, dass nicht alle Skelette wirklich alt sind. Das jüngste stammt aus dem letzten Jahr und das ruft natürlich die Polizei auf den Plan. Aber auch die ISA (International Security Agency) schickt ihre Agentin Paula Tennant, denn der neue Besitzer des Sacro Bosco ist Kardinal Calitri, ein Mann mit Beziehungen.

Weil sie vor Angst zu ersticken drohte, hob sie den Kopf und erblickte den dunkler werdenden Himmel durch die Baumwipfel. Es waren mindestens drei, vier Meter bis zum Tageslicht. Niemals würde sie es schaffen, dort hinaufzuklettern. Die Tränen der Kinder, S. 14

Mein Eindruck:

Wenn etwas im Volksmund schon Park der Ungeheuer heißt, sollte man vorsichtig sein…

Ein neuer Stern

Die Protagonistin dieser neuen Reihe ist Paula Tennant, ehemalige FBI-Agentin und jetzt im Dienst der ISA (International Security Agency). Ansatzweise erfährt man ein bisschen was über ihre Vergangenheit, aber eigentlich sind das nur Andeutungen. Da es noch weitere Romane mit ihr geben wird, muss ja noch ein bisschen was geheimnisvolles überbleiben :-) Andere Charaktere in diesem Buch werden zwar auch ausführlich und gut beschrieben, bleiben aber ein bisschen im Hintergrund.

Sacro Bosco

Der alles umfassende Hintergrund der Geschichte spielt sich im Sacro Bosco ab, einem geheimnisvollen Wald. Ich kann mich da ja immer schlecht beherrschen und habe ein bisschen nachgelesen, was es damit und den skurrilen Skulpturen auf sich hat. Im Gegensatz zum tatsächlich existieren heiligen Wald ist der Serienkiller, der hier sein Unwesen treibt natürlich ein fiktiver Charakter. Das hoffe ich jedenfalls, denn er ist schon sehr brutal und sadistisch, wie ich aus kleinen Schnippseln der Opfersicht erfahren kann.

Beweggründe

Bei den Beweggründen zu seinen Taten gibt es dann wieder den bewährten Mix aus Religion, Mystik und historisch angelehnten Personen. Wobei es in Die Tränen der Kinder allgemein etwas weniger mystisch zugeht, als in den Geschichten um Catherine Bell. Aber das schadet natürlich nicht der Spannung, die sich durchgehend durch die gesamte Geschichte zieht. Auch das Ende und die Auflösung  ist sehr spannend erzählt und ausgedacht – mal abgesehen von dem fiesen Cliffhanger zum nächsten Band :-)

Verschiedene Buchreihen

Eigentlich kann man beide Buchreihen gar nicht so wirklich miteinander vergleichen- aber ich mach es doch :-)  Das verbindende Element ist hier die christliche Mythologie und im vorliegenden Band Rom als Handlungsort. Ansonsten sind die Buchreihen schon recht unterschiedlich angelegt, was ich aber durchaus gut finde. Während es sich bei Catherine Bell mehr um Katholizismus, den Papst und sehr viel Mystik dreht, fokussiert es sich bei Paula Tennant mehr auf Crime-Faktor und ein bisschen mystisches am Rande. Eine gute Idee, um verschiedene Lesertypen anzusprechen.

Bildhafte Beschreibungen

Die ganz große Gemeinsamkeit ist bei beiden Reihen der sehr bildhafte Erzählstil, der ganz schnell eine geheimnisvolle Atmosphäre aufbaut und mich als Leser beinahe sofort gefangen nimmt. Die Beschreibungen der Orte geben mit als Leser das Gefühl vor Ort zu sein, die Beschreibungen der unterschiedlichen Charaktere zaubern mir Bilder vor meinem inneren Auge und vermitteln mir eine gewisse Vertrautheit. Ich fühle mich gewissermaßen heimisch und genau das mag ich :-)

Mit seinem Schnauzer und dem kleinen Bärtchen an der Unterlippe erinnerte Adamo Conte irgendwie an eine ältere Version des D’Artagnan, der unter Ludwig XIV. eine solch außergewöhnliche Karriere bei den Musketieren der Garde gebracht hatte, dass es Alexandre Dumas zu seinem berühmten Roman Die drei Musketiere inspirierte. Die Tränen der Kinder, S. 86

Mein Fazit:

Die Tränen der Kinder ist ein gelungener Reihenauftakt, der Lust auf mehr Abenteuer der Protagonistin macht – nicht nur wegen des Cliffhangers :-) Aber da der nächste Band Das Labyrinth des Blutes  ja schon am Start ist, muss ich ja nicht lange warten.

Buchinfos

  • Titel: Blutpforte
  • Autor: Alex Thomas
  • Verlag: Edition M
  • Genre: Thriller/Mystery
  • Erscheinungsjahr: 2017
  • ISBN: 978-1-5039-5421-2
  • Form: TB,  364 Seiten
  • Preis: 9,99 €

Paula Tennant Reihe

  • Die Tränen der Kinder
  • Das Labyrinth des Blutes  

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Hallo! Mein Name ist Tina und ich blogge hier…hauptsächlich über Bücher und allem was dazu gehört. Ich würde mich freuen, wenn du mir einen Kommentar hinterlässt oder meinen Beitrag teilst.

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