Krimi/Thriller
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[Rezension] Home – Haus der bösen Schatten

Home - Haus der bösen Schatten

Home – Haus der bösen Schatten von Riley Sager  ist ein Thriller mit einem ganz eindeutigem Horror – bzw. Mysteryanteil. Ich mag das nicht immer, aber gelegentlich finde ich so ein bisschen übernatürlichen Schauer ganz nett. Da mir von der Autorin schon Final Girls und Schwarzer See wirklich gut gefallen haben, habe ich bei diesem Buch dann auch zugegriffen.

Home – Haus der bösen Schatten

Riley Sager 

Als Maggi Holt fünf Jahre alt war, kauften ihre Eltern eine weitläufiges, sehr verwinkeltes viktorianische Herrenhaus mit dem klangvollen Namen Baneberry Hall in den Wäldern von Vermont. Zwanzig Tage nach ihrem Einzug floh die Familie, mit nichts als den Kleidern die sie am Leib trugen überstürzt aus ihrem neuen Heim. Damals erzählten sie der Polizei eine wilde Geisterschicht die von Ewan Holt später als House of Horrors erfolgreich vermarktet hat. Jetzt, fünfundzwanzig Jahre später, kehrt Maggi im Rahmen ihres Jobs nach Baneberry Hall zurück. Sie selbst kann sich nicht an die paar Tage in dem Haus erinnern, ihre Eltern weigern sich bis heute mit ihr darüber zu reden und so ist sie fest entschlossen die Wahrheit herauszufinden.

Ich blieb auf der Schwelle zum Zimmer meiner Tochter stehen, so verdattert, wie Eltern eben sind, wenn ihr Kind etwas Eigenartiges sagt. Gut, Maggie war fünf, da hätte ich vielleicht daran gewöhnt sein müssen. War ich aber nicht. Insbesondere nicht an eine absonderliche Bitte wie diese. Home – Haus der bösen Schatten, S. 10

Mein Eindruck:

Schön schaurig und schaurig spannend

Frustration

Gleich zu Beginn wird klar, dass Maggie Holt das viel gefeierte Buch ihres Vaters über den Horror in Baneberry Hall zutiefst verabscheut. Sie wird dort entweder als Opfer oder aber als Lügnerin dargestellt, was dazu führte, dass sie niemals wirklich in der Lage war vernünftige soziale Beziehungen aufzubauen. Maggies geballte Frustration und ihr Groll, aber auch ihre verbissene Suche nach der Wahrheit machen mich ebenfalls ganz neugierig auf diese Wahrheit und auf Baneberry Hall.

Zeitebenen

Die Geschichte als solche handelt in zwei Zeitebenen. In der einen Ebene ist Maggie fünf Jahre alt, wohnt seit ganz kurzem mit ihren Eltern in diesem riesigen viktorianischen Haus und sieht, nach eigenen Angaben, Geister in diesem Haus. In der zweiten Zeitebene ist Maggie eine erfolgreiche Restauratorin und fest entschlossen nach fünfundzwanzig Jahren endlich herauszufinden was damals passiert ist, das Haus wieder herzurichten und zu verkaufen.

Buch-in-Buch

Aufgebaut ist das alles wie eine klassische Buch-in-Buch-Geschichte, den die Ereignisse der ersten Zeitebene werden uns mit Ewan Holts House of Horrors erzählt. Wirklich kurze Kapitel wechseln sich recht schnell ab, was für ziemlich viel Tempo sorgt und recht kurzweilig ist. Der Zeitstrang in der Jetzt-Zeit glänzt besonders durch Maggies süffisante Sichtweise und ihre ironischen Kommentare, während die Erzählungen aus der Vergangenheit schon eine sehr bedrohliche Atmosphäre ausbauen.

Gute Mischung

Grundsätzlich liest sich das ganze schon ein bisschen wie eine Melange aus Spuk in Hill House von Shirley Jackson oder Amityvill Horror von Jay Anson, trotzdem mochte ich vor allem die bedrohliche, unheimlich Atmosphäre die Riley Sager hier aufgebaut hat. Ich habe mich von dieser klassischen Spukhausgeschichte gut unterhalten gefühlt, allerdings hätte eine Grundrisskarte des Hauses mir wirklich geholfen. Manche der zahlreichen Wendungen in der Geschichte fand ich vorhersehbar, andere haben mich total überrascht und fand die Mischung aus Thrill, Mystery und Horror super gelungen.

Mein Fazit:

Home – Haus der bösen Schatten von Riley Sager erhebt sicher nicht den Anspruch zum Innehalten und Nachdenken anzuregen – es hält sein Versprechen eine Gänsehaut erzeugende, nervenaufreibend unterhaltsame Lektüre zu sein. Ich finde, manchmal reicht das auch einfach.

Buchinfos
  • Titel: Home – Haus der bösen Schatten
  • Originaltitel: Home Before Dark
  • Autor/in: Riley Sager
  • Übersetzer/in: Christine Blum
  • Verlag: dtv Verlag
  • Genre: Thriller
  • Erscheinungsjahr: 2022
  • ISBN: 978-3-423-21988-4
  • Form: TB,  432 Seiten
  • Preis: 11,95 €
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Kategorie: Krimi/Thriller

von Tina

Hallo, mein Name ist Tina und ich blogge hier über die eher mörderischen Seiten des Lebens - nämlich über Thriller und Krimis. Ich hoffe es gefällt dir hier bei mir und vielleicht hinterlässt du mir ja eine klitzkleinen Kommentar! Das würde mich wirklich sehr freuen!

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