Krimi/Thriller
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[Rezension] Das letzte Mysterium

Das letzte Mysterium

Das letzte Mysterium von Matilde Asensi wanderte auf meinen Bücherstapel, bevor ich irgendetwas über ihre anderen Bücher wusste. Ansonsten hätte ich vermutlich erst ihre älteren Werke gelesen – denn auch die entsprechen schon ganz genau meinem Beuteschema. Aber irgendwie hat mich bei diesem Buch der Zusammenhang mit Japan interessiert und die anderen laufen mir ja auch nicht weg, nicht wahr?

Das letzte Mysterium

Matilde Asensi

Ein exzentrischer Japaner ruft in Paris  fünf Menschen zusammen um ihnen einen Auftrag zu erteilen. Es geht um ein Bild von Vincent van Gogh, das Porträt des Doktor Gachet, das 1990 zu einer mehr als erstaunlich großen Summe versteigert wurde – danach wurde es nie wieder gesehen. Diese fünf Menschen kennen weder sich, noch ihren Auftraggeber, aber jeder von ihnen besitzt eine bestimmte Fähigkeit, die nach Ansicht des Auftraggebers nötig ist, um das verschollene Gemälde wiederzufinden. Kurz nach ihrem ersten Zusammentreffen startet ein spannende Schatzsuche.

Als ich in der Rue Clauzel Nummer 14 ankam, hatte ich so ein mulmiges, unsicheres Gefühl, und am liebsten hätte ich mich sofort wieder umgedreht und Reißaus genommen. Die ganze Geschichte erschien mir reichlich merkwürdig. Das letzte Mysterium, S. 9

Mein Eindruck:

Geheimnisse überall

Ursache

Dreh- und Angelpunkt der ganzen Geschichte ist, der geheimnisvolle  Verkauf eines Bildes von Vincent van Gogh. Die Bilder mit dem Namen Porträt des Doktor Gachet gab es wirklich und es wurde am 15. Mai 1990 im New Yorker Auktionshaus Christie’s versteigert. Für die sensationelle Summe von 82,5 Millionen Dollar hat der japanische Unternehmer Saitō Ryōei den Zuschlag bekommen. Seither wurde das Bild nie wieder öffentlich ausgestellt oder sonstwie gesehen. Angeblich hat der 1996 verstorbene Unternehmer verfügt, das Bild mit ihm einzuäschern – aber ob man diesem Wunsch entsprochen hat?

Wirkung

Ein anderer Japaner, Ichiro Koga, will nun eben dieses Gemälde ausfindig machen, weil er die Sache mit der Einäscherung für einen Mythos hält.. Er engagiert fünf vollkommen unterschiedliche Menschen, mit ebenso unterschiedlichen Fähigkeiten um dem Geheimnis dieses Bildes auf die  Spur  zu kommen. Ich finde es schon ein bisschen erstaunlich, dass diese fünf Menschen nun tatsächlich, ohne zu wissen worum es geht, pünktlich am vereinbarten Ort auftauchen – aber die Bezahlung ist wohl mehr als gut.

Eindimensional

Ich hätte ja grundsätzlich gerne mehr über diese fünf Menschen erfahren, die vor dem eigentlichen Job erst mal eine ganze Reihe merkwürdiger Tests bestehen müssen. Aber die Figuren und ihre Persönlichkeit sind allesamt ein bisschen sehr eindimensional beschrieben, Selbst Hubert, einer der Teilnehmer, der mir als Leser in seiner Rolle als Hauptprotagonist alles was passiert, was ich wissen muss, erzählt, bleibt mir seltsam fremd. Ich fand ihn eher unsympathisch und empathielos.

Interessantes

Allerding erfahre ich sehr, sehr viel über Vincent van Gogh, über sein Leben und seine Kunst. Ich bin nicht so bewandert was Kunst anbelangt und viel mehr als allgemein bekannte Tatsachen waren mir über van Goghs Leben bisher nicht bekannt und insofern konnte mir die Geschichte viel Neues erzählen – etwas, was ich sehr schätze. Diese neuen Erkenntnisse sind eingebettet in eine spannende und abenteuerliche Schatzsuche, die mir viel Spaß gemacht hat – auch wenn manches ein bisschen sehr weit hergeholt war.

Mein Fazit:

Das letzte Mysterium von Matilde Asensi  ist eine klassische, unterhaltsame  Abenteuergeschichte. Mir gefiel es, dass ich viel interessantes über Vincent van Gogh erfahren habe – ansonsten war es halt wie zig andere Abenteuergeschichten auch.

Buchinfos
  • Titel: Das letzte Mysterium
  • Originaltitel: Sakura
  • Autor: Matilde Asensi
  • Übersetzung: Sybille Martin
  • Verlag: Bastei Lübbe Verlag
  • Genre: Thriller
  • Erscheinungsjahr: 2021
  • ISBN: 978-3-404-18338-8
  • Form: TB, 444  Seiten
  • Preis: 12,90 € 

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