Denn du sollst sterben

[Rezension] Denn du sollst sterben

Denn du sollst sterben von Deborah Crombie ist bereits der achtzehnte (!) Band ihrer Reihe um das Ermittlerehepaar Duncan Kincaid und Gemma James. Ich habe bisher noch keinen einzigen davon gelesen – nicht aus einem bestimmten Grund, sondern einfach, weil diese Reihe mir in der Fülle der Bücher nie aufgefallen ist. Aber ich überlege schon die ganze Zeit, ob ich die beiden nicht aus irgendeiner Fernsehserie kenne? Keine Ahnung – es fällt mir partout nicht ein …

Denn du sollst sterben

Deborah Crombie

Duncan Kincaid und Gemma James sind, einschließlich Kindern, auf ein Anwesen außerhalb von London eingeladen. Es geht nach Lower Slaughter einem malerischen Dorf in den Cotswolds, der Gegend, in der die Oberschicht Londons gerne ihre Wochenenden verbringt. Die beiden reisen getrennt an, was sich noch als Glücksfall herausstellen wird, denn Kincaid wird in einen schrecklichen Autounfall verwickelt, der ihn ins Krankenhaus bringt.

Sie hatte noch nie besonders viel geschlafen. Und das war gut so, dachte sie, denn eine Grundvoraussetzung für den Beruf der Köchin ist die Fähigkeit, mit wenig Schlaf auszukommen. Denn du sollst sterben, S. 9

Mein Eindruck:

Vornehm geht die Welt zugrunde :-)

Autounfall bei der Anreise

Neben all der verständlichen Aufregung, die in der Familie Kincaid wegen des Unfalles herrscht, geht es den Beteiligten in dem anderen Wagen deutlich schlechter – sie sind nämlich beide tot. Natürlich lassen sich Kincaid und James es sich nicht nehmen, den Ermittlungen, trotz eigener Schmerzen, ein bisschen auf Sprünge zu helfen.

Zwei Tote in kurzer Zeit

Der örtliche Inspektor Booth findet bei seinen Nachforschungen auch einige, seltsame Ungereimtheiten heraus. Am seltsamsten ist, dass der Passagier des anderen Wagens, ein Förderer der örtlichen Kneipe, bereits vor der Kollision tot war. Kaum 24 Stunden später wird dann der Barkeeper in derselben Kneipe niedergeschlagen und stirbt.

Ein Feld voller Verdächtiger

Während der Ermittlungen breitet sich so nach und nach ein ganzes Feld an Verdächtigen vor mir aus. Auf den ersten Blick alles echt sympathische Typen, ein bisschen eigenwillig vielleicht, aber nicht fähig zu morden. Aber nach und nach sät die Autorin erfolgreich erste Zweifel und auf einmal sind doch gar nicht alle soo unschuldig.

Interessante Ermittlungen

Mir macht es Spaß, gemeinsam mit den Ermittlern das Privatleben der Opfer und der Verdächtigen zu durchleuchten und entdecke dabei hässliche Scheidungen, noch hässlichere Sorgerechtsverfahren, Liebesbeziehungen und One-Night-Stands.  Dank ordentlicher Recherche reduziert sich aber so nach und nach auch wieder das Feld der Verdächtigen.

Kleine, witzige Details

Ich mag im vorliegenden Buch vor allem die kleinen witzigen Details, die immer mal wieder überall durchblitzen. Da werden die manchmal überbewerteten Londoner Sterne-Restaurants ein bisschen durch den Kakao gezogen, aber auch die ach so gemütlichen Landkneipen und deren Gäste kommen nicht ungeschoren davon. Trotzdem ist alles in einem wirklich netten Ton geschrieben und das gefällt mir wirklich gut.

Ende mit Überraschung

Am Ende werden natürlich alle losen Handlungsfäden fest und sinnvoll verknüpft, es gibt noch eine gute Portion Aufregung um den tatsächlichen Täter und der Showdown ist wirklich gut gelungen. Ich habe zum Schluß zwar geahnt, wer hinter all dem steckt, war mir aber gar nicht so sicher – von daher hat mich das Ende überrascht und gleichzeitig zufrieden gemacht.

Mein Fazit:

Denn du sollst sterben ist typischer Vertreter des guten, alten englischen Krimis. Heute läuft es wohl am ehesten unter Cosy Crime und ich mag diesen Ableger des Krimi-Genres wirklich gern. Wer ebenso wie ich gelegentlich eher etwas ruhigere Krimis mag, der sollte sich Deborah Crombie auf jeden Fall mal ansehe.

Buchinfos

  • Titel: Denn du sollst sterben
  • Originaltitel: A Bitter Feast
  • Autor/in: Deborah Crombie
  • Übersetzer/in: Andreas Jäger
  • Verlag: Goldmann Verlag
  •  Genre: Krimi
  • Erscheinungsjahr: 2020
  • ISBN: 978-3-442-48772-1
  • Form: TB, 432  Seiten
  • Preis: 10,00 €

Duncan Kincaid & Gemma James

  • Das Hotel im Moor
  • Alles wird gut
  • Und ruhe in Frieden
  • Kein Grund zur Trauer
  • Das verlorene Gedicht
  • Böses Erwachen
  • Von fremder Hand
  • Der Rache kaltes Schwert
  • Nur wenn du mir vertraust
  • Denn nie bist du allein
  • So will ich schweigen
  • Wen die Erinnerung trügt
  • Wenn die Wahrheit stirbt
  • Die stillen Wasser des Todes
  • Wer Blut vergießt
  • Wer im Dunkeln bleibt
  • Beklage deine Sünden
  • Denn du sollst sterben

One thought on “[Rezension] Denn du sollst sterben

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.