Die siebte Plage

[Rezension] Die siebte Plage

Die siebte Plage von James Rollins ist Teil einer Reihe, die mittlerweile 12 Bände umfasst, von denen ich noch keinen gelesen habe :-) Macht aber offenbar nichts, denn von verschiedenen Seiten wurde mir versichert, man könne auch alle Bände separat lesen. Gott sei Dank ist das ja bei vielen Reihen so, auch wenn ich natürlich weiß, dass sich die Charaktere kontinuierlich von Band zu Band  weiterentwickeln usw. Ich fange aber öfter mal bei Reihen in der Mitte oder am Ende an, einfach, weil entweder gar nicht wusste, das genau dieses Buch Teil einer Reihe ist oder aber mir die Reihe vorher gar nicht aufgefallen war ..wenn sie mir dann gefällt, kann ich mir die anderen Bände ja immer noch zulegen :-)

Die siebte Plage

James Rollins

Harold McCabe ist ein renommierter Archäologe und  erforscht unter anderem die zehn biblischen Plagen. Doch plötzlich verschwinden er und sein Team in der Wüste des Sudan. Zwei Jahre später taucht McCabe urplötzlich wieder auf, mehr tot als lebendig. Die Ärzte können nichts mehr für ihn tun, machen aber eine mehr als erstaunliche Entdeckung, las sie seinen Leichnam untersuchen. Diese Entdeckung ruft eine Menge Typen auf den Plan, die nicht lange fackeln und für die ein Menschenleben keinen Wert hat.

Aus diesem Land war Sabahs Volk vor über hundert Jahren geflohen, hatte die Zeit der Plagen, des Hungers und des Todes hinter sich gelassen, gejagt von einem längst verstorbenen Pharao. Die siebte Plage, S. 16

Mein Eindruck:

Ein bisschen Indiana Jones geht einfach immer …

Vergangenheit

Die siebte Plage ist eine Mischung aus Thriller, Abenteuerroman und Science Fiction – eine Mischung, die ich wirklich mag. Zum Einstieg gibt es zwei Rückblicke in die Vergangenheit. Einmal ins Jahr 1324 v. Chr., dort treffen wir auf eine Frau, die offenbar für irgendetwas oder irgendwen geopfert wird, was sie tatsächlich wirklich gut findet. Danach reisen wir ins Jahr 1895 und werden Zeuge eines Gespräches zwischen Mark Twain und Nikola Tesla mit einem Dritten, in dem es um die Plagen geht, die aufgehalten werden müssen.

Hier und Jetzt

Nach diesen Ausflügen in vergangene Zeiten widmet sich das Buch den Widrigkeiten der heutigen Zeit und hier besonder dem rätselhaften Tod von Harold McCabe. Die SIGMA-Force wurde darauf angesetzt die Umstände zu klären und – wie es in solchen Reihen üblich ist – gegebenenfalls die Welt zu retten. Mit viel Elan, Waffenkraft und Wissen machen sich die Experten ans Werk und das ist keine leichte Aufgabe.

Wilder Mix

Zwischendurch mag ich diese Art von Büchern – das hatte ich bestimmt schon mal erwähnt, oder? Wenn wissenschaftlich belegbare Fakten auf Vermutungen und Verschwörungstheorien treffen und sich gemeinsam auf religiöse Themen stürzen und man als Leser dann darüber nachdenken kann, muss oder sollte, was davon denn nun wohl wahr, was Fiktion und was einfach erfunden wurde, dann macht mir so ein Buch Spaß :-) Dazu kommt reichlich Action und Tempo, so sollte eine guter Abenteuerroman sein.

Superflüssig

James Rollins Schreibstil ist superflüssig zu lesen, kein Wunder hat er doch das Buch zu Indiana Jones und das Königreich der Kristallschädel verfasst, neben einer wirklich sehenswerten Liste anderer Bücher.  Die siebte Plage wird immer wieder aufgehübscht durch diverse Zeichnungen von Tieren oder ägyptischen Hieroglyphen, wissenschaftlichen Fotos und Landkarten – viel Tempo kommt durch häufige Perspektivwechsel und kleinere Cliffhanger am Ende der Kapitel, sowie die Sorge um die überwiegend sympathischen Protagonisten.

Film in Buchform

Alle in allem war Die siebte Plage für mich so etwas wie ein Film in Buchform. Spannend, super erzählt, eine unglaubliche Hintergrundstory, sympathische Protagonisten, exotische Settings, schwer bewaffnete Jungs und Mädels, eine zu rettende Jungfrau und jede Menge böse Jungs :-) Das ist vielleicht nicht die hohe Kunst der Literatur, aber es ist auf jeden Fall sehr unterhaltsam und sehr intelligent gemacht. Ich werde bestimmt noch weiter Teile dieser Serie genießen, die aber wohl eher als Audio-Books.

Mein Fazit:

Die siebte Plage ist ein intelligent ausgedachter Abenteuerroman mit viel Tempo und Action, der mich gut unterhalten hat.  Wer Dan Brown oder z.B. Douglas Preston & Lincoln Child mag, wird James Rollins und seine Bücher sicher auch lieben.

Buchinfos

  • Titel: Die siebte Plage
  • Originaltitel: The Seventh Plague (Sigma Force 12)
  • Autor: James Rollins
  • Übersetzer/in: Norbert Stöbe
  • Verlag: Blanvalet Verlag
  • Genre: Thriller, Abenteuerroman
  • Erscheinungsjahr: 2018
  • ISBN: 978-3-7341-0566-1
  • Form: TB,  592 Seiten
  • Preis: 10,99 €

Sigma-Force-Reihe:

  • Sandsturm
  • Feuermönche
  • Der Genesis-Plan
  • Der Judas-Code
  • Das Messias-Gen
  • Das Flammenzeichen
  • Feuerflut
  • Mission Ewigkeit
  • Das Auge Gottes
  • Projekt Chimera
  • Das Knochenlabyrinth
  • Die siebte Plage  

Hallo! Mein Name ist Tina und ich blogge hier…hauptsächlich über Bücher und allem was dazu gehört. Ich würde mich freuen, wenn du mir einen Kommentar hinterlässt oder meinen Beitrag teilst.

Über Tina

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2 Kommentare zu “[Rezension] Die siebte Plage

  1. Hallo Tina,
    habe grade mit Interesse Deine Rezession über “die siebte Plage” gelesen. Das Buch habe ich mir bestellt und es kam – passend zum Wochenende – grad ins Haus geflattert. Ich bin großer Fan von Preston/Child – besonders die Pendergast-Reihe -, lese aber auch sehr sehr gern gute Gesellschaftsromane und “Familiendramen :-)”.
    Ich danke Dir für die Rezession und bin gespannt was mich bei der siebten Plage erwartet.

    Viele Grüße

    Sylvi

    1. Hallo Sylvi,

      “Die siebte Plage” ist auf jeden Fall sehr unterhaltsam und ich finde sie für einen langes, kaltes Winterwochenende wirklich eine gute Wahl. Viel Spaß damit!

      Liebe Grüße

      Tina

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