Hörbücher, Krimi/Thriller
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[Rezension] Die schwarzen Tränen von Sines

Die schwarzen Tränen von Sines von Claudia Santana ist der zweite Band um den etwas eigenwilligen Ermittler Nuno Cabral im sonnigen Portugal. Ich habe schon den ersten Band als Hörbuch genossen und mich wegen der sympathischen Stimme des Sprechers Thomas Schmuckert erneut für die Hörversion entschieden.  Ich mag seine Stimme und das ist für mich bei einem Hörbuch fast so entscheidend, wie die Geschichte selber.

Die schwarzen Tränen von Sines

Nuno Cabral 2

Claudia Santana

In Sines sind die Archäologen dabei, menschliche Skelette freizulegen und stoßen dabei aber auf einen Manschettenknopf, der sich einer erst seit kurzem Vermissten Person zuordnen lässt. Inspektor Nuno Cabral übernimmt die Ermittlungen und gerät dabei prompt mit einer Umweltschutzorganisation zusammen, die in Sines für Aufsehen sorgt. Dumm, dass ihm ausgerechnet Teresa Pinto, die Leiterin dieser Gruppe, besonders gut gefält.

Ein Feuer loderte im Kamin. Die Holzscheite knisterten und knackten, bevor sie schließlich mit einem letzten Aufglimmen zerbarsten. Inês legte neue Scheite nach. Ihre Wangen glühten, wenn sie sich nah bei den Flammen aufhielt, doch abgesehen davon war ihr kälter als jemals zuvor. Die Kälte war in ihr. Eine eisige Vorbotin. Die schwarzen Tränen von Sines, S. 9

Mein Eindruck:

Wichtige Themen

Zentrale Figur

Nuno Cabral ist auch in diesem Fall die zentrale Figur der Geschichte. Seine auf den ersten Blick recht abweisende Art ist sicher gewöhnungsbedürftig, aber dafür blitzt gelegentlich auch immer ein bisschen was von seinem durchaus jungenhaften Charme durch. Aber auch seine seltenen emotionalen Momente lassen tiefe Verwundungen erahnen und runden das Bild, dass ich von ihm habe ab.

Liebesleben

Ein bisschen wird dieses Bild aber in dieser neuen Geschichte durch seine relativ bewegtes Liebesleben getrübt. Er schläft mit der einen Dame, liebt aber die andere und nein, die Ausrede er sei ja auch nur ein Mann zählt da für mich nicht. Diesen Teil seines Privatlebens finde ich eher nervig oder unbeholfen aufgebaut, denn eigentlich banale Situationen wie ein Aufeinandertreffen der Damen werden ziemlich aufgebauscht. Klingt wenig erwachsen.

Grundthema

Anders als im ersten Band ist der Kriminalfall nicht direkt mit den geschichtlichen Hintergründen Portugals verwoben. Eigentlich hatte ich das erwartet, denn so waren die Archäologen, die alles ins Rollen gebracht haben ja ziemlich überflüssig. Dennoch war der Fall gut durchdacht und greift das allgegenwärtige und wichtige Thema Umwelt auf. Die abschließende Auflösung habe ich trotz eifrigem “Mitermitteln” so nicht erwartet und fand den Showdown recht gelungen.

Atmosphäre

Es hat mir viel Spaß gemacht, viel bekannte Gesichter aus dem ersten Band wiederzusehen, auch wenn ich mir vielleicht da ein bisschen mehr Weiterentwicklung im Beziehungsgeflecht der Beteiligten gewünscht hätte. Die Beschreibungen von Land und Leuten, der Stadt Sines und der lokalen kulinarischen Spezialitäten brachte hat mir gut gefallen hat mich schnell gedanklich an Ort und Stelle versetzt.

Mein Fazit:

Die schwarzen Tränen von Sines von Claudia Santana ist ein spannender, atmosphärisch sehr gelungener, zweiter Teil der Reihe um Nuno Cabral. Ein bisschen mehr Kriminalfall und etwas weniger Liebesleben hätten mir persönlich besser gefallen, aber ich werde auf jeden Fall auch den nächsten Band lesen – falls es einen geben wird.

Hörbuchinfos
  • Titel: Die schwarzen Tränen von Sines
  • Autor/in: Claudia Santana
  • Sprecher: Thomas Schmuckert
  • Verlag: Audible Studios
  • Genre: Krimi
  • Erscheinungsjahr: 2020
  • ASIN: B08CZVPXKL
  • Form: Hörbuch-Download,  8 Stunden 25 Minuten
  • Preis: 7,40 € bzw. 1 Guthaben im Abo
  • Audible-Hörer werden   *Affiliate-Link
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