Gnädig ist der Tod

[Rezension] Gnädig ist der Tod

Gnädig ist der Tod ist seit Langem mal wieder ein Wien-Krimi, den ich lese. Nicht, das ich das absichtlich mache, aber irgendwie laufen mir gar nicht so viele davon durch mein Blickfeld. Dabei finde ich, gerade Wien ist ein toller Ort für Krimis. Die Stadt ist schon ein bisschen morbide und hat ein etwas anderes Verhältnis zu Tod und Sterben – aber vielleicht bilde ich mir das auch nur ein – wer weiß :-) Auf jeden Fall lässt ein Bummel durch Wien das Herz jedes Kaffeeliebhabers höher schlagen und das nicht nur bei einer Melange im Café Central…

Gnädig ist der Tod

Gerhard Langner

Kommissar Michael Winter und mit ihm die gesamte Wiener Kriminalpolizei bekommen es mit einem ganz besonders brisanten Fall zu tun. Der ehemalige Wirtschaftsminister Klaus Windisch wird tot aufgefunden – ausgeblutet, lächelnd und in der Hand eine blutgefüllte Tasse mit der rätselhaften Aufschrift “Wien ist anders”. Relativ schnell stellt sich heraus, dass das Blut in der Tasse nicht seines ist, aber das ist auch alles, was sich schnell klärt.

Vor und in dem prunkvollen Gebäude in der Tuchlauben, in dem die Leiche gefunden wurde, ist die Aufregung spürbar, auch wenn alle hier ihren gewohnten Job machen. Gnädig ist der Tod, S.21

Mein Eindruck:

Politiker sind auch nur Menschen…

Neun Kapitel

Gnädig ist der Tod ist in neun große Kapitel unterteilt. Jedes Kapitel steht für einen Tag der Ermittlungen – also dauerte es neun Tage, bis Kommissar Winter den Fall gelöst hat. In diesen neun Tagen gab es reichlich Vernehmungen und Recherchearbeiten, aber gefühlt nur sehr wenig Ergebnisse. Allerdings kenne ich mich jetzt in Wien ganz gut aus, denn für seine Vernehmungen ist der Kommissar ganz schön viel unterwegs.

Wenig aufregend

Normalerweise bin ein Freund von ausschweifenden Beschreibungen und groß angelegten Charakterbeschreibungen, aber hier wurde mir das dann doch etwas zu viel. Vermutlich ist Polizeiarbeit in der Realität langweilig, kleinteilig, unspektakulär und wenig aufregend. Aber ich will ja kein Dienstprotokoll lesen, wenn ich mir einen Krimi kaufe.

Banalitäten

Grundsätzlich war der Fall des ermordeten Politikers spannend ausgedacht, aber sobald ein bisschen Spannung aufkam, wurde diese von alltäglichen Banalitäten erstickt. Irgendwann habe ich mehr Seiten quergelesen und überblättert, als ich tatsächlich ernsthaft gelesen habe. Das fand ich schade, denn ich hatte mich wirklich auf diesen Krimi aus Wien gefreut.

Auflösung

Die Auflösung war dann zwar durchaus überraschend (was vielleicht auch an meinem Querlesen lag), versteckte sich aber wieder im Alltagsstress der Ermittler. Es wirkte mehr wie ein Zufall, als ein Ermittlungserfolg. Ich kam mit Gnädig ist der Tod nicht wirklich gut klar und fand das Buch eher enttäuschend oder jedenfalls hätte man mehr daraus machen können.

Mein Fazit:

Gnädig ist der Tod ist der Debütroman zu einer neuen Krimiserie von Gerhard Langer. Vielleicht müssen Autor und Protagonist sich ja noch ein bisschen “eingrooven” – aber mit hat dieser erste Teil nicht besonders gut gefallen. Zu langatmige Beschreibungen und zu wenig Krimi…

Buchinfos

  • Titel: Gnädig ist der Tod
  • Autor: Gerhard Langer
  • Verlag:  Goldmann
  • Genre: Krimi
  • Erscheinungsjahr: 2018
  • ISBN: 978-3-442-48719-6
  • Form: TB,  448 Seiten
  • Preis: 10,00 €

Hallo! Mein Name ist Tina und ich blogge hier…hauptsächlich über Bücher und allem was dazu gehört. Ich würde mich freuen, wenn du mir einen Kommentar hinterlässt oder meinen Beitrag teilst.

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